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Zustimmung zu EU-Mitgliedschaft in Tschechien gestiegen

Die Tschechen sind wieder zufriedener mit der EU-Mitgliedschaft ihres Landes. 53 Prozent von ihnen würden erneut für einen Beitritt zur Union stimmen, wie eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Stem ergeben hat. Im Vergleich zum vergangenen Jahr bedeutet dies einen Anstieg um acht Prozentpunkte.

Am geringsten hatte der Wert 2015 und 2016 gelegen. Damals befürworteten nur 38 Prozent der Tschechen die EU-Mitgliedschaft ihres Landes. Laut den Meinungsforschern von Stem sind aber weder Ängste vor der Flüchtlingswelle noch die Ablehnung des Euro an sich der Grund für die EU-Skepsis der Tschechen.

Umfrage: Mehrheit der Tschechen akzeptiert neue Regierung

Die Mehrheit der Tschechen akzeptiert die neue Minderheitsregierung aus Partei Ano und Sozialdemokraten. Dies geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar TNS für das öffentlich-rechtliche Tschechische Fernsehen hervor.

Konkret sagten 59 Prozent der Befragten, sie fänden das neue Kabinett zwar nicht ideal, aber hätten auch nichts dagegen einzuwenden. 28 Prozent lehnten die Regierung ab. Die Unterstützung des Minderheitskabinetts durch die Kommunisten finden 49 Prozent unbedenklich, für 42 Prozent ist sie jedoch inakzeptabel.

Kulturminister Staněk will Kostenerstattung für ausländische Filmstäbe erhöhen

Kulturminister Antonín Staněk möchte die Kostenerstattung für ausländische Filmstäbe in Tschechien erhöhen. Diese sollten mindestens 25 Prozent ihrer Ausgaben zurückerhalten können, so der Minister. Bisher sind es in Tschechien 20 Prozent. Laut Staněk bieten konkurrierende Staaten aber mehr.

Seit 2010 ist hierzulande eine Kostenerstattung für ausländische Filmproduktionen möglich. Derzeit liegt die jährliche Gesamtsumme bei 800 Millionen Kronen (30,8 Millionen Euro). Im Gegenzug bringen die internationalen Filmprojekte dem Land jährlich Einnahmen von über vier Milliarden Kronen (155 Millionen Euro).

Ex-Justizministerin und Bürgerrechtlerin Burešová gestorben

Die tschechische Politikerin und langjährige „Anwältin der Dissidenten“, Dagmar Burešová, ist tot. Sie sei bereits am Samstag im Alter von 88 Jahren gestorben, teilte die Anwaltskammer in Prag am Montag mit.

Burešová war die erste Justizministerin nach der demokratischen Wende von 1989 in der damaligen Tschechoslowakei. Zu kommunistischen Zeiten hatte sie als Anwältin zahlreiche Kritiker des Regimes verteidigt, darunter den Schriftsteller Milan Kundera. Außerdem vertrat sie die Mutter des Studenten Jan Palach, der sich 1969 in Prag selbst verbrannt hatte. Nach der Samtenen Revolution half Dagmar Burešová dabei, das Justizwesen zu reformieren.

Tschechische Bahn kauft ältere Waggons von ÖBB

Die Tschechische Bahn (ČD) hat 41 sogenannte Eurofirma-Wagen von den Österreichischen Bundesbahnen gekauft. Der Gesamtpreis lag bei 13,7 Millionen Euro, wie die Tschechische Bahn bekanntgab.

Zwar handele es sich um ältere Waggons, sagte ČD-Vorstandsmitglied Miroslav Kupec. Doch seien sie modern ausgestattet und für bis zu 200 Stundenkilometer Geschwindigkeit ertüchtigt. Die Wagen sollen sowohl im Inlands- als auch im Auslandsverkehr eingesetzt werden.

Filmfestival Karlsbad: 40 Menschen wegen Lebensmittelvergiftung in Behandlung

Für 40 Gäste endete der Besuch des Internationalen Filmfestivals in Karlovy Vary / Karlsbad unangenehm. Nach dem Verzehr eines Snacks an einem Imbissstand mussten sie wegen Übelkeit, Erbrechen und Durchfall am Wochenende im Krankenhaus behandelt werden. Dies bestätigte eine leitende Ärztin der Notaufnahme im Klinikum Karlsbad gegenüber der Presseagentur ČTK.

Grund für die Lebensmittelvergiftung könnte laut den behandelnden Ärzten verunreinigtes Wasser sein. Mit dem Fall beschäftigt sich nun das Gesundheitsamt.

Das Wetter am Dienstag, 3. Juli

Am Dienstag ist es in Tschechien meist sonnig. Nur im Nordosten des Landes kann es vorübergehend auch bewölkt sein. Es wird langsam wieder hochsommerlich bei Tageshöchsttemperaturen zwischen 22 und 26 Grad Celsius.