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27-01-2019

Mathematik wird wohl erst ab 2021 Pflichtfach bei Abiturprüfung

Die Einführung der pflichtigen Abiturprüfung in Mathematik verschiebt sich wohl noch um ein weiteres Jahr. Nach neuestem Erkenntnisstand wird Mathe im Schuljahr 2021/22 in die Abi-Prüfung eingebaut, sagte Bildungsminister Robert Plaga (Ano) am Sonntag im Tschechischen Fernsehen (ČT). Ursprünglich war dieser Schritt für das Schuljahr 2020/21 geplant. Eine Entscheidung werde bald fallen, ergänzte Plaga vor dem Fernsehpublikum. Bis Ende Februar wolle er dazu auch eine Novelle zum Schulgesetz vorlegen, in der die Kapitel zum Staatsabitur ausgegliedert werden. Das neue Gesetz soll sich auf alle Schulen beziehen und somit allgemeiner verfasst werden, so der Minister.

Bisher ist Mathematik kein Pflichtfach bei der Abiturprüfung. Anstatt Analysis und Geometrie können die Abiturienten auch eine Fremdsprache als Fach wählen. Für Mathe entscheidet sich in der Regel nur ein Fünftel aller Prüflinge. Das Fach gilt als unbeliebt, weil die Durchfallquote ziemlich hoch ist.

CzechInvest verhandelt mit britischen Firmen über Nach-Brexit-Szenario

Die Staatsagentur CzechInvest verhandelt derzeit mit Dutzenden Firmen in Großbritannien über eine mögliche Verlagerung ihrer Aktivitäten nach Tschechien, sobald das Vereinigte Königreich aus der Europäischen Union ausgetreten ist. Es handelt sich dabei vor allem um Unternehmen aus der Automobilbranche und der elektrotechnischen Industrie, antwortete CzechInvest auf Nachfrage der Nachrichtenagentur ČTK.

Von Seiten britischer sowie in Großbritannien tätiger Firmen würden immer häufiger Fragen gestellt zum Thema Firmengründungen in Tschechien sowie über das allgemeine Investitions- und Unternehmensmilieu hierzulande. Mit einigen dieser Firmen, die erwägen, einen Teil ihrer Aktivitäten zu Standorten außerhalb Großbritanniens zu verlegen, führe man fortlaufende Verhandlungen, sagte der Sprecher von Czechinvest.

Sozialdemokraten laden Präsident Zeman zum Parteitag im März ein

Die tschechischen Sozialdemokraten (ČSSD) werden Präsident Miloš Zeman zu ihrem Parteitag im März einladen. Das gaben Parteichef Jan Hamáček und Vizechef Roman Onderka am Sonntag nach einer Sitzung des Parteipräsidiums bekannt. Nach Aussage von Präsidentensprecher Jiří Ovčáček werde sich das Staatsoberhaupt erst dann dazu äußern, wenn die schriftliche Einladung auf der Burg eingegangen ist.

Der Präsident wurde bereits zum Parteitag im Vorjahr eingeladen. Er ist erschienen und hat zu den Delegierten gesprochen. Vor zwei Jahren, als der damalige Premier Bohuslav Sobotka als Sozialdemokraten-Chef wiedergewählt wurde, hatte er keine Einladung erhalten.

Zeman war Mitglied der ČSSD von 1992 bis 2007, in den Jahren von 1993 bis 2002 war er sogar Parteivorsitzender. 2003 verließ er die Sozialdemokraten im Zorn, weil einige seiner Parteikollegen ihn bei der Präsidentenwahl offenbar nicht unterstützt hatten. Zeman verlor das Duell mit Václav Klaus (ODS), das damals noch durch die Stimmen der Parlamentarier entschieden wurde.

Regierung will 2019 für Staatsfeiern 55 Millionen Kronen ausgeben

Für die drei geschichtlichen Jahrestage, die es 2019 in Tschechien zu feiern gibt, will die Regierung nahezu 55 Millionen Kronen (fast 2,1 Millionen Euro) ausgeben. Die drei mehr oder minder runden Jubiläen sind der 20. Jahrestag seit dem Nato-Beitritt im März 1999, der 15. Jahrestag seit dem EU-Beitritt im Mai 2004 sowie die sogenannte Samtene Revolution vor 30 Jahren. Die politische Wende in der damaligen Tschechoslowakei wird am 17. November als Erneuerung der Demokratie begangen. Das Konzept der Feierlichkeiten knüpft an das Projekt „Gemeinsames Jahrhundert“ an, nach dem im vergangenen Jahr an 100 Jahre tschechische Staatlichkeit erinnert wurde.

Die Unterlagen zum diesjährigen Konzept unter dem Titel „30 Jahre Demokratie und Freiheit“ wird das Kabinett auf seiner Sitzung am Montag behandeln. Für die Feierlichkeiten im letzten Jahr, in dem auch der 50. Jahrestag der Okkupation der Tschechoslowakei begangen wurde, sind rund 400 Millionen Kronen (15,6 Millionen Euro) bereitgestellt worden.

Biathlon: Davidová Zweite im Massenstartrennen in Antholz

Die tschechische Biathletin Markéta Davidová hat im italienischen Antholz den zweiten Platz im Massenstartrennen belegt. Beim abschließenden Frauenwettbewerb der viertägigen Weltcup-Veranstaltung musste sie sich am Sonntag lediglich der deutschen Olympiasiegerin Laura Dahlmeier beugen. Davidová machte bei ihren 20 Schuss einen Fehler und ging nach dem zweiten Stehendschießen als Dritte auf die Schlussrunde. Mit einer starken Laufleistung konnte sie die Deutsche Vanessa Hinz noch auf Rang drei verdrängen, Dahlmeier hatte im Ziel 13,1 Sekunden Vorsprung.

Die 22-jährige Davidová hat nun binnen kurzer Zeit alle drei Stufen des Siegerpodests bestiegen. Zum Weltcup-Auftakt in Pokljuka wurde sie Dritte im Einzel, am Donnerstag hat sie in Antholz den Sprint gewonnen.

Eishockey: Pastrňák bei All Star Game der NHL treffsicherster Schütze

Eishockeyspieler David Pastrňák ist der treffsicherste Schütze der National Hockey League (NHL). Im Rahmen des All Star Games der Liga in San Jose wurden auch wieder mehrere Geschicklichkeitswettbewerbe ausgetragen. Und dabei gewann der 22-jährige Tscheche den Wettbewerb im Scheibenschießen. Zum Treffen der fünf im Gehäuse aufgehängten Scheiben benötigte Pastrňák nur 11,09 Sekunden. Auf Platz zwei folgte der kanadische Verteidiger Kris Letang aus Pittsburgh mit der Zeit von 12,693 Sekunden.

Beim All Star Game selbst war Pastrňák indes nicht so erfolgreich. Als Stürmer der Boston Bruins spielte er im Team der Atlantic Division, die ihr Halbfinalduell gegen die Metropolitan Division mit 4:7 verlor. Der Tscheche gab die Vorlagen zu zwei Toren seiner Mannschaft. Das Finale am Samstag gewann die Metropolitan Division mit 10:5 gegen die Central Division. David Pastrňák ist der erste Tscheche seit drei Jahren, der zu dieser Gala der NHL-Topstars auserwählt wurde. Im Jahr 2016 war Jaromír Jágr in Nashville dabei.

Das Wetter am Montag: wolkig mit etwas Schneefall, bis 5 Grad

Am Montag ist es in Tschechien überwiegend wolkig. Vereinzelt Schneeschauer, vor allem in den Gebirgen. Im Ostteil des Landes ist es stark bewölkt. Hier schneit es örtlich, am Abend lassen die Niederschläge nach. Unterhalb von 400 Metern fallen sie als Schneeregen oder Regen. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 1 bis 5 Grad Celsius. Es weht ein mäßiger Südwestwind.

27-01-2019