Täglicher Nachrichtenüberblick Nachrichten

02-07-2003

Olympische Spiele in Vancouver

Die olympischen Winterspiele 2010 werden im kanadischen Vancouver stattfinden. Darüber wurde am Mittwoch in Prag von den Mitgliedern des Internationalen Olympischen Komitees entschieden. Weitere Kandidaten waren das österreichische Salzburg und das südkoreanische Pchjongtschang.

Reform der öffentlichen Finanzen erleidet ersten Rückschlag

Die vorbereitete Regierungsreform der öffentlichen Finanzen, die verschiedenartige Kürzungen vorsieht, hat einen großen Rückschlag erlitten. Das Abgeordnetenhaus hat am Mittwoch eine Gesetzesvorlage verabschiedet, die eine Anhebung der Gehälter von Polizisten, Feuerwehrleuten, Zöllnern und Gefängnissicherheitskräften um ca. ein Drittel ermöglichen wird. Insgesamt betrifft es an die 73 000 Angestellte. Die Regierung muss dafür im Haushalt für das Jahr 2005 weitere 6,5 Milliarden Kronen finden.

Außenministerium: Forderungen in deutsch-tschechischen Beziehungen bremsen Vergangenheitsbewältigung

Das tschechische Außenministerium ist von der Idee, einige Sudetendeutsche aus dem Deutsch-Tschechischen Zukunftsfond zu entschädigen, nicht sehr begeistert. Das Außenministerium erinnert in seiner Erklärung am Mittwoch für die Nachrichtenagentur CTK daran, dass durch Aufstellung von verschiedenen Forderungen in den deutsch-tschechischen Beziehungen in der Vergangenheit Hürden entstanden sind, die Versöhnung und Vergangenheitsbewältigung gebremst haben. Als Schritt in falsche Richtung hat Stoibers Vorschlag auch Premier Vladimir Spidla bezeichnet. Das Außenministerium reagiert damit auf Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (Mittwoch-Ausgabe), laut der Bundesaußenminister Joschka Fischer sich auf die Seite des bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber gestellt habe. Der Sprecher des deutschen Außenministeriums widersprach dem Bericht der "Süddeutschen Zeitung", mit dem Hinweis darauf, der deutsche Außenminister Joschka Fischer befürwortet eine "humanitäre Geste" gegenüber einer begrenzten Zahl der Sudetendeutschen, es sei und wäre niemals von Entschädigungsleistungen die Rede, hieß es.

Sudetendeutscher Politiker für Staatsorden vorgeschlagen

Der sudetendeutsche Politiker Franz Spina, der vor dem Zweiten Weltkrieg Minister in tschechoslowakischen Regierungen war, ist am Mittwoch vom tschechischem Abgeordnetenhaus posthum für einen hohen Staatsorden vorgeschlagen worden. Die Nominierung sei ein "inoffizielles Signal in Richtung Vertriebene", meldete die Nachrichtenagentur CTK. Sollte Präsident Vaclav Klaus zustimmen, würde Spina die Auszeichnung vermutlich im Oktober zugesprochen. Spina habe sich zwischen 1926 und 1938 für ein friedliches Zusammenleben von Tschechen und Deutschen eingesetzt, hieß es.

Medienrat verlängert Privatfernsehen Prima Lizenz

Der Medienrat für den Rundfunk und fürs Fernsehen hat dem Privatfernsehen Prima die Lizenz bis zum Jahre 2018 verlängert. Dies sagte am Mittwoch auf einer Pressekonferenz der Vorsitzende des Rates Petr Pospichal. Für die Verlängerung der Lizenz muss Prima 200 Millionen Kronen in den kommenden drei Jahren bezahlen.

Krönungsinsignien erneut ausgestellt

Die tschechischen Krönungsinsignien werden ab Donnerstag bis zum 13. Juli auf der Prager Burg ausgestellt. Am Mittwoch wurden die Krönungsinsignien von den sieben Besitzern der sieben Schlüssel zur Krönungskammer feierlich abgeholt. Nach fünf Jahren haben die Interessierten damit erneut die Chance, diese im Alten Königspalais zu besichtigen.

02-07-2003