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Ausrufung der Republik vor 100 Jahren wird in Tschechien gefeiert

In Tschechien wird am Sonntag mit zahlreichen Veranstaltungen an die Entstehung der Tschechoslowakei vor 100 Jahren erinnert. Es finden mehrere Konzerte und Ausstellungen statt. Auf dem Friedhof in Lány bei Prag haben viele Menschen Blumen am Grab von Präsident Tomáš Garrigue Masaryk niedergelegt. Im Museum in Lány wurde eine neue Dauerausstellung über das Vermächtnis von Masaryk eröffnet. In Prag wurde eine große Militärparade veranstaltet. Gefeiert wurde auch in anderen Städten. In Ostrava / Ostrau wurde ein Festgottesdienst zelebriert. Mehr als 1000 Menschen nutzten die Gelegenheit, sich das Gebäude des Kreisamtes anzuschauen. In Hradec Králové / Königgrätz wurden Konzerte organisiert. Das Programm wurde mit einem Feuerwerk beendet.

Die Feierlichkeiten werden mit der Verleihung von Staatsauszeichnungen auf der Prager Burg beendet.

Babiš spricht mit US-Verteidigungsminister Mattis über Verteidigungsbudget

Der tschechische Premier Andrej Babiš (Ano-Partei) hat am Sonntag in Prag US-Verteidigungsminister James Mattis empfangen. Thema der Gespräche waren die Aufstockung des tschechischen Verteidigungsbudgets und der gegenseitige Handel. Der Premier räumte ein, dass auch Militäraufträge diskutiert wurden. Die Tschechische Armee hat vor bald neue Hubschrauber, Radare und Kampffahrzeuge für Infanterie zu kaufen. Erwähnt wurde auch der mögliche Ausbau neuer Atomkraftblöcke.

Mattis brachte seine tiefe Anteilnahme im Zusammenhang mit dem Tod tschechischer Soldaten in Afghanistan in diesem Jahr zum Ausdruck. Er würdigte die Tatsache, dass Tschechien seine Verpflichtungen im Bereich der internationalen Sicherheit erfüllt, unter anderem mit dem Einsatz in Afghanistan.

Babiš sagte nach dem Treffen mit Mattis, er halte den von den USA geplanten Ausstieg aus dem INF-Vertrag für eine schlechte Nachricht. Der Premier brachte den Wunsch zum Ausdruck, dass sich die Beziehungen zwischen den USA und Russland verbessern.

Militärparade in Prag

Bei einer Militärparade wurde am Sonntag in Prag an die Entstehung der Tschechoslowakei vor 100 Jahren erinnert. An der Militärparade, die in der Straße Evropská stattfand, nahmen neben Soldaten auch Polizisten und Feuerwehrleute teil. Insgesamt stellten sich mehr als 2100 Menschen vor. Gezeigt wurden Hunderte Stück Militärtechnik. Wegen schlechten Wetters flogen nur die Gripen über Prag, die nicht zu sehen waren, und einige der Militärhubschrauber. Eröffnet wurde die Militärparade von Staatspräsident Miloš Zeman, der der Oberbefehlshaber der Streitkräfte ist. In seiner Ansprache erinnerte er an den Einsatz tschechischer Soldaten im Kampf gegen Terrorismus.

Auf der Zuschauertribüne saßen rund 1500 Gäste, darunter der US-Verteidigungsminister James Mattis und der slowakische Premier Peter Pellegrini. Eine Militärparade fand in der modernen Geschichte der Tschechischen Republik erst zum zweiten Mal. Zum ersten Mal wurde sie vor zehn Jahren veranstaltet.

Staatspräsidenten Tschechiens und der Slowakei erinnerten auf dem Prager Vítkov an die Gründung der Tschechoslowakei

Tschechische und slowakische Politiker, Armeevertreter und Kriegsveteranen haben am Sonntag vor der Nationalen Gedenkstätte auf dem Prager Vítkov an die Entstehung der Tschechoslowakei vor 100 Jahren erinnert. Der tschechische Staatspräsident Miloš Zeman und sein slowakischer Amtskollege Andrej Kiska legten Kränze vor der Gedenkstätte nieder. An der Zeremonie nahmen auch die Premierminister Tschechiens und der Slowakei, Andrej Babiš (Ano-Partei) und Peter Pellegrini teil. Mit einer Gedenkminute ehrten alle das Andenken der Soldaten, die im Kampf für die Freiheit und Unabhängigkeit gefallen sind.

Der slowakische Staatspräsident Andrej Kiska legte am Sonntagmorgen Kränze am Denkmal des Mitbegründers der Tschechoslowakei, Milan Rastislav Štefánik, in Bratislava nieder. Kiska wird am Sonntag Blumen am Grab von Präsident Tomáš Garrigue Masaryk in Lány bei Prag niederlegen. Am Sonntagabend wird er an der Verleihung der Staatsauszeichnungen auf der Prager Burg teilnehmen.

Umzug der Monarchisten fand in Prag statt

Auf dem Prager Wenzelsplatz begann am Sonntagnachmittag der sogenannte „Marsch für Monarchie“. Den Umzug wurde von der monarchistischen Partei Böhmens, Mährens und Schlesiens Koruna česká organisiert. Hunderte von Menschen begaben sich zum Altstädter Ring und von dort aus weiterhin auf die Prager Burg. Mehrere von den Teilnehmern hatten Fahnen und Transparente mit, auf denen stand „Der König stirbt nie“.

Vor dem Umzug stellten die Vertreter der Partei deren Manifest von 2018. Die Partei entstand 1990 als eine royalistische Bewegung. Diese knüpfte an die Aktivitäten der Oppositionsgruppierung České děti aus der Zeit vor der Wende von 1989 an.

Tennis: Krejčíková und Siniaková scheitern im Doppel-Finale bei WTA-Finals

Die tschechischen Tennisspielerinnen Barbora Krejčíková und Kateřina Siniaková haben den Titel bei den WTA-Finals nicht gewonnen. Sie unterlagen am Sonntag in Singapur dem ungarisch-französischen Duo Timea Babos und Kristina Mladenovic mit 4:6 und 5:7.

Trotz der Niederlage in Singapur führen die 22-jährigen Tschechinnen auch weiterhin die WTA-Rangliste im Doppel.

Das Wetter am Montag, 29. Oktober

In Tschechien ist es am Montag bewölkt, im östlichen Teil des Landes mit Regeschauern. Im Tagesverlauf klart es auf. Die Tageshöchsttemperaturen erreichen 16 bis 20 Grad Celsius, in Westböhmen 12 bis 16 Grad Celsius. In Lagen um 1000 Meter werden 10 Grad Celsius erreicht.