Klassik-Pianistin Bóková gibt Jazz-Debüt

21-07-2019

Eigentlich spielt sie zum Beispiel Rachmaninow und Martinů. Doch Nikol Bóková hat nun mit „Inner Place“ ein Jazz-Album aufgenommen.

Nikol Bóková (Foto: Petr Král, Archiv des Tschechischen Rundfunks)Nikol Bóková (Foto: Petr Král, Archiv des Tschechischen Rundfunks)

Nikol Bóková (Foto: Archiv des Tschechischen Rundfunks)Nikol Bóková (Foto: Archiv des Tschechischen Rundfunks) Insgesamt 13 Songs, die die Pianistin selbst geschrieben hat, befinden sich auf dem Album. Begleitet wird Nikol Bóková vom Kontrabassisten Martin Kocián zusammengetan und dem Schlagzeuger Michał Wierzgoń. In einem Interview für den Jazzsender des Tschechischen Rundfunks verriet sie jetzt im Juli, dass sie bei ihren Musikstudien nie Seminare zu Jazz belegt hätte. Ihre einzige Qualifikation bestünde darin, mit Musikern dieser Richtung ab und zu auf ein Bier zu gehen, so die sympathische junge Frau.

Nikol Bókovás musikalische Ausbildung begann am Janáček-Konservatorium im mährisch-schlesischen Ostrava / Ostrau. Daran schloss sich Studien an der Karol-Szymanowski-Musikakademie in Katowice und der Musikhochschule in Brno / Brünn an. Trotz ihres neuen Ausflugs in andere Gefilde sieht die Pianistin ihre professionelle Zukunft weiter in der Interpretation klassischer Musik.

Bóková spielt sowohl mit Orchestern zusammen, als dass sie auch mit einem Solo-Programm auftritt. Zu hören war sie auch schon in Deutschland, Polen, in der Slowakei und Italien. Das Spektrum reicht von Barock, über die Romantik bis zu moderner Klassik. Im Rahmen ihrer Bachelor-Arbeit hat sie zum Beispiel 33 Etüden von Rachmaninow eingespielt. Als nächste Herausforderung warten auf sie nun aber auch Konzerte mit ihren eigenen Songs. Da sei sie gespannt, wie das werde, sagte die Pianistin im Tschechischen Rundfunk. Man habe ja dann eine etwas andere Verantwortung gegenüber dem Werk und seiner Interpretation…