Quelle, Brunnen, Fontäne

In der Sommerhitze bieten wir Ihnen in unserem heutigen Sprachkurs ein paar Vokabeln zur Erfrischung.

Tiefbrunnen - studna (Foto: Josep Monter Martinez, Pixabay / CC0)Tiefbrunnen - studna (Foto: Josep Monter Martinez, Pixabay / CC0) Das Wasser – voda: Schon wenn man vom Wasser hört, fühlt man sich besser. Beurteilen Sie selbst, liebe Hörerinnen und Hörer, ob es funktioniert: Der Brunnen, die Fontäne, der Tropfen… Die sprachliche Erklärung dieser Begriffe ist aber gar nicht so einfach. Denn dort, wo es im Deutschen ein Wort gibt, so ist es beispielsweise beim Brunnen, findet man in der tschechischen Sprache gleich mehrere mögliche Übersetzungen.

Erstens steht der Brunnen für eine Quelle – studánka. In dem Wort verbirgt sich das Adjektiv studený, also kalt. Studánka ist ein Diminutivum. Die neutrale Form studna bezeichnet einen Tiefbrunnen, also eine Einrichtung, die zur Grundwassergewinnung aus der Tiefe dient. Dafür werden heute unterschiedliche Arten von Pumpen – čerpadlo eingesetzt, früher nutzte man eine Winde – rumpál, ein Seil – lano und einen Eimer – vědro.

Springbrunnen - vodotrysk (Foto: Michael Kauer, Pixabay / CC0)Springbrunnen - vodotrysk (Foto: Michael Kauer, Pixabay / CC0) Auf Dorfplätzen stand in der Vergangenheit in der Regel ein Wasserspeicher, der durch eine Leitung mit Wasser versorgt wurde. Im Tschechischen heißt diese Art von Brunnen kašna. Übrigens leitet sich diese Bezeichnung vom deutschen "Wasser-Kasten" ab. Einen reich dekorierten Brunnen nennt man im Tschechischen eine Fontäne – fontána. Dieser Begriff steht außerdem für einen Springbrunnen – vodotrysk. Bei diesem beliebten Inventar von Parks und Gärten wird Wasser in die Höhe gedrückt und dann in einem Becken wieder aufgefangen. Ich hoffe, Sie fühlen sich nun ein bisschen abgekühlt und erfrischt. Auf Wiederhören! Na slyšenou!