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In Afghanistan getötete Soldaten werden mit militärischen Ehren bestattet

Drei tschechische Soldaten, die am Sonntag beim Anschlag eines Selbstmord-Attentäters in Afghanistan starben, werden mit militärischen Ehren bestattet. Das Datum der Beisetzung wurde noch nicht festgelegt. Dies teilte der Sprecher des Verteidigungsministeriums Jan Pejšek am Montag mit. Die Soldaten sollen in ihren Wohnorten bestattet werden. Verteidigungsminister Lubomír Metnar (parteilos) hat vor die gefallenen Soldaten auszuzeichnen.

Die Leichen der Soldaten werden am Mittwoch mit einer Sondermaschine nach Tschechien überführt.

Premier Babiš lehnt Entschädigung der Kunden des H-Systems ab

Premier Andrej Babiš (Ano-Partei) ist skeptisch, was die eventuelle Entschädigung der betrogenen Kunden der bankrotten Baufirma H-System durch den Staat betrifft. Es wäre ungerecht gegenüber denjenigen, die in anderen Fällen in der Vergangenheit betrogen und nicht entschädigt worden seien, teilte der Premier am Montag mit.

Der Vorsitzendes des Obersten Gerichtshofes Pavel Šámal erklärte vorige Woche, dass der Staat alle Menschen entschädigen sollte, die das Geld der Baufirma anvertraut hatten. Die Firma schloss 1993 mit Hunderten Kunden Verträge über den Ausbau von Häusern in der Umgebung von Prag ab. Nur 34 Familienhäuser hatte sie jedoch erbaut. 1997 meldete die Firma Bankrott an. Rund 1000 Kunden des H-Systems kamen um eine Milliarde Kronen (39 Millionen Euro).

Trauerakt für zwei ertrunkene vietnamesische Jungen wohnten 150 Menschen bei

Rund 150 Menschen haben am Sonntag Abschied genommen von zwei vietnamesischen Jungen, die im Schwimmbad Lhota unweit von Prag ertrunken sind. An einem hölzernen Kreuz, errichtet an einem Waldweg in der Nähe des Bades, legten sie Blumen nieder und zündeten Kerzen an. Einige Trauergäste sangen leise, die Vertreter der vietnamesischen Volksgruppe warfen nach überlieferter Sitte eine Handvoll Reis an den symbolischen Gräberort.

Mit diesem Trauerakt wolle man gleichzeitig die Gleichgültigkeit in der Gesellschaft thematisieren, sagte einer der Redner. Ihm zufolge sei es wichtig, diese Gleichgültigkeit zu überwinden und nicht zu schweigen, wenn Leid oder Ungerechtigkeit geschehe. „Wir alle sind heute Hinterbliebene“, äußerte ein weiterer Trauergast, der evangelische Theologe Petr Sláma. Eine vietnamesische Frau zeigte sich beeindruckt: „Es hat mich sehr berührt, dass die Veranstaltung von den Tschechen organisiert wurde“, sagte sie.

Die Umstände des Unglücks, dass sich am Donnerstag ereignete, untersucht die Polizei. Den Berichten einiger Medien zufolge soll das Personal des Schwimmbads die Überwachung der Badeanstalt vernachlässigt haben. Der Direktor der Anlage, Robert Nedvěd, entgegnete über das Internetportal iDnes, seine Mitarbeiter hätten das Maximum zur Rettung der beiden Vietnamesen getan. Die Mütter der Jungen hatten ihre Kinder offenbar zu lange sorglos aus den Augen gelassen. Die Tschechisch-Vietnamesische Gesellschaft fordert Aufklärung in dem Fall.

Festival Prague Pride beginnt

Prag steht ab Montag wieder im Zeichen der Regenbogenfahne. Bei der achten Auflage des Festivals Prague Pride machen sexuelle Minderheiten auf ihre Lage aufmerksam. Im Laufe der Woche finden an verschiedenen Orten Prags Konferenzen, Diskussionen, Workshops und Ausstellungen statt. Insgesamt stehen mehr als 100 Veranstaltungen auf dem Programm.

Höhepunkt des Festivals ist ein Umzug am Samstag. Prague Pride findet bis 12. August statt.

Sommerfilmschule in Uherské Hradiště bot Besuchern 235 Filme

Der 44. Jahrgang des größten tschechischen Filmfestivals ohne Wettbewerb, die sogenannte „Sommerfilmschule“ in Uherské Hradiště / Ungarisch Hradisch, ist am Sonntag zu Ende gegangen. Die große Filmschau begann am 27. Juli, den Besuchern wurden insgesamt 235 Streifen in 307 Projekten gezeigt. Das Programm wurde an 28 Plätzen in Uherské Hradiště und Umgebung ausgestrahlt, sagte Festivaldirektorin Radana Korená der Nachrichtenagentur ČTK.

Stargast des Festivals war in diesem Jahr der britische Regisseur Mike Leigh. Zur Sommerfilmschule waren 5100 Leute akkreditiert, weitere 5100 Eintrittskarten wurden für die einzelnen Projektionen verkauft. Im vergangenen Jahr wurde das Festival von 6000 Menschen besucht.

Tennis: Peschke holt in San Jose 30. Titel im Doppel

Die tschechische Tennisspielerin Květa Peschke hat mit Latisha Chan aus Taiwan beim Turnier in San Jose im Doppel gesiegt. Peschke holte damit den 30. Titel im Doppel in ihrer Sportkarriere. Im Finale setzten sich Peschke mit Chan gegen die ukrainischen Schwestern Nadija und Ljudmyla Kitschenok mit 6:4 und 6:1 durch.

In dieser Saison gewann Peschke zuvor bereits mit Nicole Melichar das Turnier in Prag.

Das Wetter am Dienstag, 7. August

Am Dienstag ist es in Tschechien heiter, im Südwesten am Abend vereinzelt mit Schauern und Gewittern. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 32 bis 36 Grad Celsius. In Lagen um 1000 Meter werden 26 Grad, in den Beskiden und im Altvatergebirge 24 Grad Celsius erreicht.