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Getötete tschechische Soldaten werden nach Tschechien zurückgebracht

Die in Afghanistan bei einem Selbstmordanschlag getöteten drei tschechischen Soldaten werden am Mittwoch in ihre Heimat zurückgebracht. Das Armeeflugzeug mit den Särgen soll am Nachmittag auf dem Prager Flughafen Ruzyně landen. Zu Ehren der Soldaten findet danach eine Gedenkfeier statt, an der tschechische Spitzenpolitiker teilnehmen.

Die drei Männer waren bei einer Patrouille nahe dem Stützpunkt Bagram getötet worden. Die tschechische Armee hilft dort, das Hauptquartier der amerikanischen Streitkräfte in Afghanistan und den Militärflugplatz zu schützen.

Tschechen spendeten über eine Million Kronen für Familien der gefallenen Soldaten

Die Menschen in Tschechien haben bereits über 1,2 Millionen Kronen (knapp 50.000 Euro) für die Familien der drei in Afghanistan getöteten Soldaten gesammelt. Der Fonds für die außerordentliche Spendensammlung wurde am Montag eingerichtet, die bisherige Summe wurde bis Mittwochmorgen eingezahlt, sagte die Ausschussvorsitzende des Militärischen Solidaritätsfonds, Lenka Šmerdová, gegenüber Medien.

Bereits kurz nach Bekanntwerden des Todes der drei tschechischen Soldaten sei eine Welle der Solidarität losgetreten worden. In den Fonds eingezahlt hätten vor allem Militärs aus verschiedensten Einheiten des Landes. Es habe sich aber auch eine private Firma gemeldet, die prompt 100.000 Kronen (knapp 4000 Euro) überwiesen habe, informierte Šmerdová.

Arbeitslosigkeit in Tschechien steigt saisonal leicht an

Die Arbeitslosigkeit ist in Tschechien leicht angestiegen. Im Juli lag die Quote bei 3,1 Prozent, im Juni waren es noch 2,9 Prozent gewesen. Insgesamt suchten rund 231.000 Menschen hierzulande nach einer Beschäftigung. Dies sei die niedrigste Zahl im Juli seit 1997, teilte das zentrale Arbeitsamt mit.

Der Anstieg der Quote geht vor allem auf saisonale Faktoren zurück. Zum einen würden Schulabgänger auf den Markt drängen, sagte Arbeitsamts-Generaldirektorin Kateřina Sadílková. Zum anderen würden die Firmen aufgrund von Betriebsferien weniger Arbeitskräfte aufnehmen.

Stahlhütte Poldi kommt in dritte Insolvenzversteigerung

Zum dritten Mal soll versucht werden, die insolvente Stahlhütte Poldi zu versteigern. Dies haben die Gläubigerfirmen beschlossen, wie der zuständige Insolvenzverwalter am Dienstagabend mitteilte. Die beiden ersten Versuche waren fehlgeschlagen, weil die Ersteigerer jeweils die geforderte Summe nicht gezahlt haben.

Die sogenannte Poldihütte im mittelböhmischen Kladno / Kladen war 1889 vom österreichischen Unternehmer Karl Wittgenstein gegründet worden. Nach der politischen Wende von 1989 zerfiel das Unternehmen in mehrere Teile. Im vergangenen Jahr musste die Stahlfirma Konkurs anmelden. Derzeit gehört das Unternehmen dem Konzern Rucarto Limited mit Sitz auf Zypern.

Eishockey-Legende Stan Mikita im Alter von 78 Jahren verstorben

Im Alter von 78 Jahren ist am Dienstag der populäre Eishockeyspieler Stan Mikita gestorben. Der aus der damaligen Tschechoslowakei stammende Angreifer ist eines der großen Idole der Chicago Blackhawks, für die Mikita seine komplette Karriere (22 Jahre) lang spielte. In den Jahren von 1958 bis 1980 absolvierte er für die Blackhawks 1.394 Hauptrundenspiele, in denen er 541 Tore und 926 Vorlagen markierte. Damit liegt Mikita auf Rang 14 der Ewigen Scorerliste der NHL und ist gleichzeitig der erfolgreichste Spieler in der Geschichte der Blackhawks. Er litt seit 2015 an einer Form von Demenz.

Mikita wurde 1940 als Stanislav Gvoth in der heutigen Slowakei geboren. Nach der Machtübernahme der Kommunisten in der Tschechoslowakei ist er im Alter von acht Jahren nach Kanada geflüchtet und lebte fortan als Adoptivsohn bei seiner Tante Anne Mikita und seinem Onkel Joe Mikita in Ontario. 1958/59 spielte er erstmals für die Blackhawks, 1961 führte er sie zum Gewinn des Stanley Cups. Er gewann viermal die Art Ross Trophy als bester Scorer der Liga und wurde zweimal mit der Hart Trophy als wertvollster Spieler ausgezeichnet. Mikita ist der einzige Spieler der NHL, der in einer Saison sowohl die Art Ross, die Hart als auch die Lady Byng Trophy gewinnen konnte - und zwar gleich zweimal: 1966/67 und 1967/68. 1983 wurde er in die Hall of Fame der Liga aufgenommen.

Fußball: Slavia Prag startet mit Unentschieden in Champions-League-Qualifikation

Zum Auftakt der dritten Runde in der Qualifikation zur Fußball-Champions-League ist Slavia Prag vor eigenem Publikum nicht über ein Unentschieden hinausgekommen. 1:1 lautete am Dienstagabend das Endergebnis im Hinspiel gegen Dynamo Kiew. Die Gäste aus der Ukraine gingen in der 82. Minute in Führung durch einen Treffer von Stürmer Benjamin Verbič. In der fünften Minute der Nachspielzeit glich Mittelfeldspieler Josef Hušbauer per Foulelfmeter aus.

Slavia Prag will als tschechischer Vizemeister das zweite Mal in der Vereinsgeschichte die Champions League erreichen. Bisher gelang das nur im Jahr 2007. Das Rückspiel in Kiew wird Dienstag kommender Woche ausgespielt.

Das Wetter am Donnerstag: sonnig-heiter, am Abend Gewitter, bis 38 Grad

Am Donnerstag ist es in Tschechien wolkenlos bis heiter. Tagsüber nimmt die Bewölkung nur vorübergehend zu, vereinzelt kann es dabei zu Schauern oder Gewittern kommen. Zum Abend wird die Bewölkung in Westböhmen stärker, örtliche Schauer oder Gewitter sind die Folge. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 32 bis 36 Grad, in Böhmen können vereinzelt aber auch bis zu 38 Grad Celsius erreicht werden. In Höhenlagen über 1000 Meter liegen die Höchstwerte bei 28 Grad Celsius. Es weht ein mäßiger Wind aus Südost bis Süd, der indes bei Gewittern vorübergehend auffrischt.