Täglicher Nachrichtenüberblick Nachrichten

14-05-2003

Urban: Für tschechische Firmen sind direkte Kontakte im Irak wichtig

Der tschechische Industrie- und Handelsminister Milan Urban hält die Anknüpfung direkter Kontakte zu den neuen Behörden im Irak für den wichtigsten Schritt zur Durchsetzung tschechischer Firmen in diesem Land. Auf einer Pressekonferenz in Prag stellte der Minister fest, das Ministerium sei bereit, Handelsexperten in den Irak zu entsenden. Durch direkte Kontakte zu den irakischen Vertretern und zu den Unternehmerkreisen werden Urban zufolge langfristige Handelsbeziehungen garantiert. Die Liste der für die Teilnahme am Wiederaufbau des Irak geeigneten Firmen umfasst inzwischen 450 Namen.

Sämtliches Material für das Feldlazarett wurde in den Persischen Golf transportiert

In der Nacht auf Mittwoch wurde der letzte Teil des Material für das 7. Feldlazarett der tschechischen Armee, das in der südirakischen Stadt Basra stationiert wird, in den Persischen Golf transportiert. Darüber informierte der Sprecher des tschechisch-slowakischen Bataillons in Kuwait, Ludek Lávicka, am Mittwoch die Nachrichtenagentur CTK. Der Transport des Feldlazaretts hat sich um zwei Wochen verzögert. Es war notwendig, 254 Soldaten und ca. 1965 Tonnen Material in den Golf zu transportieren. Die tschechischen Militärärzte behandeln irakische Patienten unter provisorischen Bedingungen in Basra seit Ende April. Das Feldlazarett soll am kommenden Sonntag vom tschechischen Vizeverteidigungsminister Miroslav Kostelka feierlich eröffnet werden.

Einer der im Irak verletzten tschechischen Soldaten verlässt das Krankenhaus

Der erste der drei tschechischen Soldaten, die am vergangenen Freitag bei einem Unfall im Irak verletzt wurden, hat am Mittwoch das Prager Militärkrankenhaus verlassen. Die zwei anderen Soldaten werden auch weiterhin im Krankenhaus behandelt. Einer von ihnen erlitt schwere Kopf- und Armverletzungen und muss künstlich beatmet werden. Die Soldaten wurden bei einem Verkehrsunfall ca. 150 Kilometer südöstlich von Bagdad verletzt. Nach Worten des Befehlshabers der in Kuwait stationierten tschechisch-slowakischen ABC-Waffen-Abwehreinheit, Dusan Lupuljev, wurde der Unfall offensichtlich von einem irakischen LKW-Fahrer verursacht.

Tschechische ABC-Waffen-Experten nehmen nach Rückkehr aus Kuwait Urlaub

Tschechische Soldaten, die am vergangenen Montag aus Kuwait nach Tschechien zurückkehrten, gehen jetzt in den Urlaub. Im Rahmen der Operation "Enduring Feedom" waren sie in Kuwait stationiert.

Vladimír Zelezný vom Posten des Direktors des TV-Senders Nova abberufen

Vladimír Zelezný ist nicht mehr Generaldirektor des privaten tschechischen Fernsehsenders Nova. Am Mittwochvormittag wurde er von den Vertretern der Aktionäre und von Geschäftsführern der Gesellschaft CET 21, Jirí Smejc und Petr Dvorák, mit sofortiger Gültigkeit vom Posten des Generaldirektors abberufen. Darüber wurde die Nachrichtenagentur CTK vom Sprecher des Senders Petr Kostka informiert. Die Besitzer des Senders sind dadurch beunruhigt, dass die Probleme, die Zeleznýs Privatangelegenheiten und Probleme des tschechischen Staates betreffen, die durch die verlorene Arbitrage mit der Gesellschaft CME entstanden sind, mit dem TV-Sender Nova verbunden werden.

Anonymer Erpresser droht, Essen in Krankenhäusern zu vergiften

Ein anonymer Erpresser droht, das Essen in tschechischen Krankenhäusern zu vergiften. Er fordert vom tschechischen Staat 300 Millionen Kronen (ca. 10 Mio. Euro). Diese Information brachte das Tschechische Fernsehen am Dienstagabend. Der Erpresser hat sich Mitte der vergangenen Woche zum ersten Mal gemeldet, als er einige Ampullen mit Zyankali in einer Prager Geburtsklinik gestellt hat. Nach der Veröffentlichung der Drohung begannen die Prager Krankenhäuser, die Krankenhausküchen strenger zu kontrollieren. Der stellvertretende Polizeipräsident Jaroslav Macháne erklärte am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur CTK, die Drohung gelte nur den medizinischen Einrichtungen in der Hauptstadt, und es handele sich offensichtlich nur um einen Täter. Nach Meinung der Psychologen ist der unbekannte Erpresser ein intelligenter Mensch mit einer Persönlichkeitsstörung.

Stech: Kabinett reagiert auf den Aufruf der Gewerkschaftsverbände und wird verhandeln

Das Kabinett akzeptiert den Aufruf der Böhmisch-Mährischen Konföderation der Gewerkschaftsverbände und seine Vertreter werden am kommenden Freitag mit den Gewerkschaftern zusammentreffen. Darüber informierte am Mittwoch der Chef der Konföderation Milan Stech. Die Gewerkschafter verlangen, dass die Regierung erläutern soll, warum sie keine Maßnahmen zur Einschränkung der Steuerbetrüge trifft und was für Auswirkungen die angestrebte Reform der öffentlichen Finanzen haben wird.

Abgeordnetenhaus unterstützt Gesetz über Beschränkung der Barzahlungen

Das Abgeordnetenhaus hat am Mittwoch trotz des starken Widerstands der oppositionellen Bürgerdemokraten (ODS) in erster Lesung einen Gesetzentwurf über die Beschränkung von Barzahlungen unterstützt. Das Kabinett schlägt darin vor, dass Summen über 500.000 Kronen (umgerechnet ca. 16700 Euro) nicht in bar, sondern per Banküberweisung gezahlt werden sollen. Die ODS argumentiert damit, dass die Kosten für die Einführung des Gesetzes zu hoch seien und dass mit dem Gesetz Straftaten nicht verhindert werden können.

Experten: EU-Kampagne ist gut vorbereitet

Die jetzige Informationskampagne der Regierung zur Unterstützung des EU-Beitritts der Tschechischen Republik ist nach Meinung der Experten, die von der Nachrichtenagentur CTK angesprochen wurden, gut vorbereitet und zeitlich richtig geplant worden. Ondrej Novák von der Agentur Median erklärte, die Kampagne sei ruhig, die persönlichen Beispiele von Menschen aus EU-Ländern seien interessant. Es sei - so Novák - eine gute Form gewählt worden, die die bislang nicht entschiedenen Bürger beeinflussen könne.

Angehörige der nationalen Minderheiten für den EU-Beitritt Tschechiens

Angehörige der nationalen Minderheiten haben vor, den EU-Beitritt Tschechiens zu unterstützen. Slowaken, Polen, Ungarn und beispielsweise auch Vietnamesen, die in Tschechien leben und die tschechische Staatsbürgerschaft haben, versprechen, dass sie am Referendum über den EU-Beitritt teilnehmen und für den Beitritt stimmen werden. Dies geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Meldung der Nachrichtenagentur CTK hervor. Die stärkste nationale Minderheit in Tschechien - die Slowaken - sind nach den Worten des Vizepräsidenten des Slowakisch-Tschechischen Klubs, Vladimír Skalský, sehr daran interessiert, dass nicht nur die Slowakei, sondern auch Tschechien der EU beitritt. Die Landesversammlung der Deutschen in Böhmen, Mähren und Schlesien empfahl bereits im März ihren Mitgliedern, den EU-Beitritt Tschechiens zu unterstützen.

CSA-Piloten protestieren/CSA-Flüge verspätet

Piloten der tschechischen Fluggesellschaft CSA werden auch nach den am Mittwoch mit der CSA-Führung geführten Verhandlungen ihre Protestaktionen fortsetzen, die zur Verspätung der CSA-Flüge führen. Die Piloten protestieren seit einer Woche gegen das Vorhaben der Gesellschaft, nur einen Kollektivvertrag mit allen Gewerkschaftsorganisationen zu schließen. Bislang hatten die Piloten ihren eigenen Vertrag, in dem ihre Forderungen einschließlich der Lohnforderungen berücksichtigt werden.

Industrieproduktion stieg um 7 Prozent an

Die Industrieproduktion ist im März im Vergleich mit dem Vorjahr um 7 Prozent gestiegen. Darüber informierte am Mittwoch das Tschechische Statistische Amt. Die Belebung der Industrieproduktion, die in den vergangenen Monaten verzeichnet wurde, dauert somit an. Im Februar stieg die Industrieproduktion um 5,2 Prozent und im Januar um 6,4 Prozent an.

AKW Temelin: Kühlungsanlage wurde kontrolliert

Im südböhmischen Atomkraftwerk Temelín wurde am Mittwoch die Kontrolle der Kühlungsanlage beendet und der Reaktor des ersten Blocks wieder auf die Inbetriebnahme vorbereitet. AKW-Sprecher Milan Nebesár stellte gegenüber der Nachrichtenagentur CTK fest, der Reaktor, der am Dienstag abgeschaltet wurde, sei nun wieder hochgefahren worden.

Ausstellung im Nationalmuseum beschreibt 80 Jahre der Rundfunksendungen

Die Geschichte und die Gegenwart der Rundfunksendungen in den böhmischen Ländern werden in einer Ausstellung präsentiert, die ab Donnertag im Prager Nationalmuseum zu sehen sein wird. Die Tschechoslowakei war das zweite europäische Land mit regelmäßigen Rundfunksendungen. Aus einem Militärzelt in Kbely bei Prag begann man am 18. Mai 1923 zu senden. Anlässlich des 80-jährigen Jubiläums gab der Tschechische Rundfunk ein Sammelheft mit dem Titel "Vom Mikrofon zu den Hörern" heraus.

Gewinner des Prager-Frühling-Wettbewerbs ist Schweizer Julian Sommerhalder

Zum Gewinner des internationalen Musikwettbewerbs "Prager Frühling" im Fach Trompete wurde der 17jährige Schweizer Julian Sommerhalder. Dies gab die Jury am späten Dienstagabend bekannt. Bereits im Jahre 2001 hatte Sommerhalder den Musikwettbewerb des Tschechischen Rundfunks "Concertino Praga" gewonnen.

7. "Blumentag" unterstützt Kampf gegen Krebs

Die Bürger Tschechiens konnten am Mittwoch einen finanziellen Beitrag zum Kampf gegen den Krebs leisten. Die "Liga gegen Krebs" veranstaltet in 350 Orten der Republik bereits zum siebten Mal einen sog. "Blumentag", an dem man symbolische Ringelblumen zu symbolischen Preisen kaufen kann. Der Erlös kommt medizinischen Einrichtungen im Bereich der Krebsbekämpfung zugute.

14-05-2003