Ausbau von Temelín: Französische Firma Areva als Bewerber ausgeschieden

05-10-2012

Unter den drei Bewerbern zum Ausbau des südböhmischen Atomkraftwerks Temelín ist das französische Unternehmen Areva vorzeitig ausgeschieden. Die Firma habe die Bedingungen der öffentlichen Ausschreibung nicht erfüllt, sagte ČEZ-Sprecher Ladislav Kríž am Freitag. Die Gründe für die Ausbootung von Areva seien von grundsätzlicher Bedeutung sowie von geschäftlicher als auch gesetzlicher Art, hieß es aus dem Hause ČEZ. Der tschechische Energiekonzern ČEZ ist der Betreiber des Meilers in Temelín.

Für den Ausbau des AKW Temelín um zwei weitere Reaktoren bleiben somit noch zwei Bewerber im Rennen: die amerikanisch-japanische Firma Westinghouse sowie das tschechisch-russische Konsortium Škoda JS, Atomstrojexport und Gidropress. Der Ausbau von Temelín soll bis spätestens zum Jahr 2025 abgeschlossen sein. Man rechnet mit Baukosten in Höhe von umgerechnet 8 bis 12 Milliarden Euro.