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Synthetisches Cannabis: 19 Menschen in Ostrau vergiftet

Insgesamt 19 Menschen haben sich in Ostrava / Ostrau bei der Einnahme von synthetischem Cannabis vergiftet. Ein Mann sei an den Folgen gestorben. Dies teilte eine Sprecherin der Polizei in der mährisch-schlesischen Stadt am Donnerstagmorgen mit. Die Strafverfolgungsbehörden ermitteln wegen der Verbreitung des gefährlichen Rauschgiftes gegen vier Personen. Ihnen drohen bis zu fünf Jahre Haft.

Synthetisches Cannabis besteht aus getrockneten Kräutern, die mit einem chemischen Stoff besprüht werden. Dieser Stoff enthält im Labor hergestellte Cannabinoide, die die psychoaktive Wirkung von herkömmlichem Marihuana imitieren.

Das Derivat soll den bisherigen Informationen nach in Ostrau von einer obdachlosen Frau in einer Mülltonne gefunden worden sein. Sie habe aus der Tonne eine der sechs Schachteln entnommen, in denen 500 Beutel des synthetischen Cannabis verpackt gewesen seien. Seitdem befürchtet die Polizei, dass noch mehr von der gefährlichen Droge im Umlauf ist.

Tschechische Abgeordnete streiten über Rechtsstaatsverfahren gegen Ungarn

Tschechische Abgeordnete haben sich am Donnerstag über das Rechtsstaatsverfahren gegen Ungarn gestritten. Der Vorsitzende des Abgeordnetenhauses, Radek Vondráček, distanzierte sich dabei vom Abstimmungsverhalten seiner Parteikollegen von der Ano im Europaparlament. Diese hatten am Mittwoch in Straßburg dafür votiert, gegen Ungarn ein Strafverfahren wegen Verletzung der EU-Grundwerte einzuleiten.

Der Fraktionsvorsitzende Jan Farský vom Bürgermeister-Zusammenschluss Stan verteidigte hingegen die Entscheidung. Man habe abgewogen und im richtigen Sinn abgestimmt, so Farský. Kritik am Verfahren gegen Ungarn äußerten hingegen vor allem Politiker der Bürgerdemokraten und der Partei „Freiheit und direkte Demokratie“.

Eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Europaparlament stimmte am Mittwoch für ein Rechtsstaatsverfahren, das im äußersten Fall zum Entzug der Stimmrechte im Ministerrat führen könnte. Nun muss sich der Rat der Mitgliedsländer mit dem Fall befassen. Für die Auslösung des Verfahrens stimmten 448 Abgeordnete, 197 waren dagegen, 48 enthielten sich.

Registrierkassenpflicht bringt Staatskasse 11,7 Milliarden Kronen

Die Registrierkassenpflicht dürfte bis Ende des Jahres insgesamt 11,7 Milliarden Kronen (460 Millionen Euro) in die Staatskasse gebracht haben. Dies teilte Finanzministerin Alena Schillerová (parteilos) am Donnerstag in Prag mit. Das Ergebnis bedeute einen Erfolg, sagte die Ressortleiterin. Die ursprünglichen Schätzungen hätten zwar leicht höher gelegen, doch sei man da von der dritten und vierten Welle der Registrierkassenpflicht noch in diesem Jahr ausgegangen, sagte Schillerová.

Die Registrierkassenpflicht ist eine Idee des heutigen Premiers Andrej Babiš (Partei Ano). Sie wurde im Dezember 2016 zunächst für Gastbetriebe und Restaurants eingeführt, im März 2017 auch für den Einzel- und Großhandel. Für die Unternehmer bedeutet dies, dass sie alle ihre Umsätze über eine elektronische Registrierkasse abrechnen. Die Kassen sind dabei online mit dem Finanzministerium verbunden. Damit soll Mehrwertsteuerbetrug verhindert werden.

Noch nicht geklärt ist, wann die dritte und vierte Phase der Registrierkassenpflicht anläuft. Bei ihr sollen Gewerbetreibende und Handwerker hinzukommen.

Autohersteller Škoda plant Verkaufssteigerung in Tschechien

Der Autohersteller Škoda plant, seine Verkaufszahlen in Tschechien für dieses Jahr zu erhöhen. Insgesamt wolle man 90.000 Wagen auf dem heimischen Markt absetzen, gab die VW-Tochter bekannt. Im vergangenen Jahr verkaufte Škoda hierzulande über 84.000 Autos.

Insgesamt werden pro Jahr in Tschechien 270.000 Neuwagen abgesetzt. Den größten Anteil daran hat Škoda mit einem Drittel der Gesamtzahl.

Film: Tschechien bewirbt sich mit Roadmovie um den Oscar

Mit einem Roadmovie bewirbt sich Tschechien um den Oscar für den besten fremdsprachigen Film. Der Streifen „Všechno bude“ (Alles wird) von Regisseur Olmo Omerzu machte das Rennen unter insgesamt 21 Bewerbern. Dies gab die Tschechische Film- und Fernsehakademie am Donnerstag bekannt.

„Všechno bude“ ist eine tschechisch-slowenisch-slowakisch-polnische Koproduktion. Im Mittelpunkt stehen zwei 13-jährige Jungs, die in einem gestohlenen Auto durch ganz Tschechien fahren. Das ungewöhnliche Roadmovie geht auf eine Polizeimeldung zurück. Demnach stoppten Beamte vor einiger Zeit einen 13-jährigen Jugendlichen in einem Auto.

Meteorologen: Sommer dieses Jahres der wärmste seit 1961

Der diesjährige Sommer war zusammen mit dem des Jahres 2003 der wärmste seit 1961 in Tschechien. Vor 57 Jahren haben die Meteorologen hierzulande mit ihren regelmäßigen Wetteraufzeichnungen begonnen.

Die durchschnittliche Temperatur für Juni, Juli und August lag in diesem Jahr bei 19,3 Grad Celsius. Das waren 2,3 Grad mehr als der Durchschnittswert zwischen 1981 und 2010. Dieser Wert wurde auch vor 15 Jahren erreicht.

Das Wetter am Freitag, 14. September

Am Freitag ist es in Tschechien zunächst meist stark bewölkt mit gelegentlichem Regen oder Schauern, vereinzelt auch Gewittern. Im Laufe des Tages lockern dann von Westen her die Wolken auf, und nur noch vereinzelt sind Niederschläge möglich. Es ist kühler als zuletzt bei Tageshöchsttemperaturen zwischen 16 und 22 Grad Celsius.