Aserbaidschanischem Professor wurde Rückkehr nach Tschechien verwehrt

26-04-2005

Der aserbaidschanische Professor Sadaj Nazarov, der in der Tschechischen Republik politisches Asyl genießt, konnte am Dienstag nicht wie vorgesehen nach Prag zurückkehren. Die aserbaidschanischen Behörden haben ihm in letzter Minute die Abreise vom Flughafen in Baku verwehrt. Nazarov sollte gleich nach seiner Landung in Prag mit dem tschechischen Außenminister Cyril Svoboda zusammentreffen. Der aserbaidschanische Professor war im Januar in die frühere Heimat gereist, um dort seinen kranken Vater zu besuchen. In Aserbaidschan wurde er jedoch verhaftet und des Hochverrats angeklagt. Mitte April wurde die Strafverfolgung aber auf Druck internationaler Organisationen und des tschechischen Außenamtes eingestellt. Nazarov erhielt seinen Flüchtlingspass zurück und wollte nun wieder in die Tschechische Republik einreisen. Die Passkontrolle auf dem Flughafen in Baku hat angeblich ergeben, dass Nazarovs Pass ungültig sei. Mittlerweile wird jedoch erwartet, dass Nazarov bereits am Mittwoch nach Prag zurückkehren kann.