Auch Ex-Premier Paroubek lehnt erneut Zentrum gegen Vertreibungen ab

19-09-2006

Der frühere Ministerpräsident Jiri Paroubek hat vor einer Reise nach Deutschland den Plan eines Zentrums gegen Vertreibungen in Berlin erneut abgelehnt. Paroubek trifft sich am Mittwoch in Berlin mit Vertretern der SPD zu Gesprächen über das tschechisch-deutsche Verhältnis. Die bilateralen Beziehungen bezeichnete der Ex-Premier als ausgezeichnet. Unabhängig davon werde sich Tschechien aber wohl in der Frage des umstrittenen Zentrums mit Polen beraten.

Im Verhältnis Tschechiens zu Bayern, das von der Nachkriegsvertreibung der Sudetendeutschen belastet ist, nannte Paroubek eine enge Zusammenarbeit "mehr als wünschenswert". Er deutete seine Bereitschaft zu einer Zusammenkunft mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber an.