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TI will Babišs Verbindungen zu Agrofert überprüfen lassen

Transparency International hat einen von insgesamt zwei Kontrollanträgen zu den Verbindungen von Premier Andrej Babiš mit seinem Ex-Konzern Agrofert eingereicht. Darüber berichtete die Presseagentur ČTK am Freitag. Die NGO geht davon aus, dass Babiš weiterhin an der Spitze des Agrochemie-Unternehmens steht und sich damit in einem Interessenskonflikt befindet. Konkret geht es dabei um den Besitz von Medien, die für einen politischen Amtsträger nicht möglich sind. Mit dem Antrag wird sich die Gemeinde Černošice bei Prag beschäftigen. Sollte sich ein Fehlverhalten Babišs bestätigen, droht dem Regierungschef eine Geldstrafe in Höhe von 250.000 Kronen (10.000 Euro).

Premier und Ano-Parteichef Andrej Babiš hatte sein Unternehmen Agrofert, zu dem unter anderem der Zeitungsverlag Mafra gehört, mit dem Antritt politischer Ämter an einen Treuhandfonds übertragen. Grund dafür war ein neues Gesetz zu Interessenskonflikten, dass Politikern den Besitz von Medien verbietet. Transparency International vermutet jedoch, dass Babiš auch weiterhin die Kontrolle über den Konzern hat.

Škoda Auto und Hyundai sichern sich Großaufträge der Regierung

Insgesamt sieben Ausschreibungen des Staates konnte Škoda Auto für sich entscheiden, eine weitere geht an Hyundai. Die Entscheidung der Regierung vom Juli wurde am Freitag bekanntgegeben. Insgesamt haben die Aufträge einen Umfang von 809 Millionen Kronen (31,5 Millionen Euro). Die neuen Autos sind vor allem für Ministerien gedacht.

Um die Aufträge, die Ende vergangenen Jahres ausgeschrieben wurden, konkurrierten rund 20 Anbieter. Beschwerden gegen den Ausgang der Ausschreibung sind keine eingegangen, die Frist für möglich Einsprüche war bereits Mitte Juli abgelaufen.

Senator Plaček gestorben

Der Senator und Sozialpolitiker Vladimír Plaček ist tot. Der Sozialdemokrat starb überraschend im Alter von 53 Jahren, wie eine Senats-Sprecherin am Donnerstag mitteilte. Plaček gehörte seit 2012 für den Wahlkreis Opava / Troppau dem Oberhaus des tschechischen Parlaments an.

Vladimír Plaček setzte sich vor allem für die Rechte von Behinderten ein. Von ihm stammte unter anderem ein Entwurf zur Verbesserung des Pflegegeldes. Еr sei ein Kämpfer für die Rechte von körperlich Benachteiligten gewesen, kommentierte Senatspräsident Milan Štěch den Tod Plačeks.

Fußgängerbrücke in Nymburk präventiv zerstört – neue Brücke bis 2020

In der mittelböhmischen Stadt Nymburk / Nimburg ist am Freitagvormittag eine rund 300 Meter lange Fußgängerbrücke zum Einsturz gebracht worden. Es war in etwa die gleiche Konstruktion einer Hängebrücke, wie sie im Dezember in Prag ohne menschliche Einwirkung eingestürzt ist. Beim Zusammenbruch der Prager Brücke im Stadtteil Troja sind vor acht Monaten vier Personen verletzt worden, zwei davon schwer.

Die Brücke in Nymburk sei in einem ähnlich desolaten Zustand gewesen, heißt es. Ihre Beseitigung einschließlich des Abtransports aller Betonteile wird von der Firma Strabag vorgenommen. Die Arbeiten dauern bis zum 12. August an, die Kosten liegen bei 6,5 Millionen Kronen (250.000 Euro). Bis zum Jahr 2020 soll in Nymburk eine neue Fußgängerbrücke über die Elbe entstehen. Für die Ausschreibung zum Bau der Brücke hatten sich 14 Firmen gemeldet, doch nur sechs kamen in die nächste Runde.

Fußball: Frühes Aus für Sparta Prag in der Europa League

Trotz des 2:1-Sieges im Rückspiel vor heimischem Publikum gegen Spartak Subotica hat es nicht gereicht. Sparta Prag scheitert in der zweiten Vorrunde zur Europa League gegen den nordserbischen Club und verabschiedet sich damit aus dem Wettbewerb. Im Hinspiel blamierten sich die Prager beim Außenseiter Subotica mit 0:2.

Als würde das Ausscheiden noch nicht reichen, drohen Sparta nun auch Probleme mit der Uefa. Während der Partie und nach dem Spiel drangen nämlich Fans auf das Spielfeld vor und sorgten für Unruhen. Der europäische Fußballverband will den Vorfall eingehend untersuchen.

GP in Brünn: Zehntausende Fans erwartet – Aus für Martin nach Trainingsunfall

An diesem Wochenende wird auf dem Masaryk-Ring in Brno / Brünn der Große Preis von Tschechien im Motorradrennsport ausgetragen. Zu den drei WM-Läufen in den Rennklassen MotoGP, Moto2 und Moto3 werden erneut Zehntausende Zuschauer auf den Rängen des Automotodroms erwartet. Gastgeber Tschechien ist mit drei Rennfahrern am Start: Karel Abraham tritt in der MotoGP an, Jakub Kornfeil und Filip Salač kämpfen in der Moto3 um WM-Punkte.

Beim Training am Freitag hat es einen Favoriten bös erwischt. Der WM-Führende in der Moto3-Klasse, der Spanier Jorge Martin, hat sich bei einem Sturz der Hand gebrochen. Daher fällt er für das Rennen am Sonntag aus. Trainingsschnellster in dieser Kategorie war der Deutsche Philipp Öttl, Jakub Kornfeil verbuchte die fünftschnellste Zeit beim ersten Training.

Das Wetter am Samstag: heiter bis wolkig mit Schauern, bis 35 Grad

Am Samstag ist es in Tschechien zunächst heiter bis nahezu wolkenlos. Im Tagesverlauf nimmt die Bewölkung leicht zu, in den Bergen örtlich Schauer oder Gewitter, woanders nur vereinzelt. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 31 bis 35 Grad, im Elbtal vereinzelt sogar bis 37 Grad Celsius. In Höhenlagen um 1000 Meter werden maximal 26 Grad erreicht. Es weht ein schwacher Wind aus unterschiedlichen Richtungen.