Täglicher Nachrichtenüberblick Täglicher Nachrichtenüberblick

22-10-2019

Drei Soldaten bei Übung durch Granatenexplosion verletzt

Bei einer Übung auf dem Armeegelände Březina bei Výškov / Wischau wurden am Montag drei Soldaten durch eine Granatenexplosion verwundet. Einer der Männer trug schwere Verletzungen davon und wurde deshalb mit dem Hubschrauber ins Uniklinikum in Brno / Brünn gebracht. Mittlerweile ist sein Zustand stabil. Dies bestätigte der Generalstab am Montagabend.

Bereits im Jahr 2017 war es auf dem Übungsgelände Dědice bei Výškov zu einem ähnlichen Zwischenfall gekommen. Dabei kam ein Soldat ums Leben, ein weiterer wurde schwer am Auge verletzt. Die Ermittler sprachen damals von einem unsachgemäßen Umgang mit Munition.

Außenministerium: Tschechische Auswanderer wollen auch nach Brexit in Großbritannien bleiben

Das Außenministerium erwartet nach dem Brexit keine massenhafte Rückkehr von Tschechen aus Großbritannien. Gleichzeitig empfiehlt die Prager Diplomatie den tschechischen Staatsbürgern in dem Land, rechtzeitig den Aufenthaltsstatus zu klären. Nur so könnten die Rechte von EU-Bürgern in Großbritannien nach dem Austritt des Landes aus der Europäischen Union gewährleistet werden, sagten Tschechiens Chefdiplomat Tomáš Petříček und Innenminister Jan Hamáček (beide Sozialdemokraten) bei einer gemeinsamen Pressekonferenz zu dem Thema. Das Außenministerium will zudem eine Internetplattform mit den wichtigsten Informationen zum Brexit starten.

Schätzungen zufolge leben derzeit rund 100.000 tschechische Staatsbürger im Vereinigten Königreich. Laut Plan soll der Brexit bis Ende Oktober abgeschlossen sein. Da man sich bisher jedoch noch nicht auf einen Austrittsvertrag einigen konnte, ist eine weitere Verschiebung des Datums möglich.

Umfrage: Minderheit der Über-40-Jährigen sieht Samtene Revolution positiv

Nur 36 Prozent der Tschechen über 40 Jahre bewerten die Samtene Revolution als uneingeschränkt positiv. Dies hat eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts NMS Market Research im Auftrag der NGO Paměť národa ergeben, die am Dienstag veröffentlicht wurde. Dabei gibt es jedoch große Unterschiede je nach Bildungsgrad der Befragten, wobei Menschen mit Lehre die Zeit vor der Wende von 1989 in einem besseren Licht sehen. Die Haltung von Jüngeren zum Sozialismus ist laut der Erhebung deutlich kritischer.

Gut drei Fünftel der Befragten sehen eine wirtschaftliche Verbesserung seit 1989. Jedoch glauben gerade einmal 38 Prozent, dass Tschechien bei Justiz und Gesetzgebung den Westen eingeholt hat. Laut der Umfrage gibt zudem nur ein Drittel an, dass die Medien hierzulande unabhängig seien.

Zeman will Wiener Ex-Bürgermeister Zilk auszeichnen

Tschechiens Staatspräsident Milos Zeman will am Staatsfeiertag kommende Woche posthum den ehemaligen Wiener Bürgermeister Helmut Zilk auszeichnen. Darüber berichteten tschechische Medien am Dienstag. Insgesamt will Zeman am 28. Oktober eine Rekordzahl von 43 Menschen dekorieren, darunter den Ex-Präsident Václav Klaus oder den Weltkriegsveteran Emil Boček.

Helmut Zilk setzte sich in den 1960er Jahren für gemeinsame Diskussionssendungen des ORF mit dem Tschechoslowakischen Fernsehen ein. Václav Havel lehnte 1998 eine Ehrung des SPÖ-Politikers ab, da dieser angeblich mit dem kommunistischen Nachrichtendienst StB zusammengearbeitet haben soll. Später entschuldigte sich Havel für seine Entscheidung.

Krumau verbietet Bärenkostüme und Seifenblasen

Genauso wie in Prag sollen künftig auch in Český Krumlov / Krumau überdimensionale Bärenkostüme und Seifenblasen als Touristenattraktion verboten werden. Darauf einigte sich der Stadtrat der südböhmischen Touristenhochburg am Montag. Die Entscheidung muss noch von den Stadtverordneten bestätigt werden.

In Prag wurden die Auftritte der Maskottchen durch eine Novelle der Straßenkunst-Verordnung zur Mitte des Monats verboten. Grund dafür waren zunehmende Beschwerden von Anwohnern. Laut dem Stadtrat von Krumau siedelten viele der Schausteller in die Unesco-Stadt über.

Fußball: Barca mit Weltfußballer Messi zu Gast in Prag

Mit Weltfußballer Lionel Messi an der Spitze gibt der berühmte FC Barcelona am Mittwoch in Prag seine Visitenkarte ab. Im dritten Gruppenspiel der diesjährigen Champions League gastieren die Katalanen beim tschechischen Meister Slavia Prag. Messi, der nach einer Verletzung zu Saisonbeginn immer besser in Schwung kommt, hat gute Erinnerungen an die tschechische Hauptstadt. Vor acht Jahren, als der damalige tschechische Titelträger Viktoria Pilsen seine Heimspiele in der Champions League in Prag austragen musste, erzielte der Argentinier einen Hattrick zum 4:0-Erfolg von Barca. Neben ihm stehen heute mit seinen Sturmkollegen Luiz Suárez und Antoine Griezmann, Mittelfeldspieler Sergio Busquets, Verteidiger Gerard Piqué sowie Torwart Marc-André ter Stegen weitere Weltklassefußballer im Aufgebot der Katalanen.

Slavia Prag hat Respekt, aber keine Angst vor dem großen Namen. „Er sei überzeugt, dass man Barca plagen und einen Punkt gewinnen werde“, sagte Torhüter Ondřej Kolář. Und Trainer Jindřich Trpišovský forderte, dass Barcelona mit allen seinen Stars auflaufen und die Begegnung damit zu einem Fußballfest machen sollte. In Prag freue man sich sehr auf diesen Vergleich, ergänzte Trpišovský.

Das Wetter am Mittwoch, dem 23. Oktober

Am Mittwoch ist es in Tschechien überwiegend bewölkt, am Nachmittag aber wird es zunehmend heiter. Die Tageshöchsttemperaturen liegen zwischen 15 und 19 Grad Celsius.

22-10-2019