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Fall H-System: betrogene Kunden müssen ihre Häuser räumen

Der Betrugsfall beim Bau von Einfamilienhäusern rund um die Firma H-System ist juristisch endgültig abgeschlossen. Die Kunden haben den Rechtsstreit mit dem Insolvenzverwalter des Bauunternehmens verloren. Nach der Entscheidung des Obersten Gerichtes sollen sie ihre Häuser räumen, wie am Dienstag mitgeteilt wurde.

Die Firma H-System hatte in den 1990er Jahren den Bau billiger Wohnungen und Einfamilienhäuser in der Umgebung von Prag versprochen. Tatsächlich handelte es sich aber um ein Schneeballsystem und die Firma ging Pleite. Im nachfolgenden Prozess wurden die Manager verurteilt. Rund 1000 Kunden verloren insgesamt rund eine Milliarde Kronen (3,86 Millionen Euro). Einige von ihnen haben später ihre Wohnungen und Häuser ohne Zustimmung des Konkursgerichts selbst fertiggebaut. Der Insolvenzverwalter wollte diese Wohnungen jedoch verkaufen und das Geld unter allen Geschädigten verteilen.

Bildungsministerium fordert mehr Wachsamkeit gegen Plagiate

Die Verantwortung beim Kampf gegen Plagiate liege bei den Hochschulen und Studenten. Damit reagierte das tschechische Bildungsministerium auf die derzeitige Diskussion über Plagiate bei wissenschaftlichen Arbeiten. Zwar sei das ein großes Problem, doch die Mittel zur Erkennung und Ahndung von Plagiaten seien ausreichend, so das Ressort in einer Stellungnahme vom Dienstag.

Die Hochschulen müssten ihre Lehrkräfte in dieser Richtung besser vorbereiten und wachsamer gegen Korruption sein, mahnte das Ministerium gleichzeitig. Bisher mussten zwei Minister der Regierung von Premier Andrej Babiš wegen Plagiatsvorwürfen zurücktreten. Dies entfachte eine Diskussion über die Qualität wissenschaftlicher Arbeiten an tschechischen Hochschulen.

Waldbrände: Tschechien sichert Griechenland Hilfe zu

Tschechien sei bereit, Griechenland beim Kampf gegen die derzeit wütenden Waldbrände zu helfen. Dies sagte eine Sprecherin des Außenministeriums in Prag gegenüber der Presseagentur ČTK. Bisher sei jedoch noch kein Hilfegesuch aus Athen eingegangen, so das Ressort am Dienstag. Die Mittel dazu könnten aus dem Fonds für humanitäre Hilfe abgezweigt werden.

Bei den verheerenden Waldbränden in dem Mittelmeerland sind bisher über 50 Menschen ums Leben gekommen. Die Feuer betreffen hauptsächlich das Binnenland.

Tschechien gibt Bosnien-Herzegowina Geld für Grenzschutz

Tschechien stellt Bosnien-Herzegowina umgerechnet knapp eine Million Euro zum Schutz der Grenzen zur Verfügung. Das entschied das Kabinett am Dienstag in Prag. Es ist klar, dass jetzt eine neue Migrationsroute über Bosnien und Herzegowina in die Europäische Union führe, teilte der sozialdemokratische Innen- und Außenminister Jan Hamáček mit. Für Tschechien sei es eine Priorität, die Balkantrasse langfristig geschlossen zu halten.

Das Geld soll unter anderem für technische Ausrüstung wie Wärmebildkameras, Fernrohre und Drohnen eingesetzt werden. Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden in Bosnien-Herzegowina in der ersten Jahreshälfte mehr als 7600 neuankommende Migranten und Flüchtlinge registriert. Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum, als nur 218 Personen gezählt wurde.

Umfrage: Starke Vorbehalte gegen Muslime in Tschechien

Mehr als die Hälfte der Tschechen möchte einer Umfrage zufolge keine Muslime als Nachbarn haben. 51 Prozent der Befragten würde eine muslimische Familie mit Kindern in ihrer Nachbarschaft stören, wie aus einer am Montag veröffentlichten repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Median im Auftrag der Zeitung MF Dnes hervorgeht. Noch größer waren die Vorbehalte gegen einen allein lebenden Muslim (52 Prozent). Zugleich gaben 80 Prozent der Befragten an, persönlich keine Muslime zu kennen.

Nach der Analyse der Meinungsforscher sind Vorbehalte gegen Muslime am stärksten verbreitet unter den Wählern der rechten Oppositionspartei „Freiheit und direkte Demokratie“ (SPD), der Kommunisten und der Regierungspartei Ano. Tschechiens Premier und Ano-Parteichef Andrej Babiš hatte sich zuletzt gegen Zuwanderung ausgesprochen und die Aufnahme von Bootsflüchtlingen aus Italien entschieden abgelehnt.

Fed Cup: Tschechien trifft in erster Runde auf Rumänien

In London wurde am Dienstag die Fed Cup-Saison 2019 ausgelost. Demzufolge trifft Tschechien in erster Runde auf das Team Rumäniens. Gespielt wird am 9. und 10. Februar in Tschechien, wie der Weltverband ITF am Dienstag bekanntgab.

In der laufenden Saison haben tschechische Tennisspielerinnen zum sechsten Male binnen sieben Jahren das Fed-Cup-Finale erreicht, in dem sie gegen die die US-Amerikanerinnen antreten. Das Finale wird am 10. und 11. November in der Prager O2-Arena gespielt.

Das Wetter am Mittwoch, den 25. Juli

Am Mittwoch ist es überwiegend bewölkt in Tschechien. Vor allem im Osten des Landes kommt es zu Schauern und vereinzelten Gewittern. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 27 bis maximal 32 Grad Celsius.