Täglicher Nachrichtenüberblick Nachrichten

22-04-2003

20 tschechischen Experten nach Irak

Die Tschechische Republik beabsichtigt, zwanzig Experten nach Irak zu schicken. Diese werden den dortigen Institutionen helfen, sowie auch den tschechischen Unternehmern, die sich an dem Wiederaufbau des Landes beteiligen wollen. Das Außenministerium will in den nächsten Tagen einen Vermittler bestimmen, der nach Irak als erster aufbrechen soll. Der ursprünglich gewählte Diplomat musste aus gesundheitlichen Gründen wieder abberufen werden, sagte am Dienstag der tschechische Außenminister Cyril Svoboda in einer Sendung des BBC.

Kommunisten könnten beim EU-Referendum gefährlich werden

Der tschechische Premier Vladimir Spidla hat am Dienstag die Bemühungen der Kommunisten, den EU Beitritt Tschechiens zu verzögern, als gefährlich bezeichnet. Diese könnten vor allem in jenem Moment an Bedeutung gewinnen, falls wenig Menschen am Referendum über den Beitritt Tschechiens teilnehmen sollten. Im Rahmen einer Debatte mit Studenten in Mlada Boleslav sagte Premier Spidla, er unterschätze die Kampagne der Kommunisten nicht. Vor allem gefährlich seien die Bemühungen der Kommunisten, das Land zu isolieren, denn dann würden sie für sich die beste Position verteidigen können.

Klaus und Svoboda in Meinungen über die EU nicht einig

Der tschechische Präsident Vaclav Klaus und der tschechische Außenminister Cyril Svoboda sind am Dienstag zu gemeinsamen Gesprächen über ihre Einstellungen zur Europäischen Union zusammengetroffen. Grund des Treffens war, dass Klaus Svobodas Äußerungen über seine Einstellung zur europäischen Integration als beleidigend bezeichnet hatte. An seinen Aussagen ändere sich nichts, sagte Außenminister Svoboda nach dem Treffen. Svoboda hatte nach seiner Rückkehr aus Athen gesagt, dass Vaclav Klaus oberflächliche und unvollständige Informationen über das derzeitige Geschehen in der Union habe. Klaus hatte in Athen unter anderem gesagt, dass Tschechien nach seinem Beitritt einen Teil seiner Souveränität verlieren werde. Spannungen zwischen dem Präsidenten einerseits und dem Außenminister und dem Premier andererseits waren bereits im Laufe des informellen Treffens in Athen zur Unterzeichnung der Beitrittsverträge deutlich geworden.

Mundschutz am Flughafen Ruzyne vorhanden

Die Verwaltung der tschechischen Flughäfen hält für ihre Angestellten eine ausreichende Anzahl von Mundschutz gegen die Lungenentzündung SARS bereit. Bisher wurden allerdings noch keine zugeteilt, informierte am Dienstag eine Sprecherin die Nachrichtenagentur CTK. Eine der Gründe, warum der Mundschutz nicht verteilt wurde, ist der, dass die Angestellten der Verwaltung nicht in Kontakt mit den Reisenden kommen. In der Tschechischen Republik ist die Erkrankung bisher nicht aufgetreten.

Buchmesse: Zentralthema Afrika

Die internationale Buchmesse "Die Welt des Buchs", die von Donnerstag bis Sonntag am Prager Messegelände stattfindet, hat dieses Jahr zum Hauptthema den Dialog unter den Kontinenten gewählt. Die Hauptausstellung ist der afrikanischen Literatur gewidmet. Die tschechischen Verlage werden Übersetzungen von afrikanischen Büchern präsentieren und bei der Messe werden auch afrikanische Schriftsteller anwesend sein. Die Messe wird von einer Filmschau "Literatur im Film" begleitet.

Jagr und Lang werden bei der WM in Finnland nicht spielen

Die Stürmer Jaromir Jagr und Robert Lang werden das tschechische Eishockeyteam bei der Eishockeyweltmeisterschaft in Finnland nicht unterstützen. Die beiden Kollegen aus Washington Capitals teilten dies heute nach dem Ausscheiden aus der ersten Runde des Stanley Cups dem Trainer Slavomir Lener mit.

22-04-2003