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100 Tage Regierung: Premier lobt die Arbeit seines Kabinetts

Premier Andrej Babiš (Ano) hat in einer 100-Tage-Bilanz seiner Regierung die Arbeit des Kabinetts gelobt. Die Minderheitsregierung der Partei Ano und der Sozialdemokraten könne Ergebnisse ihrer Arbeit aufweisen, sagte er vor Journalisten am Donnerstag in Prag. Als Erfolge hob er unter anderem den Staatshaushalt für 2019, eine differenzierte Gehältersteigerung und den Rentenanstieg hervor.

Der Parteichef der Sozialdemokraten Jan Hamáček äußerte am Donnerstag in Prag, die Entscheidung seiner Partei, sich an der Regierung zu beteiligen, sei richtig gewesen. Durch den Koalitionsvertrag sei die neunmonatige Zeit der Unstabilität nach der Abgeordnetenwahl zu Ende gegangen, so Hamáček.

Die Opposition hat in einer Umfrage der Presseagentur ČTK zu 100 Tagen Kabinett Babiš unter anderem die Nichtbesetzung des Außenministerpostens und das Haushaltsdefizit kritisiert. Das Koalitionskabinett unter Andrej Babiš wurde am 27. Juni ernannt.

Staatspräsident Mazedoniens besucht Prag

Der Staatspräsident Mazedoniens Gjorge Ivanov ist am Donnerstag zu einem offiziellen Besuch nach Tschechien eingetroffen. In Prag begegnete er zuerst seinem tschechischen Amtskollegen Miloš Zeman. Das Thema des Gesprächs war unter anderem die Möglichkeit, Arbeitskräfte aus Mazedonien nach Tschechien zu holen. Zeman sagte, Tschechien unterstütze den Beitritt Mazedoniens zur EU und zur Nato. Ivanov dankte Tschechien für die Hilfe im Zusammenhang mit der Migrationskrise. Der mazedonische Staatspräsident erklärte, die EU verhalte sich zu Mazedonien unfair und wende zweierlei Standards für das Land an, dass für andere Länder nicht genutzt worden seien. Die beiden Staatsoberhäupter sprachen auch über die Folgen des Volksreferendums über die Änderung des Namens des Staates, das am Wochenende in Mazedonien durchgeführt wurde. Die Mehrheit sprach sich für eine Änderung des Namens aus, das Resultat ist jedoch ungültig, weil das erforderliche Quorum von 50 Prozent verfehlt wurde.

Ivanov wird auch mit Premier Andrej Babiš (Ano) und Vertretern des Parlaments zusammentreffen.

Forbes: Kellner bleibt reichster Tscheche, Babiš auf Platz zwei

Der Unternehmer Petr Kellner ist weiter reichster Mann in Tschechien. Dies geht aus der neuen Liste des Magazins Forbes hervor. Der Chef der Investment-Gruppe PPF verfügt über ein Vermögen von 310 Milliarden Kronen (über 12 Milliarden Euro).

Premier Andrej Babiš bleibt wie im Vorjahr auf Platz zwei. Er kommt auf 75 Milliarden Kronen (2,9Milliarden Euro). Sein Vermögen ist im Vergleich zum vergangenen Jahr um 13 Milliarden Kronen (über 500 Millionen Euro) geschrumpft.

Tschechien plant höhere Förderung für ausländische Dreharbeiten

Ausländische Filmstäbe haben im vergangenen Jahr in Tschechien mehr als fünf Milliarden Kronen (194 Millionen Euro) ausgegeben. Hintergrund ist, dass der tschechische Staat Filmemachern aus anderen Ländern bis zu 20 Prozent ihrer Kosten erstattet. Der Staatsfonds für Kinematographie möchte den Anteil der Kostenerstattung auf 25 Prozent erhöhen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, wie seine Leiterin Helena Bezděk Fraňková mitteilte. Die Idee wurde bereits im Sommer von Kulturminister Antonín Staněk (Sozialdemokraten) unterstützt.

Zu den Filmproduktionen, die im vergangenen Jahr in Tschechien gedreht wurden, gehören zum Beispiel der die Serien Knightfall und Carnival Row.

Gespannte Situation im Institut für Robotik

Die gespannte Lage im Institut für Informatik, Robotik und Kybernetik (CIIRC) der Tschechischen Technischen Universität in Prag (ČVUT) gefährdet ein wichtiges Projekt und die tschechisch-deutsche Zusammenarbeit. Das sagte der ehemalige Leiter des Instituts Vladimír Mařík am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur ČTK. Seinen Worten zufolge hat der Rektor der Universität Vojtěch Petráček noch keine Lösung des Streits gefunden. Der Rektor berief Mařík vom Posten des Institutsleiters im Juni mit der Begründung ab, dass er zur gegenseitigen Zusammenarbeit der Fakultäten und Institute der Universität nicht beitrage. Mařík und seine Anhänger bezeichneten die Abberufung als eine Vergeltung für Maříks wenig lobende Worte über die Universität, die er im Tschechischen Fernsehen gesagt hat. Die Mitarbeiter des Instituts haben gegen die Abberufung des Leiters protestiert.

Premier Andrej Babiš (Ano-Partei) hat die Technische Universität wegen der gespannten Lage am Donnerstag besucht.

Tschechische Philharmonie feiert 100. Gründungstag der Tschechoslowakei

Die Tschechische Philharmonie hat am Mittwochabend im Konzerthaus Rudolfinum mit einem Sonderkonzert den 100. Gründungstag der Tschechoslowakei gefeiert. Das Orchester spielte unter der Leitung seines neuen Chefdirigenten Semjon Bytschkow.

Auf dem Programm standen unter anderem das Doppelkonzert für 2 Streichorchester, Klavier und Pauken von Bohuslav Martinů mit den Solisten Ivo Kahánek und Michael Kroutil und die Symphonie aus der Neuen Welt von Antonín Dvořák.

Das Wetter am Freitag, den 5. Oktober

Am Freitag ist es in Tschechien heiter. In der Früh ist es vereinzelt neblig. Die Tageshöchsttemperaturen erreichen 16 bis 20 Grad Celsius.