Kapelle Veselka – beste Blasmusiktradition aus dem Hause Kubeš

Die Gruppe Veselka wurde bereits mit drei Goldenen Schallplatten ausgezeichnet und ist sicher die beste und erfolgreichste Blaskapelle aus Böhmen. Sie ist das Lebenswerk dreier Kapellmeister, die alle aus dem Hause Kubeš stammen.

…ja, so klingt sie, die Südböhmische Polka, wenn sie von der Blaskapelle Veselka gespielt wird, in der sie entstanden ist. Genauer gesagt stammt sie aus der Feder des Komponisten und einstigen Kapellmeisters Ladislav Kubeš sen. Heute wird die Kapelle vom Sohn Ladislav Kubeš jun. geleitet, der gleichzeitig einen Musikverlag betreibt. Die Musiktradition der Familie geht bereits auf Großvater Matěj Kubeš zurück, der auch Kapellmeister war und das Flügelhorn spielte. Ihren Namen erhielt die Kapelle allerdings erst im Januar 1981 durch den Schauspieler und Regisseur Jiří Císler. Bei der Vorbereitung auf ein Programm für das Prager Kulturzentrum ging er von einem „lustigen“ (lustig = veselý) Szenario aus, ohne geahnt zu haben, dass die Familientradition der Musiker aus der Familie Kubeš ihre Wurzeln in der südböhmischen Stadt Veselí nad Lužnicí und in den umliegenden Dörfern hat. Ladislav Kubeš jun. hat der Name eben aus diesem Grund gefallen.

Der Titel „Když se pšenka zelenala“ gehört zu den Volksliedern, die Ladislav Kubeš sen. für die Blasmusik bearbeitet hat. Er schrieb und bearbeitete mehr als 400 Kompositionen. Viele davon wurden von namhaften Kapellen in der Welt aufgenommen. Als Ladislav Kubeš sen. im Jahr 1998 verstarb, schrieb der Schweizer Musikkritiker Max Waebern, dass der letzte tschechische Polka-König gegangen ist. Zwei seiner bekannten Polkas haben wir Ihnen vorgestellt, doch abschließen wollen wir unsere Hörprobe mit einem nicht weniger bekannten Hit: „Na krásné Šumavě“ – Tief drin im Böhmerwald…