Täglicher Nachrichtenüberblick Täglicher Nachrichtenüberblick

Tschechien und Slowakei für Dialog im EU-Verfahren gegen Ungarn und Polen

Tschechien und die Slowakei bevorzugen einen Dialog in der Frage eines eventuellen EU-Verfahrens gegen Ungarn und Polen wegen einer angeblich ernsthaften Gefährdung der EU-Grundwerte und der Rechtsstaatsprinzipien. Darauf einigten die Außenminister Tschechiens und der Slowakei Tomáš Petříček (Sozialdemokraten) und Miroslav Lajčák am Freitag während ihres Treffens in Bratislava. Lajčák zufolge unterstützt das slowakische Außenministerium im Unterschied zum tschechischen Premier Andrej Babiš (Ano-Partei) den globalen UN-Migrationspakt.

Es sei notwendig, einen aktiven Dialog darüber zu führen, was in Polen und Ungarn geschehe, sagte Petříček auf einer Pressekonferenz in Bratislava. Wir würden es bevorzugen, dass sich die Situation insbesondere vor den Europawahlen nicht politisiert, so der tschechische Außenminister. Lajčák erklärte, die EU habe noch genügend Raum, um die Unklarheiten bezüglich Ungarn und Polen durch einen Dialog zu lösen.

Premier Babiš will Verkauf des Ostrauer Stahlwerks in Brüssel prüfen lassen

Premier Andrej Babiš (Partei Ano) will den Verkauf des Stahlwerks von ArcelorMittal im mährisch-schlesischen Ostrava / Ostrau von der Europäischen Kommission überprüfen lassen. Der tschechische Regierungschef habe bereits ein entsprechendes Schreiben an EU-Wettbewerbskommissarin Margarethe Vestager geschickt, berichtete die Presseagentur ČTK.

Das Stahlwerk soll an die britische Liberty House Group verkauft werden. Gegen die Transaktion haben sich bereits die Gewerkschaften der Hütte in Ostrau ausgesprochen. Premier Babiš äußert in seinem Brief ebenfalls Bedenken. Vor allem fehle der Liberty House Group seinen Informationen nach ein Investitionsplan, bemängelte der Ministerpräsident.

Arbeitsministerin: Frauen verdienen jährlich im Durchschnitt um 3100 Euro weniger als Männer

Frauen verdienen in Tschechien jährlich im Durchschnitt um Zehntausende Kronen weniger als Männer. Dies wirkt sich auf Kinder, Familien, Renten und die ganze Wirtschaft aus. Das sagte die Arbeits- und Sozialministerin Jana Maláčová (Sozialdemokraten) am Freitag anlässlich des internationalen Aktionstags für Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern.

Der Unterschied zwischen den Löhnen der Frauen und der Männer betrage 22 Prozent und sei der zweithöchste in der EU, so die Ministerin. Dies findet sie alarmierend. Maláčová hält familienfreundliche Maßnahmen für wirksam, um die Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern zu erreichen.

Vierter Reaktorblock im AKW Dukovany wieder am Netz

Der vierte Reaktorblock des Atomkraftwerks Dukovany in Südmähren ist seit Freitagmorgen wieder am Netz. Zwei Monate lang war er wegen einer Routinekontrolle abgeschaltet gewesen. Dabei seien ein Teil der Brennstäbe ausgetauscht worden und die Anlage überprüft worden, teilte ein Sprecher des AKW mit.

Dukovany ist das ältere der beiden tschechischen Atomkraftwerke. Es ist seit 1985 in Betrieb. Erst vor knapp einem Jahr wurde die Laufzeit für die Blöcke drei und vier auf unbestimmte Zeit verlängert. Umweltschützer halten den Kernreaktor für veraltet und fordern, ihn komplett abzuschalten.

Basketball: USK Prag gewinnt erneut in Euroleague der Frauen

Die Basketballspielerinnen von USK Prag haben den zweiten Sieg im zweiten Spiel der Euroleague eingefahren. Am Donnerstag gewannen sie beim italienischen Verein Famila Schio mit 69:50. Beste Werferin im Dress der Pragerinnen war die Amerikanerin Alyssa Thomas mit 17 Punkten.

Die erste Begegnung hatte USK Prag ebenfalls auswärts gewonnen, und zwar bei Nadezhda Orenburg. Mittwoch nächster Woche kommt es zum ersten Heimspiel, Gegner ist dann Tango Bourges aus Frankreich.

Fußball: Frauen von Slavia Prag stehen im Viertelfinale der Champions League

Slavia Prag haben zum zweiten Mal in der Folge und zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte das Viertelfinale der Champions League der Frauen erreicht. Den Fußballspielerinnen genügte am Donnerstag im Achtelfinalrückspiel gegen den schwedischen Klub FC Rosengård ein torloses Unentschieden vor eigenem Publikum. Das Hinspiel hatten die Slavia-Spielerinnen mit 3:2 gewonnen.

Die Fußballerrinnen hätten perfekt taktisch gespielt, sagte der Trainer von Slavia Prag Pavel Medynský. Es sei glänzend, dass Slavia in der Lage sei, das Viertelfinale zu erreichen, sagte der Trainer.

Das Wetter am Samstag, 3. November

Am Samstag ist es in Tschechien stark bewölkt, in Mähren und in Schlesien mit Regen. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 9 bis 13 Grad Celsius, in Südostmähren bei 16 Grad Celsius. In Lagen um 1000 Meter werden 8 Grad Celsius, in den Beskiden 12 Grad Celsius erreicht.