Täglicher Nachrichtenüberblick Nachrichten

28-04-2003

Bewachung wichtiger Objekte in Tschechien aufgehoben

Der Sicherheitsrat der Tschechischen Republik hat am Montag die Bewachung der wichtigen Objekte im Lande aufgehoben. Grund dazu ist die immer ruhiger werdende Situation in Irak, womit auch das Risiko eines terroristischen Angriffs sinkt. Die Bürger würden dies vor allem dadurch wahrnehmen, dass es auf den Strassen keine Militärwachen mehr geben wird, sagte der tschechische Premier Vladimir Spidla.

Papst übernimmt Nennungsurkunden vom neuen Botschafter

Der Papst Johannes Paulus II. hat am Montag die Nennungsurkunden des neuen tschechischen Botschafters Pavel Jajtner in Vatikan übernommen. Dabei warnte der Papst die neuen europäischen Demokratien vor einer "Vergöttlichung" der Marktwirtschaft. Der Papst sagte des weiteren, dass währen der sozialen Transformation, die diese Länder durchmachen, die Konsumwerte den Schwund von der traditionellen Werte zur Folge haben könnten.

Präsident Klaus und französischer Außenminister Villepin trafen zusammen

Der tschechische Präsident Vaclav Klaus ist am Montag in Prag mit dem französischen Außenminister Dominique de Villepin zusammengekommen. Die beiden Politiker haben vor allem über die Erweiterung der Europäischen Union, über die Vorbereitung der gemeinsamen europäischen Verteidigungspolitik sowie über die Situation im Irak gesprochen. Präsident Klaus sagte, er hätte im allgemeinen nichts gegen die Bildung von Staatenkoalitionen in Europa. Die Tschechische Republik werde aber die Stärkung der transatlantischen Bindung durchsetzen und daher nichts unterstützen, was sich gegen diese richten würde. Villepin meinte wiederum, dass der Brief der Acht, den acht Staatsmänner, darunter auch der Ex-Präsident Vaclav Havel, zur Unterstützung der USA vor dem Irak-Krieg unterschrieben haben, für die europäischen Interessen keinen positiven Einfluss hatte. Mit dem tschechischen Außenminister Cyril Svoboda einigte sich Villepin nicht auf der rotierenden EU-Ratspräsidentschaft, die Tschechien beibehalten will, während Frankreich für einen EU-Präsident plädiert.

Leiter der tschechischen Delegation für irakische Wiederaufbaukonferenz bekannt

Der tschechische Außenminister Cyril Svoboda hat am Montag den Namen jener Person bekannt geben, die in den nächsten Tagen als tschechische Koordinatorin für das Amt für Wiederaufbau und humanitäre Hilfe in den Irak wahrscheinlich abreisen wird. Dazu wurde Janina Hrebickova ernannt und vor Journalisten vorgestellt. Hrebickova hat in den vergangenen 11 Jahren in verschiedenen internationalen Organisationen gearbeitet, vor allem bei der UNO. Insgesamt will die Tschechische Republik, die sich - außer dem Irak selbst - als eines von sechs Ländern an der Wiederaufbaukonferenz beteiligen wird, zwanzig Berater entsenden. Als sicher gilt bereits die Teilnahme der tschechischen Botschafterin in Kuwait, Jana Hybaskova. Tschechien soll bei der Konferenz vor allem seine Erfahrungen mit dem Übergang von einem totalitären Regime zur Demokratie einbringen.

Außerdem wird sich die Regierung voraussichtlich mit dem Umfang jener Geldmittel befassen, die für die humanitäre Hilfe und die tschechische Beteiligung an der ersten Wiederaufbauphase im Irak zur Verfügung gestellt werden sollen. Ersten Vorschlägen zufolge soll es sich um knapp 400 Millionen Kronen, das sind etwa 13 Millionen Euro, handeln.

Tschechische Arbeits- und Aufenthaltsbewilligungen für US-Amerikaner teurer

Die Tschechische Republik erhöht die Gebühren für die Erteilung von langfristigen Aufenthalts- sowie Arbeitsvisen für US-amerikanische Bürger in Tschechien. Bis 90 Tagen Aufenthalt brauchen diese nach wie vor kein Visum. Dies gab am Montag der tschechische Außenminister Cyril Svoboda bekannt. Indirekt bestätigte er, dass dies unter anderem eine Reaktion Tschechiens auf die strengeren Bedingungen ist, die für die Erteilung der Visen für die in die USA reisende Tschechen festgesetzt wurden.

Infozentren für tschechische Unternehmen noch nicht eröffnet

Informationszentren für kleine und mittelgroße Unternehmer, die diese im Zuge des EU-Beitritts der Tschechischen Republik unterstützen sollen, werden um einen Monat später eröffnet als geplant. Die Errichtung dieser Zentren wird von der Wirtschaftskammer und der Regierungsagentur Czechindustry durchgeführt. Die Sprecherin der Wirtschaftskammer begründet die Verspätung der Eröffnung mit der ungelösten Finanzierung der Zentren.

Temelin: Beide Blöcke wieder in Betrieb

Seit Samstagabend sind wieder beide Reaktorblöcke des südböhmischen Atomkraftwerks Temelin in Betrieb und ans Stromnetz angeschlossen. Block eins war am 31. Januar abgeschaltet worden, die dreimonatige Pause hatte zur teilweisen Auswechslung von Brennmaterial und zur Überprüfung der Anlage gedient. Der zweite Reaktorblock ist seit 18. April in Probetrieb, dieser soll insgesamt eineinhalb Jahre dauern.

Krönungsinsignien werden im Juli auf der Prager Burg ausgestellt

Anfang Juli werden auf der Prager Burg die Originale der Krönungsinsignien ausgestellt. Den wertvollsten tschechischen Schatz können die Interessierten nach fünf Jahren, wo dieser in streng bewachter Kammer verschlossen war, wieder bewundern. Grund zu der Ausstellung sei, dass dieses Jahr bedeutend ist, sagte der Nachrichtenagentur CTK Eliska Fucikova, die für die Verwaltung der Krönungsinsignien verantwortlich ist.

28-04-2003