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04-03-2019

US-Botschafter fordert von Tschechien höhere Rüstungsausgaben

Laut dem US-Botschafter in Prag, Stephen King, sind die größten Bedrohungen für die Nato nach wie vor Russland, China und hybride Angriffe. Der Diplomat sagte dies am Montag bei einem Seminar im Abgeordnetenhaus zum 20. Jahrestag von Tschechiens Nato-Beitritt. King forderte Prag zudem auf, seinen Verpflichtungen nachzukommen und möglichst bald seine Rüstungsausgaben auf zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes zu erhöhen. Tschechiens Chefdiplomat Tomáš Petříček (Sozialdemokraten) sieht dabei das Jahr 2024 als realistisches Zieldatum.

Im vergangenen Jahr lagen die tschechischen Rüstungsausgaben bei 1,1 Prozent des BIP, Pläne der Regierung sehen bis 2021 einen Anstieg auf 1,4 Prozent vor. Derzeit investiert die Armee unter anderem massiv in neue Kampffahrzeuge und Hubschrauber. Die Nato müsse sich aber insgesamt modernisieren, so Petříček. Das gelte vor allem im digitalen Bereich, sagte der Außenminister.

Tschechien plant 2019 den Baubeginn von 178 Autobahnkilometern

In Tschechien soll dieses Jahr der Bau oder der Ausbau von weiteren 178 Autobahnkilometern begonnen werden. Das längste Neubaustück sind dabei 40 Kilometer der D3 in Südböhmen, inklusive der Umfahrung von České Budějovice / Budweis. Zudem werden 71 Kilometer der Schlüsselverbindung D1 erneuert sowie der Bau von 12,6 Kilometern der D35 in Ostböhmen aufgenommen. Dies teilte das Verkehrsministerium mit.

Das Ressort steht schon seit längerem in der Kritik, beim Straßenbau nicht voranzukommen. Verkehrsminister Dan Ťok (parteilos) hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Nach einem Baustopp in den Jahren 2010 bis 2014 hätten viele Arbeiten erst einmal erneuert werden müssen, sagte der Minister.

Rechnungshof: massive Versäumnisse bei der Innovationsförderung

Das Wirtschaftsministerium hat bei der Verteilung von EU-Geldern im Rahmen der Innovationsförderung äußert ineffizient gearbeitet. Dies kritisierte der Rechnungshof in einem aktuellen Bericht, der am Montag öffentlich wurde. Demnach mussten Bewerber teils ein Jahr lang auf einen Bescheid warten, wobei insgesamt nur ein Zehntel der vorhandenen Fördergelder ausgezahlt wurde.

Tschechien stehen in der aktuellen Haushaltsperiode aus Brüssel 1,36 Milliarden Euro zur Förderung von Innovationen und Konkurrenzfähigkeit zu. Dass davon bisher nur 136 Millionen Euro aufgewendet wurde, ist bereits früher bei der Europäischen Kommission auf Kritik gestoßen.

Immer mehr Kinder mit Sprachproblemen in Tschechien

In Tschechien müssen sich immer mehr Kinder wegen Sprachfehlern von Logopäden behandeln lassen. Dies geht aus einer Aufstellung des medizinischen Statistikamtes hervor, die am Wochenende veröffentlicht wurde. Demnach gab es 2017 rund 26.000 Kinder mit einem nachweisbaren Sprachfehler mehr als noch zehn Jahre zuvor. Das Bildungsministerium geht sogar davon aus, dass sich die Zahl der Grundschüler mit Sprachdefiziten in den vergangenen zehn Jahren verdreifacht hat.

Insgesamt gingen im Jahr 2017 fast 157.000 Kinder zu einem Logopäden. Besonders weit verbreitet ist bei tschechischen Kindern die Dyslalie, also Probleme bei der Aussprache bestimmter Laute.

Zoo in Prag hilft bei Rettung des Titicaca-Riesenfrosches

Der Prager Zoo beteiligt sich an der Rettung des Titicaca-Riesenfrosches. Dabei sollen in nordamerikanischen und europäischen Tiergärten Ersatzpopulationen gezüchtet werden. Der Zoo in der tschechischen Hauptstadt erhielt nun 70 Exemplare des Frosches, wie die Presseagentur ČTK berichtete. Nur 20 sollen aber in Prag bleiben, der Rest wird weitergegeben, unter anderem an die Zoologischen Gärten in Wien und in Breslau.

Diese spezielle Riesenfroschart lebt nur im Titicacasee. Durch die Wasserverschmutzung ist sie vom Aussterben bedroht. Es sei der größte ausschließlich im Wasser lebende Frosch, sagte der Leiter des Prager Zoos, Miroslav Bobek. Der Titicaca-Riesenfrosch hat eine Kopf-Rumpf-Länge von über 20 Zentimetern. Er kann bis zu einem Kilogramm schwer werden.

Eisschnelllauf: Sáblíková holt Weltmeistertitel im Mehrkampf mit Rekord

Eisschnellläuferin Martina Sáblíková hat bei der Mehrkampf-WM im kanadischen Calgary auch über 5000 Meter brilliert und sich so den Weltmeistertitel gesichert. Die Tschechin kam mit einer Zeit von 6:42,01 ins Ziel und brach damit ihren eigenen Weltrekord aus Salt Lake City.

Nach einem holprigen Start in Calgary über 1500 Meter folgten für Sáblíková auf 3000 und 5000 zwei Weltrekorde und damit der Sieg in der Gesamtwertung. Für die 31-Jährige ist es der zweite große Erfolg in diesem Jahr nach WM-Gold über 3000 Meter in Inzell im Februar.

Das Wetter am Dienstag, 5. März

Am Dienstag ist es in Tschechien veränderlich bewölkt mit Schauern, die oberhalb 700 Metern in Schnee übergehen. Vereinzelt sind auch Gewitter möglich. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 6 bis 12 Grad Celsius. In Lagen um 1000 Meter wird maximal 1 Grad erreicht.

04-03-2019