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Migration: Babiš lehnt italiensisches Hilfegesuch ab

Tschechien werde keine Migranten aufnehmen. Damit reagierte Tschechiens Premier Andrej Babiš auf ein Hilfegesuch des italienischen Regierungschefs Guiseppe Conte bezüglich eines Schiffes mit 450 Migranten aus Afrika. Rom bat in einem offenen Brief die Staaten der Europäischen Union um Hilfe bei der Aufnahme der Menschen. So würde man jedoch nur die Schlepperbanden im Mittelmeer unterstützen, so der tschechische Premier. Prag bestehe dabei auf die in der EU vereinbarte Freiwilligkeit bei der Aufnahme von Migranten und Flüchtlingen, verdeutlichte Babiš auf Twitter.

Seit Freitag streiten sich Italien und Malta um die Aufnahme eins libyschen Schiffes mit rund 450 Migranten. Italiens rechtskonservativer Innenminister Matteo Salvini erklärte, dass Rom nicht für das Schiff zuständig sei und verbot ein Anlegen in einem italienischen Hafen.

Beschwerden beim Datenschutz-Amt auf Rekordniveau

Das staatliche Amt für Datenschutz in Tschechien (ÚOOÚ) versinkt in Beschwerden. Im ersten Halbjahr dieses Jahres sind rund 630 Anträge bei der Behörde eingegangen, das ist in etwa das Dreifache im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Zahlen gab das Amt am Wochende bekannt.

Der Anstieg bei den Beschwerden liegt laut den Datenschützer an der neuen europäischen Datenschutzrichtlinie (DSGVO), die seit Mai auch in Tschechien in Kraft ist. Die meisten Antragsteller würden sich an ungefragten Kameraufnahmen oder ungebetenen Werbeanrufen stören.

Wissenschaftler warnen Politik vor Wassermangel

Die Maßnahmen der Politik im Kampf gegen die Trockenheit reichen nicht aus. Mit dieser Feststellung haben sich Wissenschaftler der Tschechischen Limnologischen Gesellschaft in einem offenen Brief an führende Politiker gewandt. Zwar kümmere man sich um einzelne Bäche oder Seen, man betrachte die Landschaften aber nicht als ganzen, so die Experten in dem Schreiben. Gleichzeitig warnten die Forscher vor weiterem Wäldersterben, der Erosion von Ackerflächen und der Überhitzung von Städten durch den Wassermangel.

Das Umweltministerium hat in der jüngsten Vergangenheit bereits zahlreiche Maßnahmen gegen die Trockenheit ergriffen. So ruft das Ressort beispielsweise zu einem effektiveren Regenwasser-Management auf.

Verkehrsminister Ťok: Kanal Donau-Oder-Elbe Science Fiction

Tschechiens Verkehrsminsiter Dan Ťok glaubt nicht an die Rentabilität des geplanten Donau-Oder-Elbe-Kanals. Die Einnahmen aus dem Kanal würden die Kosten nicht decken, so der Minister in einem Gespräch für das Nachrichtenportal idnes.cz. Erste Machbarkeitsstudien haben laut Ťok gezeigt, dass eine Teilrealisierung machbar wäre. Das ganze Projekt sei aber Science Fiction.

Eine Verbindung der drei Ströme Donau, Oder und Elbe ist vor allem ein Anliegen von Tschechiens Staatspräsident Miloš Zeman. Man unterrichte den Präsidenten fortaufend über den Stand der Planungen, so Dan Ťok.

Tödlicher Unfall bei Festival in Freizeitpark

Der Besuch eines Festivals im Freizeitpark Šikland bei Žďar nad Sázavou endete für eine Familie tragisch. Der fünfjährige Sohn kam am Samstag unter die Räder eines Kleinzuges und war auf der Stelle tot. Man untersuche derzeit, wie es zu dem Unfall kommen konnte, so eine Sprecherin der örtlichen Polizei.

Es tue dem Freizeitpark unermesslich leid, ließ die Leitung des Western-Erlebnisparkes mitteilen.

Tennis: Duo Siniaková-Krejčíková siegt in Wimbledon

Das tschechische Duo Kateřina Siniaková s Barborá Krejčíková hat sich in Wimbledon den Titel im Doppel sichern können. Die beiden besiegten das US-amerikanisch-tschechische Gespann Nicole Melichar und Květa Peschkeová mit 6:4, 4:6 und 6:0.

Für Siniaková und Krejčíková ist es der zweite Grand-Slam-Sieg nach ihrem Erfolg bei den French Open. Das letzte Mal hatte mit Jana Novotná und Helena Suková vor 28 Jahren ein rein tschechisches Duo auf englischem Rasen den Gesamtsieg geschafft.

Das Wetter am Montag, den 16. Juli

Am Montag ist es überwiegend bewölkt in Tschechien. Im Westen und Süden des Landes kommt es zu teils ergiebigen Schauern und Gewittern. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 27 bis 30 Grad Celsius.