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Expertenteam des Präsidenten unterstützt Atomkraft

In Tschechien soll die Atomkraft weiter verwendet und gefördert werden. Zu diesem Schluss kam das Beraterteam für Energiefragen von Staatspräsident Miloš Zeman nach seiner Sitzung am Samstag, wie Präsidentensprecher Jiri Ovčáček mitteilte. Außerdem sollten laut den Experten die Grenzen für den Kohleabbau nach oben korrigiert werden.

Tschechien will auch weiterhin an der Atomkraft als Stromquelle festhalten. Derzeit wird über den Ausbau des Kernkraftwerks Temelín in Südböhmen verhandelt.

Sozialdemokraten: Parteiführung steht weiter hinter Hamáček

Parteichef Jan Hamáček trotz der desaströsen Ergebnisse bei den vergangenen Wahlen genießt auch weiterhin das Vertrauen seiner Sozialdemokraten. Die Parteiführung hatte sich bei einer Sitzung am Samstag in Hradec Králové / Königgrätz klar hinter ihren Chef gestellt, der zuvor um das Vertrauen der Parteispitzen gebeten hatte. Dies hatte ebenso Parteivize Jiří Zimola getan, über ihn wurde vorerst aber nicht abgestimmt.

Bei den Wahlen zum Senat und den Gemeindevertretungen hat die Regierungspartei ein historisch schlechtes Wahlergebnis eingefahren. So büßten die Sozialdemokraten ganze zehn Sitze im Oberhaus des tschechischen Parlaments ein und verloren so die Mehrheit in dieser Kammer.

Gebühr für Beschwerden gegen Infrastrukturprojekte geplant

Das Verkehrsministerium will Gegner von großen Infrastrukturprojekten in Tschechien zur Kasse bitten. Einen entsprechenden Plan stellte Ressortchef Dan Ťok (parteilos) am Samstag auf dem Nachrichtenportal idnes.cz vor. Demnach müssten beispielsweise Aktivisten bei einer Beschwerde gegen den Bau einer Autobahn eine Gebühr von 50.000 Kronen (2000 Euro) entrichten. Diese könnte bei Erfolg des Antrags jedoch zurückerstattet werden, so Ťok.

In der Vergangenheit verzögerten sich Infrastrukturprojekte durch sogenannte Flächenbeschwerden gegen die geplante Bebauung massiv. Ein Beispiel hierfür ist die Autobahn D8 von Prag in Richtung Dresden.

Ministerium erwägt Verbot von Zirkustieren

Die Haltung und Dressur von exotischen Tieren in tschechischen Zirkussen könnte bald verboten werden. Dies gab das Landwirtschaftsministerium am Freitag in einer Stellungnahme bekannt. Das Ressort will dabei einer Petition von Tierschützern folgen, die rund 14.000 Menschen unterzeichnet haben. Die aktivisten argumentieren vor allem mit der Tierquälerei bei der Abrichtung und Haltung der Tiere. Zirkusbetreiber hatten den Vorschlag bereits als massiven Eingriff in das freie Unternehmertum bezeichnet.

Die Haltung von exotischen Tieren ist seit einiger Zeit ein Streitthema in Tschechien, und das nicht nur wegen der Frage von artgerechter Tierhaltung und Tierquälerei. In diesem Sommer waren beispielsweise Tiger aus privat betriebenen Zoos entflohen.

Weniger Drogentote in Tschechien

In Tschechien sind im vergangenen Jahr 92 Menschen an einer Überdosis gestorben, das sind zwei weniger als noch 2016. Dies geht aus einer Statistik des Gesundheits-Statistikamtes hervor, die am Samstag vorgestellt wurde. Weitere 128 Menschen sind unter Einwirkung von Drogen oder Medikamenten auf andere Weise ums Leben gekommen, 25 Personen haben mit Medikamenten Selbstmord begangen.

Die Zahl der Drogentoten in Tschechien ist eine der niedrigsten in der EU. Dennoch gilt das Land als Paradies für illegale Rauschmittel, vor allem Crystal Meth.

Zahlreiche Veranstaltungen zum Internationalen Tag der Archäologie

Mit zahlreichen Aktionen feiern Museen und wissenschaftliche Einrichtungen in Tschechien den internationalen Tag der Archäologie. Insgesamt sind rund 80 Veranstaltungen an 50 archäologischen Fundstätten oder verschiedenen Instituten geplant. Die Feierlichkeiten stehen in diesem Jahr ganz im Zeichen des 150. Geburtstags von Josef Antonín Jíra, des Begründers der Archäologie auf dem Gebiet des heutigen Tschechien.

Das erste Mal fand der internationale Tag der Archäologie 2011 in den USA statt, bereits 2013 schlossen sich weitere Länder an. In Tschechien präsentieren sich die Archäologen seit 2014.

Das Wetter am Sonntag, 21. Oktober

Am Sonntag ist es teils heiter, teils bewölkt in Tschechien, nur im äußersten Nordosten ist mit Regen zu rechnen. Die Tageshöchsttemperaturen liegeb bei 10 bis 13 Grad Celsius, im Westen steigt das Thermometer sogar auf 15 Grad.