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04-06-2019

Tschechien und Myanmar wollen Handelsbeziehungen stärken

Premier Andrej Babiš (Partei Ano) und Wirtschaftsminister Karel Havlíček (parteilos) könnten im Herbst dieses Jahres Myanmar besuchen. Die kündigte Havlíček auf einem Wirtschaftsforum am Dienstag in Prag an. Dieses findet anlässlich des Besuchs der De-facto-Regierungschefin von Myanmar, Aung San Suu Kyi, in Tschechien statt.

Zum Auftakt des Treffens von tschechischen und myanmarischen Unternehmern verwiesen Politiker der beiden Länder auf eine intensive ökonomische Zusammenarbeit beider Staaten in der Vergangenheit. Laut Suu Kyi belegt Tschechien unter den Handelspartnern Myanmars derzeit Rang dreißig bis vierzig. Premier Babiš zufolge sank der tschechische Export in das asiatische Land im vergangenen Jahr um 23 Prozent. Demgegenüber stieg die Ausfuhr von Myanmar nach Tschechien um 66 Prozent an.

Außenminister Tomáš Petříček (Sozialdemokraten) ging in seiner Rede auf das Thema der Menschenrechte in Myanmar ein. Das Land steht wegen des Völkermords an der muslimischen Rohingya-Minderheit in der Kritik.

Havlíček: Neue Wirtschaftsstrategie wird Staat bis 2030 lenken

Eine neue Wirtschaftsstrategie des Landes soll zu einer finalen Produktion mit einem höheren Mehrwert führen. Dies hat Industrieminister Karel Havlíček (parteilos) am Dienstag angekündigt. Nach 20 Jahren habe die Regierung wieder ein Papier vorliegen, dass die Wirtschaftspolitik des Staates bis zum Jahr 2030 vorzeichnen werde, sagte Havlíček beim Treffen führender Wirtschafts- und Exportvertreter in der Prager Bethlehem-Kapelle.

Havlíček hat den Wirtschaftsexperten das Dokument erstmals vorgestellt. Ein Eckpfeiler des Programms soll dabei eine Innovationsstrategie sein, die Tschechien helfen soll, zu einer Führungskraft für Künstliche Intelligenz und Innovationen aufzusteigen, erklärte der Minister.

Durchschnittslohn in Tschechien wächst erneut

Der Durchschnittsverdienst der Tschechen lag im ersten Quartal dieses Jahres bei 32.466 Kronen (1260 Euro) brutto im Monat. Inflationsbereinigt war dies im Jahresvergleich ein Anstieg um 4,6 Prozent. Die Zahlen hat das Statistikamt am Dienstag veröffentlicht.

Den Statistikern zufolge gab es die höchsten Löhne im Bank- und Versicherungssektor, dort lag der durchschnittliche Monatsverdienst bei knapp 60.000 Kronen (2300 Euro). Dem Finanzwesen folgt der IT- und Kommunikationsbereich, dort sind die Gehälter um 500 Kronen (19 Euro) niedriger. Am wenigsten verdient man in der Gastronomie und im Hotelwesen, und zwar im Durchschnitt 19.000 Kronen (737 Euro).

Direktor Lerch: In Tschechien fehlt es an Verkehrspolizisten

In Tschechien herrscht ein Mangel an Verkehrspolizisten. Gegenwärtig sind rund 3300 im Dienst, den Anforderungen zufolge aber sind rund 400 Arbeitsplätze unbesetzt. Das entspricht einem Defizit von elf Prozent, sagte der Direktor der Verkehrspolizei, Tomáš Lerch, am Dienstag in Jihlava / Iglau vor Journalisten. In Tschechien entfallen somit auf 100.000 Einwohner zirka 31 Verkehrspolizisten.

Anlass für Lerchs Besuch in Jihlava war der Beginn eines weiteren Ausbildungskurses für 23 neue Verkehrspolizisten. Die Schulung dauert ein Jahr. Die Bildungsstätte in der mährischen Stadt hat sich seit 2012 auf Schulungen für Verkehrspolizisten sowie Fachkurse im Bereich Verkehr spezialisiert. Dazu gehören beispielsweise Bildungsseminare für die Leiter von Verkehrsinspektionen oder für Verkehrsingenieure.

Orchester aus Toulouse beendet Musikfestival Prager Frühling

Die 74. internationalen Musikfestspiele Prager Frühling gehen am Dienstagabend zu Ende. Im Repräsentationshaus spielt das Orchestre National du Capitole de Toulouse unter der Leitung seines russischen Chefdirigenten Tugan Sochijew. Auf dem Programm steht unter anderem das Violinkonzert a moll von Antonín Dvořák, gespielt vom französischen Geigenvirtuosen Renaud Capuçon.

Das größte Festival für klassische Musik hierzulande hat seit dem 12. Mai rund fünfzig Konzerte in der tschechischen Hauptstadt angeboten.

Leichtathletik: Dvořák hört nach zehn Jahren als Cheftrainer auf

Der ehemalige Weltmeister und Weltrekordler im Zehnkampf, Tomáš Dvořák, wird nach dieser Saison von seiner Funktion als Cheftrainer der tschechischen Leichtathletik-Nationalmannschaft zurücktreten. Zehn Jahre seien genug, er sei müde und würde sich gern vom Stress, den er als Verantwortlicher habe, erholen, gab Dvořák in einer Pressemitteilung bekannt.

Andererseits sei er dankbar und froh darüber, die Leichtathleten seines Landes zehn Jahre lang bei den großen internationalen Meisterschaften angeführt zu haben. Ihn freuen vor allem die Erfolge, die man gemeinsam gefeiert habe. Er könne sich aber gut vorstellen, dem neuen Cheftrainer anfangs noch als Berater zur Seite zu stehen, sagte der 47-Jährige. Dvořák hatte das Amt 2009 von Václav Fišer übernommen, der vor ihm 17 Jahre lang Cheftrainer war.

Das Wetter am Mittwoch: sonnig heiter, örtlich Schauer, bis 32 Grad

Am Mittwoch ist es in Tschechien sonnig heiter bis wolkenlos. Am Nachmittag nimmt die Bewölkung vorübergehend zu, in Mähren und Mährisch-Schlesien kommt es örtlich zu Schauern oder Gewittern. Die Tageshöchsttemperaturen liegen zwischen 26 und 30 Grad, in Böhmen teilweise sogar bei 32 Grad Celsius. In Lagen um 1000 Meter werden maximal 21 Grad Celsius erreicht. Es weht ein schwacher Wind aus unterschiedlichen Richtungen.

04-06-2019