Abstraktionspionier Kupka nach Paris in Prag zu sehen

František Kupka gehörte zu den großen Pionieren der abstrakten Malerei. Wer die Ausstellung mit den Werken des Tschechen im Pariser Grand Palais verpasst hat, bekommt nun eine zweite Chance: Am Freitag öffnete in Prag die Schau „Frantisek Kupka 1871-1957“, die bis zum 20. Januar 2019 in der Wallenstein-Reithalle der tschechischen Nationalgalerie zu sehen ist.

Zahlreiche Leihgaben stammen aus dem Centre Pompidou, dem New Yorker Guggenheim-Museum und der Wiener Albertina. Die chronologisch angeordnete Übersicht ermögliche es dem Besucher, den künstlerischen Weg Kupkas von symbolistischen Malereien über expressionistische Porträts bis hin zur abstrakten Kunst, der Sprache der Formen und Farben, nachzuverfolgen, teilte die Galerie mit. Zu sehen ist Kupka aber auch als satirischer Zeichner und Illustrator mit vielfältigen Interessen.

Der 1871 im ostböhmischen Opočno / Opotschno geborene František Kupka studierte in Prag und in Wien. Später ging er nach Frankreich, wo er 1957 vereinsamt in einem Pariser Vorort verstarb. Der zu Lebzeiten wenig beachtete Pionier zählt heute zu den am teuersten gehandelten tschechischen Künstlern. Eines seiner Ölgemälde, „Élévations“ (Erhabenheit) von 1938, wurde im Februar für umgerechnet rund zwei Millionen Euro versteigert.