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Staatspräsidenten feiern mit Zugfahrt 100. Gründungstag der Tschechoslowakei

Der tschechische Staatspräsident Miloš Zeman und sein slowakischer Amtskollege Andrej Kisko haben am Sonntag der Gründung der unabhänigen Tschechoslowakei 1918 gedacht. Gemeinsam unternahmen sie eine Fahrt mit einem Dampfzug von Hodonín / Göding in Tschechien in die slowakische Gemeinde Topoľčianky / Kleintopoltschan. Vor genau 95 Jahren war der erste tschechoslowakische Präsident Tomáš Garrigue Masaryk diese Strecke gefahren.

Vor der Bahnfahrt legten die Staatsoberhäupter Blumen am Masaryk-Denkmal in Hodonín nieder. In Topoľčianky stand unter anderem eine Besichtigung des dortigen Schlosses auf dem Programm. Dieses war in der Zeit der Ersten Tschechoslowakischen Republik ein beliebter Sommersitz von Präsident Masaryk.

Maláčová warnt vor Alterung der Gesellschaft

Tschechien müsse angesichts der Alterung der Gesellschaft und der wachsenden Zahl der Senioren mehr soziale Dienstleistungen anbieten. Das sagte die Kandidatin für den Posten der Arbeits- und Sozialministerin, Jana Maláčová, in einem Interview der Presseagentur ČTK. Ihr zufolge muss ein nachhaltiges Finanzierungsmodell solcher Leistungen festgelegt werden. Die Politiker müssten entscheiden, ob die Alterspflege aus dem Staatshaushalt oder aus der privaten Versicherung bezahlt werden werde, so Maláčová.  

Als Ministerin wolle sie sich auf die Familien- und Alterspolitik konzentrieren. Sie möchte einige Punkte des Regierungsprogramms durchsetzen, wie etwa die Aufstockung der Leistungen in der Elternzeit und die Aufhebung der Karenzzeit im Krankheitsfall, sagte die Kandidatin weiter. Präsident Zeman kündigte an, Maláčová an diesem Montag zur Ministerin zu ernennen.

Europäischer Forschungsrat fördert fünf Projekte aus Tschechien

Der Europäische Forschungsrat (ERC) hat in diesem Jahr eine Förderung für fünf Projekte aus Tschechien zugesprochen. Laut Angaben aus der Webseite des Forschungsrates handelt es sich um zwei Projekte der Karlsuniversität in Prag, eines der Masaryk-Universität in Brno / Brünn und zwei Projekte der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik. Es ist das beste Ergebnis für Tschechien seit 2008. Insgesamt haben etwa 30 Bewerber die ERC-Förderung beantragt.   Die Förderung im Rahmen des Programms Starting Grants, in das die tschechischen Forschungsprojekte aufgenommen wurden, geht über 5 Jahre und kann bis 1,5  Mio. Euro betragen. Die Gelder werden unter 22 Länder verteilt. Der Europäische Forschungsrat (European Research Council) ist eine Institution der Europäische Kommission zur Finanzierung von Grundlagenforschung.

Kriminalität in Tschechien geht zurück

Die Kriminalität ist in Tschechien das fünfte Jahr in Folge gesunken. In der Hauptstadt ging die Zahl der Straftaten zwischen 2013 und 2017 um 38 Prozent zurück, am stärksten bei Eigentumsdelikten und Gewalttaten. In Prag wird ein Viertel der Gesamtzahl der Delikte hierzulande verübt. Dies ergibt sich aus einer Umfrage, die die Presseagentur ČTK durchführte.

In weiteren Landkreisen sank die Zahl der Straftaten um 20 bis 40 Prozent. Im Mährisch-Schlesischen Kreis wurde sogar der Rückgang um 45 Prozent verzeichnet. Trotzdem belegt der Landkreis in der Zahl der Straftaten den zweiten Platz nach Prag.

Film über Zátopek wird einer der teuersten in der tschechischen Geschichte sein

Der geplante Spielfilm über den legendären tschechischen Langstreckenläufer Emil Zátopek wird einer der teuersten Streifen in der Geschichte der tschechischen Kinematographie sein. Die Dreharbeiten sollen im Frühling kommenden Jahres starten. Der Filmstab wartet, bis die Renovierung des Olympia-Stadions in Helsinki beendet wird, um die Atmosphäre der Olympischen Spiele 1952 möglichst getreu darzustellen. Zátopek hatte 1952 in Helsinki drei Goldmedaillen gewonnen.

Das Budget liegt bei 92 Millionen Kronen (3,6 Millionen Euro). Die Kosten seien ziemlich hoch, da es sich um einen historischen Film handle, wie Regisseur David Ondříček in einem Interview der Presseagentur ČTK sagte.

Betreiber von Campingplätzen und Bädern sind mit der Saison zufrieden

Die meisten Betreiber von Campingplätzen und Bädern in Tschechien sind mit der laufenden Sommersaison zufrieden. Darüber berichtet die Presseagentur ČTK am Sonntag. Die hohe Besucherzahl verdanke man demzufolge dem günstigen Wetter, aber auch der besseren Wirtschaftslage, dank der die Tschechien mehr Urlaub machten. Manche Campingplätze waren sogar an einigen Wochenenden im Juli völlig besetzt und mussten Interessenten ablehnen.

Zufrieden zeigen sich auch Verwalter der Burgen und Schlössern. Eine hohe Besucherzahl melden etwa Český Krumlov / Krumau, Kašperk / Karlsberg, Karlštejn / Karlstein, Svojanov / Fürstenstein und Lednice / Eisgrub. Neben den einheimischen Urlaubern steigt auch die Zahl der Touristen aus Asien.

Wetter am Montag, den 30. Juli

Am Montag ist es in Tschechien sonnig und heiß. Nur im östlichen und nordöstlichen Teil des Landes sind vereinzelt Schauer oder Gewitter möglich. Die Tageshöchsttemperaturen steigen auf 30 bis 34 Grad Celsius.