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03-07-2019

Politologen: Besetzung der Posten in der EU ist Niederlage Mitteleuropas

Die Besetzung der führenden Posten in der EU stellt eine Niederlage der Länder Mittel- und Osteuropas dar. Beigetragen hat dazu auch die wenig konstruktive Politik der Premierminister der Staaten Visegrád-Gruppe. Das sagten die Politologen, die am Mittwoch von der Nachrichtenagentur ČTK angesprochen wurden.

Der Politologe Petr Kaniok von der Masaryk-Universität in Brno / Brünn erklärte, die Tatsache, dass die Länder Mittel- und Osteuropas in den führenden Posten nicht vertreten sind, sei das Resultat der Politik, mit der sich die V4-Länder beim EU-Gipfel präsentierten. In der europäischen Politik sei es möglich, nicht zuzustimmen, aber auf eine andere Weise, die durch eine alternative Lösung begleitet werde, so der Experte. Ondřej Mocek von der Gesellschaft für internationale Fragen (AMO) erklärte, dies sei eine absolute Niederlage der V4-Länder. Einen derart großen Misserfolg verzeichneten die V4-Länder nur 2004, Dies sei jedoch verständlich gewesen, weil sie 2004 der EU erst beigetreten seien, sagte Mocek.

Oberster Staatsanwalt: Unabhängigkeit der Staatsanwaltschaften muss garantiert werden

Die Besetzung der führenden Posten in der EU stellt eine Niederlage der Länder Mittel- und Osteuropas dar. Beigetragen hat dazu auch die wenig konstruktive Politik der Premierminister der Staaten Visegrád-Gruppe. Das sagten die Politologen, die am Mittwoch von der Nachrichtenagentur ČTK angesprochen wurden.

Der Politologe Petr Kaniok von der Masaryk-Universität in Brno / Brünn erklärte, die Tatsache, dass die Länder Mittel- und Osteuropas in den führenden Posten nicht vertreten sind, sei das Resultat der Politik, mit der sich die V4-Länder beim EU-Gipfel präsentierten. In der europäischen Politik sei es möglich, nicht zuzustimmen, aber auf eine andere Weise, die durch eine alternative Lösung begleitet werde, so der Experte. Ondřej Mocek von der Gesellschaft für internationale Fragen (AMO) erklärte, dies sei eine absolute Niederlage der V4-Länder. Einen derart großen Misserfolg verzeichneten die V4-Länder nur 2004, Dies sei jedoch verständlich gewesen, weil sie 2004 der EU erst beigetreten seien, sagte Mocek.

Föderation jüdischer Gemeinden verzeichnete voriges Jahr 347 antisemitische Taten

Die Föderation jüdischer Gemeinden hat im vergangenen Jahr insgesamt 347 antisemitische Handlungen und Taten verzeichnet. Dies war mehr als in den vergangenen Jahren. Aus dem am Mittwoch veröffentlichten Jahresbericht geht hervor, dass die antisemitische Stimmung insbesondere im Internet angewachsen ist. Zu Gewalttaten gegen Juden und deren Diskriminierung kommt es laut dem Bericht in Tschechien auch weiterhin nur selten.

Antisemitische und hasserfüllte Texte werden vor allem auf den antiliberalen Webseiten und Webseiten der Rechtsextremisten veröffentlicht. Eine ideologische Grundlage für antisemitische Texte in Tschechien stellten 2018 oft kremlfreundliche Desinformationsplattformen dar, teilte die Föderation jüdischer Gemeinden mit. Dem Jahresbericht zufolge verzeichnete die Polizei im vergangenen Jahr 15 Straftaten mit antisemitischem Hintergrund.

EU stellt weniger Sozialfördermittel zur Verfügung

Tschechien kann in der nächsten Förderperiode 2021-2028 aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) insgesamt 2,74 Milliarden Euro schöpfen. Damit stehen 1/5 weniger ESF-Mittel zur Verfügung als in der laufenden Periode, die Summe liegt aktuell bei 3,47 Milliarden Euro. Zudem muss sich der tschechische Staat selbst an der Finanzierung der Sozialprojekte stärker beteiligen als bisher.

Die Angaben wurden von der Presseagentur ČTK veröffentlicht. Sie ergeben sich aus den Unterlagen der Ministerien für Arbeit und Soziales sowie für die Regionalentwicklung für den Sozialausschuss des Abgeordnetenhauses. Der Europäische Sozialfonds (ESF) ist das wichtigste arbeitsmarktpolitische Instrument der EU zur Förderung der Beschäftigung und sozialer Integration in Europa.

Oscar-Akademie lädt drei Tschechen ein

Die tschechische Dokumentarfilmregisseurin Helena Třeštíková sowie die Schauspieler und Stuntmen Ladislav Lahoda und Pavel Cajzl können der Oscar-Akademie beitreten. Sie zählen zu den etwa 840 Filmschaffenden, die von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences in diesem Jahr als neue Mitglieder eingeladen wurden.

Wie der Verband in Beverly Hills mitteilte, stehen unter anderem 21 Oscar-Preisträger und Vertreter aus 59 Ländern auf der Liste. Unter den ausgewählten Darstellern, die bei der Vergabe der Oscars mitstimmen dürfen, sind auch etwa Popdiva Lady Gaga, der Schwede Alexander Skarsgård und der französische Alt-Star Jean-Louis Trintignant.

Prag erlebte den wärmsten Juni seit 1775

Der vergangene Monat war in Prag der wärmste Juni seit Ende des 18. Jahrhunderts. Darüber berichtet die Wetterstation im Klementinum im Zentrum Prags am Mittwoch. Dort wird die Temperatur seit 1775 durchgehend gemessen.

Die Monatsdurchschnittstemperatur erreichte im Juni im Klementinum 24,5 Grad Celsius. Sie lag somit 2 Grad über dem bisherigen Rekordwert von 1811 und 5,7 Grad über dem langzeitlichen Normalwert.

Zudem war der Juni 2019 der drittwärmste Monat seit dem Beginn der Aufzeichnungen, nach dem August 1807 und dem Juli 2006. Die Daten wurden vom Tschechischen Hydrometeorologischen Institut (ČMHÚ) am Mittwoch veröffentlicht.

Das Wetter am Donnerstag, den 4. Juli

Am Donnerstag ist es in Tschechien meist heiter oder nur leicht bewölkt. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 22 bis 26 Grad Celsius. In Lagen um 1000 Meter werden 16 Grad, im Böhmerwald 19 Grad Celsius erreicht.

03-07-2019