Bauarbeiten am tschechischen Abschnitt der Eisenbahnstrecke zwischen Aš und Selb beendet

Die Renovierung des tschechischen Abschnitts der Eisenbahnstrecke zwischen dem westböhmischen Aš / Asch und der Stadt Selb in Oberfranken ist fertig. Laut Angaben der Verwaltung der Eisenbahnstrecke haben sich die Kosten auf 78 Millionen Kronen (2,85 Millionen Euro) belaufen. An der Teilstrecke zwischen der Staatsgrenze und Selb wird noch gearbeitet. Bayern plant, bis zu 10 Millionen Euro in den Bau zu investieren. Die Lokalbahn soll noch im Dezember dieses Jahres in Betrieb gehen. Es sollen dort täglich jeweils neun Züge in jeder Richtung Zwischen Cheb / Eger und Hof verkehren. Die Wiederherstellung der Eisenbahnverbindung wurde in einer Erklärung beschlossen, die von Vertretern des tschechischen und des bayerischen Verkehrsministeriums im April 2012 unterzeichnet wurde.

Der ungefähr 7 Kilometer lange Abschnitt ist Teil der früheren Hauptstrecke Cheb / Eger – Hof. Der Verkehr wurde dort 1995 eingestellt. Am 11. September 1951 sorgte ein besonderer Transport für Aufsehen. Ein Dampfzug fuhr ohne Halt durch Asch über die Grenze und nach Selb-Plößberg. Der Grenzdurchbruch wurde von einer Gruppe Bahnbediensteter organisiert. Insgesamt fuhren 110 Personen mit dem Zug, die meisten Passagiere kehrten aber in die damalige Tschechoslowakei wieder zurück. Mit dem seitdem als Freiheitszug bekannten Zug flüchteten damals 20 Regimegegner in den Westen.