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Drei tschechische Soldaten bei Selbstmord-Attentat in Afghanistan getötet

Drei tschechische Soldaten sind am Sonntag bei dem Anschlag eines Selbstmord-Attentäters in Afghanistan getötet worden. Das gab der Generalstab der tschechischen Armee bekannt. Die Familien der Getöteten sind benachrichtigt worden, Verteidigungsminister Lubomír Metnar und der Befehlshaber des Generalstabs der Armee, Generalleutnant Aleš Opata, haben ihnen ihr Beileid ausgesprochen. Bei den internationalen Missionen in Afghanistan sind bislang 13 tschechische Soldaten ums Leben gekommen.

Am Sonntag um 3.50 Uhr MESZ ist es zu dem Anschlag gekommen. Die tschechischen Soldaten waren um diese Zeit auf ihrer gewohnten Patrouillentour in der Umgebung des Stützpunktes Bagram in der afghanischen Provinz Parwan, als der Attentäter aus dem Hinterhalt zuschlug. Als Folge seiner am eigenen Körper gezündeten Granaten wurden drei Soldaten im Alter von 36, 28 und 25 Jahren tödlich verletzt, heißt es in dem Pressebericht der tschechischen Armee.

Zeman: Tod der Soldaten darf uns nicht von Kampf gegen Terrorismus abbringen

Sein tiefes Bedauern über den Tod der drei tschechischen Soldaten in Afghanistan äußerte am Sonntag Staatspräsident Miloš Zeman. Die Militärs sind am Vormittag (Ortszeit) während ihres Wachdienstes bei Bagram Opfer eines heimtückischen Selbstmordanschlags geworden. Wie Zeman indes gleichzeitig betonte, dürfe diese feige Tat jedoch niemanden davon abhalten, den internationalen Terrorismus weiter zu bekämpfen. Die Erklärung des Präsidenten übermittelte dessen Sprecher Jiří Ovčáček der Nachrichtenagentur ČTK. Ihr Bedauern und Mitgefühl gegenüber den Hinterbliebenen der Opfer drückten noch weitere tschechische Politiker aus.

Premiér Andrej Babiš (Ano) bezeichnete die Soldaten als Helden. Er schätze es sehr, was sie für ihr Vaterland geleistet haben, twitterte der Regierungschef. Für die Vereinigten Staaten, die im Stützpunkt Bagram den Oberbefehl über die Truppen der Verbündeten bei der Afghanistan-Mission haben, meldete sich der amerikanische Botschafter in Prag, Stephen King, zu Wort. Er drückte sein Beileid gegenüber den Familien der Getöteten, der tschechischen Regierung und dem tschechischen Volk aus.

Zwei Tschechen im Schwarzen Meer südlich von Burgas ertrunken

In Bulgarien sind am Donnerstag und Freitag zwei tschechische Touristen ertrunken. Ein 45-jähriger Mann aus Ostrava / Ostrau ertrank am Donnerstag unweit der Schwarzmeerstadt Lozenets. Ein 18 Jahre älterer Tourist aus Zlín starb einen Tag später nur wenige Kilometer nördlich im Meer bei Kiten. Dies gab die Sprecherin des Außenministeriums am Samstag bekannt.

Der Mann aus Ostrau reiste am 31. Juli mit seiner Familie in Lozenets an. Der Badeort liegt etwa 60 Kilometer südöstlich von Burgas. Das Unglück ereignete sich am Donnerstagabend, Berichten der lokalen Medien zufolge soll der Tscheche bei stürmischer See baden gegangen sein.

Der Mann aus Zlín war ebenfalls auf individuelle Weise zum Urlaub in Bulgarien angereist. Er ging am späten Freitagabend im Meer bei Kiten baden. In dieser Gegend war es erst im vergangenen Jahr im Juli zu einem ähnlichen Unglücksfall gekommen. Bei Burgas waren eine 61-jährige Tschechin und ein elfjähriges Mädchen ertrunken. Das Kind besaß ein Daueraufenthaltsrecht in Tschechien, war aber keine tschechische Staatsbürgerin. Beiden wurde wahrscheinlich die lokal sehr niedrige Strömung zum Verhängnis.

Wirtschaftsführung von Automotodrom Brno im Fokus des Geheimdienstes

Der Inlandsgeheimdienst (BIS) überprüft die Wirtschaftsführung der Betreibergesellschaft Automotodrom Brno, die Organisator des Großen Preises von Tschechien im Motorradrennsport ist. Diese Überprüfung erfolge bereits seit dem Jahre 2015, berichtete das Tschechische Fernsehen am Freitag. Das ist jenes Jahr, in dem die hochverschuldete Gesellschaft die Veranstalterrolle an die Vereinigung „Spolek pro Grand Prix“ abgetreten hat. Diese Vereinigung setzt sich aus Vertretern des Kreises Südmähren, der Politik und des Tourismus der Stadt Brünn zusammen. Sie wurde geschaffen, um staatliche Gelder zur Finanzierung des Grand Prix zu generieren. Die Motorsportveranstaltung ist wegen der hohen Lizenzgebühr, die die Firma Dorna als Promoter der Rennserie einfordert, sehr kostspielig. Das Automotodrom Brno hatte daher im Jahr 2015 Verbindlichkeiten von 110 Millionen Kronen (vier Millionen Euro).

Nach dem TV-Bericht äußerten sich Vertreter des Automotodroms sowie auch Brünns Oberbürgermeister Petr Vokřál überrascht zu dieser Überprüfung. Man wisse nichts davon, seit Jahren geisterten dazu verschiedene Gerüchte durch den Raum“, reagierte Vokřál per SMS. BIS-Sprecher Ladislav Šticha wiederum wollte die Ermittlungen der Behörde nicht näher kommentieren. Allgemein bestätigte er indes, dass „der Geheimdienst die gesetzlichen Adressaten informieren werde, sollte es in dieser Angelegenheit zu einer Schädigung der ökonomischen Interessen des Staates kommen.“ Die Adressaten seien beispielsweise die Regierung und vor allem das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport, das die Ausrichtung des Grand Prix mit einem zweistelligen Kronen-Millionenbetrag unterstützt, so Šticha.

Motorrad-WM: Tscheche Kornfeil wird Dritter beim Großen Preis in Brünn

Motorradfahrer Jakub Kornfeil hat beim Großen Preis der Tschechischen Republik in Brno / Brünn am Sonntag den dritten Platz in der Rennklasse Moto3 belegt. Dies ist die vierte Podiumsplatzierung des Tschechen in seiner WM-Karriere.

Zum Rennen auf dem Masaryk-Ring war der Lokalmatador von der Pole Position aus gestartet, die er sich tags zuvor nach einem großartigen Auftritt im Zeittraining erkämpft hatte. Es war die erste Pole für den 25-Jährigen überhaupt. Im Rennen hatte Kornfeil bis zum Schluss die Chance auf seinen ersten WM-Sieg. In einem packenden Finish musste er sich allerdings dem Italiener Fabio di Giannantonio und kurz vor der Ziellinie auch dem Spanier Arón Canet beugen.

Im Rennen der MotoGP-Klasse landete der Tscheche Karel Abraham auf dem 18. Platz. Er konnte damit keine WM-Punkte einfahren. Den WM-Lauf gewann der Italiener Andrea Dovizioso.

Beachvolleyball: Hermannová und Nausch-Sluková gewinnen Turnier in Wien

Barbora Hermannová und Markéta Nausch-Sluková haben das hochdekorierte Vienna-Major-Turnier gewonnen. Im Damen-Finale bezwangen sie am Samstag in der Red Bull Beach Arena auf der Donauinsel das brasilianische Duo Barbara Seixas de Freitas / Fernanda Alves in drei Sätzen mit 10:21, 21:16 und 15:12. Dies ist der größte Erfolg der beiden Tschechinnen in ihrer Karriere. In der Weltrangliste rücken sie nach dem Turniersieg wieder auf Platz eins in Europa vor.

Hermannová und Nausch-Sluková spielen seit 2015 zusammen. In den zurückliegenden drei Jahren erkämpften sie gemeinsam EM-Silber und -Bronze sowie drei Turniersiege auf der Welttour. Der Triumph von Wien allerdings ist ein Erfolg der höchsten Kategorie. In dieser Saison will das tschechische Duo noch zum Turnier in Moskau sowie beim Weltcup-Finale in Hamburg antreten.

Das Wetter am Montag: heiter und sommerlich heiß, bis 32 Grad

Nach den kurzen und lokal oft nicht ergiebigen Regenfällen am Sonntag, setzt sich am Montag das tropische Wetter in Tschechien fort. Tagesüber ist es heiter bis wolkenlos und sommerlich heiß. Morgens vereinzelt Nebel. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 28 bis 32 Grad Celsius. Es weht ein schwacher Wind aus wechselnden Richtungen.