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Premier Babiš lobt Aussagen von Heiko Maas zur EU-Flüchtlingspolitik

Premier Andrej Babiš (Partei Ano) hat im Vorfeld seiner Deutschlandreise die Aussagen von Bundesaußenminister Heiko Maas zur europäischen Flüchtlingspolitik gelobt. Dieser hatte in einem Interview für die „Bild am Sonntag“ gesagt, dass kein EU-Mitgliedsstaat zur Aufnahme von Flüchtlingen gezwungen werden sollte.

In einer Talkshow beim privaten TV-Sender „Prima“ betonte Babiš am Sonntag, Tschechien verhalte sich im Bereich Migration solidarisch. Seit 2015 habe man insgesamt 2,1 Milliarden Kronen (82 Millionen Euro) an Länder überwiesen, die mit den Flüchtlingsströmen kämpften, so der tschechische Regierungschef.

Maas sagte der „Bild am Sonntag“, die Migrationsfrage dürfe nicht weiter zum Spaltpilz in Europa werden. Der SPD-Politiker schlug stattdessen vor: „Wer keine Flüchtlinge aufnehmen will, muss an anderer Stelle Verantwortung übernehmen. Zum Beispiel bei der Bekämpfung der Fluchtursachen in Afrika.“

Nachrichtendienst warnt vor Einfluss von paramilitärischen Gruppen

Der Inlandsnachrichtendienst BIS warnt vor dem wachsenden Einfluss von paramilitärischen Gruppen in Tschechien. Dies berichtete das Nachrichtenportal idnes.cz am Sonntag. Demnach versuchten diese Organisationen, Beziehungen staatlichen Organisationen und Polizisten aufzubauen. Insgesamt sollen rund 2000 Menschen hierzulande paramilitärischen Einheiten angehören.

Das Innenministerium hat einige der „Heimwehr“ genannten paramilitärischen Organisationen im letzten Extremismus-Bericht als xenophob, rassistisch und gegen Nato und EU gerichtet bezeichnet. Ihre ideologische Ausrichtung würden sie jedoch mit dem Begriff „Wehrkunde“ versuchen zu kaschieren.

Wie idnes.cz schrieb, lernen die Mitglieder der paramilitärischen Gruppen unter anderem den Umgang mit Pistolen und Messern. Nicht selten würden die Mitglieder glauben, dass sie Tschechien vor einer Flüchtlingsinvasion bewahren müssten.

Premier Babiš: Sozialdemokrat Poche wird nicht Außenminister

Laut Premier Andrej Babiš (Partei Ano) wird der Sozialdemokrat Miroslav Poche nicht Außenminister. Poches Arbeit als politischer Staatssekretär am Außenministerium sei sehr negativ, sagte der Regierungschef am Sonntag bei einer Fernsehtalkshow. Deswegen sei klar, dass der frühere Europaabgeordnete nicht das Ressort übernehmen könne.

Poche ist Kandidat der Sozialdemokraten für den Posten des Außenministers. Da Staatspräsident Miloš Zeman seine Ernennung jedoch ablehnt, führt derzeit Sozialdemokraten-Chef und Innenminister Jan Hamáček übergangsweise das Auswärtige Amt. Am Freitag bekräftigte Hamáček, dass Poche weiter Kandidat für den Ministerposten sei. Eine Lösung des Streits strebt der kleinere Koalitionspartner aber erst nach den Kommunalwahlen gegen Mitte Oktober an.

Gehälter von Bürgermeistern könnten steigen

Die Gehälter von Mitgliedern der Gemeindeversammlungen und Kreisparlamente sowie von Bürgermeistern könnten in Tschechien im kommenden Jahr um sieben Prozent steigen. Dies sieht ein Vorschlag vor, der bei der Kabinettssitzung am Dienstag kommender Woche behandelt werden soll.

Die Bezahlung von Bürgermeistern hängt von der Größe der Gemeinde ab. Die Spannweite reicht derzeit von rund 39.000 Kronen (1530 Euro) brutto im Monat bis zu über 111.000 Kronen (4350 Euro) im Falle der Oberbürgermeister der tschechischen Großstädte.

Drittwärmster August seit 1961 in Tschechien

Der vergangene Monat war in Tschechien der drittwärmste August seit 1961. Die Durchschnittstemperatur lag bei 20,6 Grad Celsius, wie das Hydrometeorologische Institut am Sonntag bekanntgab.

Demnach waren nur die Jahre 1992 mit einem Schnitt von 20,8 Grad Celsius und 2015 mit durchschnittlich 21,3 Grad noch wärmer als der August dieses Jahres.

Fußball: Slavia Prag erobert nach Sieg im Spitzenspiel die Tabellenspitze

Slavia Prag hat Tabellenführer Viktoria Pilsen gestürzt und die Führung in der ersten tschechischen Fußballliga übernommen. Die Hauptstädter gewannen am Samstagabend das Spitzenspiel gegen Plzeň / Pilsen deutlich mit 4:0. Slavia ist damit punktgleich mit dem amtierenden Meister aus Westböhmen, hat aber die bessere Tordifferenz.

Slavias Treffer erzielten die Mittelfeldspieler Tomáš Souček (3. und 91. Minute), Miroslav Stoch (40. Minute, Elfmeter-Nachschuss) und Jaromír Zmrhal (71.). In der 38. Minute wurde der Pilsner Kapitän und frühere Bundesligaspieler Roman Hubník vom Platz gestellt. Wegen eines Fouls im Strafraum und anschließender Proteste sah der Verteidiger in kurzer Folge die Gelb-Rote-Karte.

Das Wetter am Montag, 3. September

Am Montag ist es in Tschechien meist stark bewölkt oder bedeckt, mit Regen oder Schauern, vereinzelt auch Gewittern. Im Norden und Nordosten sind im Laufe des Tages auch sonnige Abschnitte möglich. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 18 bis 23 Grad Celsius, im Norden und Osten bei geringer Bewölkung sind auch 25 Grad Celsius möglich.