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Hamáček lässt Aufnahme syrischer Kriegswaisen zu

Tschechien könnte ohne weiteres 50 syrische Kriegswaisen aufnehmen. Dies bestätigte via Twitter der tschechische Innenminister und Interims-Chefdiplomat Jan Hamáček am Samstag.

Der Sozialdemokrat reagierte mit seiner Aussage auf ein Interview von Premier Andrej Babiš (Partei Ano) mit der Zeitung Právo. Darin lehnte der Regierungschef wiederholt die Aufnahme von Kreigsflüchtlingen ab, auch wenn es sich um Kinder handeln sollte.

Innenminister: in diesem Jahr nur wenige illegale Migranten aufgegriffen

In diesem Jahr hat die tschechische Polizei bisher 130 illegale Migranten aufgegriffen. Die Zahl gab Innenminister Jan Hamáček beim Besuch einer Polzeidienststelle im westböhmischen Cheb / Eger bekannt. Die geringe Zahl an illegalen Genzübertritten zeige, dass Tschechien weder Ziel noch bedeutendes Transitland für Migranten und Flüchtlinge sei, so der Sozialdemokrat vor Journalisten.

Hamáček betonte, dass die Zahlen seit Ausbruch der Migrantionskrise im Jahr 2015 massiv zurückgegangen seien. Damals waren laut dem Inneminister rund 3000 illegale Grenzübertritte registriert worden. Heute wie damals kämen die meisten Flüchtlinge und Migranten aus dem Nahen Osten und den Staaten der ehemaligen Sowjetunion.

Afghanistan: Tschechen nicht mehr an vorderster Front

Laut Erkenntnissen der Tageszeitung Právo sollen tschechische Soldaten bei Einsätzen in Afghanistan nicht mehr an vorderster Front stehen. Dies bestätigte gegenüber dem Blatt der Operationsleiter der tschechischen Einheiten am Stützpunkt Bagram. Tschechische Soldaten sollen nunmehr unterstützend tätig sein, heißt es.

Hintergrund ist ein tödliches Attentat, bei dem Anfang August drei tschechische Soldaten ums Leben gekommen waren. Sie wurden bei einem Einsatz nahe Bagram Opfer eines Selbsstmordbombers.

Teplice: erstes Urteil wegen Hasskommentaren gegen Erstklässler

Das Kreisgericht im Westböhmischen Tachov / Tachau hat eine Frau wegen Hasskommentaren gegen dunkelhäutige Erstklässler in einer Teplitzer Schule zu einer Haftstrafe von anderthalb Jahren auf Bewährung und eine Geldstrafe von 20.000 Kronen (800 Euro) verurteilt. Dies berichtete das Tschechische Fernsehen am Freitag. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Im Herbst vergangenen Jahres haben rassistische Hasskommentare gegen Grundschüler aus Teplice / Teplitz für Wirbel gesorgt, nachdem die Schule ein Foto einer ersten Klasse in einer Lokalzeitung veröffentlicht hatte, der viele Schüler aus der Roma-Minderheit und mit Migrationshintergrund angehören.

Dolní Němčí zum Dorf des Jahres gekürt

Die 3000-Seelen-Gemeinde Dolní Němčí im Kreis Zlín ist das Dorf des Jahres 2018. Das Ergebnis des Wettbewerbs gab die Jury am Samstag im ostmährischen Luhačovice bekannt. Den zweiten Platz belegte Šumvald im Kreis Olomouc / Olmütz, gefolgt von Nový Kostel im Karlsbader Kreis. Insgesamt haben sich in diesem Jahr 228 Ortschaften um den Titel beworben.

Der Titel Dorf des Jahres wird seit 1995 vergeben. Im vergangenen Jahr wurde das Dorf Heřmanov im Kreis Böhmisch-mährische Höhe ausgezeichnet.

Tschechische und deutsche Autoren bei Literatur im Park

Wie in jedem Jahr lädt das Prager Literaturhaus deutschsprachiger Autoren an diesem Sonntag wieder Schriftsteller aus Tschechien, Österreich und Deutschland zu „Literatur im Park“. Im Prague Central Camp im Prager Stadtteil Žižkov werden unter anderem die Literaten Irena Dousková, Marek Toman, Ptera Piuk und viele weitere erwartet.

Begleitet wird „Literatur im Park“ auch musikalisch, diesmal von der Prager Band Jazz Khonspiracy. Das Festival findet auf Deutsch und auf Tschechisch statt, es wird gedolmetscht.

Das Wetter am Sonntag, 16. September

Nach Auflösung von Frühnebelfeldern ist es am Sonntag teils heiter, teils bewölkt in Tschechien. Vor allem im äußersten Osten und Westen des Landes kann man sich auf viel Sonnenschein freuen. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 22 bis 24 Grad Celsius.