Täglicher Nachrichtenüberblick Nachrichten

31-03-2003

Klaus schreibt Bush einen Brief

Der tschechische Präsident Vaclav Klaus hat dem US Präsident George Bush einen Brief geschickt. In diesem Brief sagt Klaus, dass man in der heutigen schwierigen Zeit Freundschaft nicht nur durch Worte, sondern auch durch Taten zum Ausdruck bringt. Was den Irak-Krieg betrifft, nehme Tschechien an den Kämpfen auf Seiten der USA und Großbritannien nicht teil. Tschechien unterstütze allerdings die USA im Kampf gegen den Terrorismus.

Entsendung des Feldlazaretts unklar

Die tschechische Regierung hat am Montag über den Antrag von Verteidigungsminister Jaroslav Tvrdík, demzufolge ein Feldlazarett der Tschechischen Armee in die Golfregion entsandt werden soll, nicht verhandelt. Der Nachrichtenagentur CTK teilte dies Verteidigungsminister Tvrdik mit dem Hinweis, dass noch nicht alle zur Entsendung notwendige Informationen bekannt sind. Die Regierung soll deshalb am Dienstag zu einer Sondersitzung zusammentreffen.

Der tschechische Außenminister Cyril Svoboda will, dass das tschechische Feldlazarett im Rahmen der Antiterror-Aktion Enduring Freeedom ähnlich wie im Afghanistan eingesetzt wird. Das Lazarett soll in Kuwait stationiert werden. In Tschechien ist man sich derzeit nicht klar darüber, unter welchem Mandat das Krankenhaus eingesetzt werden sollte. Während Präsident Klaus der Ansicht ist, dass die Militärärzte auf das UNO Mandat warten sollten, meint das Außenministerium, dass sie aus humanitären Gründen sofort fahren sollten.

Vertrag über die Autobahn D47 gekündigt

Die tschechische Regierung hat am Montag beschlossen, den Vertrag über den Bau der Autobahn D47 mit der israelischen Gesellschaft Housing&Construction zu kündigen. Diese Nachricht brachte am Montag die Nachrichtenagentur CTK. Den Vertrag hat die Regierung des Ex-Premiers Milos Zeman im vergangenen Juni ohne Auswahlverfahren abgeschlossen. Premier Spidla sagte, dass die Autobahn allerdings um ein Jahr früher beendet wird und die Kosten werden auch niedriger sein.

Tschechische Regierung verabschiedete den EU-Vertrag

Die tschechische Regierung hat auf ihrer Sitzung am Montag den EU-Beitrittsvertrag verabschiedet, der ein unabdingbarer Bestandteil für die künftige Mitgliedschaft der Tschechischen Republik in der Union ist. Den Vorstellungen der EU-Exekutive und -Legislative zufolge soll Tschechien mit zehn weiteren Kandidatenländern bereits im Mai kommenden Jahres dem europäischen Staatenbündnis beitreten. Der Beitrittsvertrag, in dem die Bestimmungen zur EU-Mitgliedschaft festgehalten sind, soll bereits Mitte April beim EU-Gipfel in Athen unterzeichnet werden.

Neue Lungenentzündung SARS nicht festgestellt

Bei keinem der 11 Patienten, die in den Krankenhäusern in Prag und Brünn zur Beobachtung stationiert wurden, habe sich die neue Lungenentzündung SARS bewiesen. Es handelte sich bei ihnen um andere Diagnosen, sagte am Montag der Haupthygieniker der Tschechischen Republik Michael Vit der Nachrichtenagentur CTK. Bei einer weiteren Patientin, die noch im Krankenhaus in Pribram liegt, seien Vit zufolge bereits seit acht Tagen keine klinischen Befunde mehr festgestellt worden.

Brandenburg spendete drei Millionen Kronen für hochwassergeschädigtes Terezín/Theresienstadt

Der Ministerpräsident des deutschen Bundeslandes Brandenburg, Matthias Platzeck, hat am Samstag dem Bürgermeister des mittelböhmischen Terezín/Theresienstadt einen Scheck in Höhe von drei Millionen Kronen (ca. 100.000 Euro) zur Erneuerung der Stadt nach dem letztjährigen Hochwasser überreicht. Platzeck versicherte, dass bei den in Deutschland durchgeführten Spendensammlungen zur Schadensbeseitigung der Hochwasserschäden in den eigenen Städten mehr Geld als benötigt eingenommen worden ist. Deshalb habe man beschlossen, dem von einem ähnlichen Schicksal heimgesuchten Theresienstadt zu helfen, sagte Platzeck in einem Gespräch für die nordböhmische Regionalausgabe der Tageszeitung Deník Bohemia, das am Montag veröffentlicht wurde.

Zwei Bergarbeiter bei Grubenunglück im Gebiet von Karvina getötet

Bei einer mächtigen Erschütterung in der im nordmährischen Kohletagebaugebiet um Karvina gelegenen Grube CSA sind am Sonntag zwei Bergarbeiter getötet und einer schwer verletzt worden. Die Polizei hat inzwischen die Ermittlungen zum Unfallhergang eingeleitet, wobei nicht ausgeschlossen werde, dass ein Unbekannter den Unfall verursacht und damit einen Straftat begangen habe, erklärte die Sprecherin der nordmährischen Polizeibehörde, Sona Bradácová, heute gegenüber der Nachrichtenagentur CTK. Der 35-jährige schwer verletzte Bergarbeiter wurde mit einem Rettungshubschrauber sofort in das Krankenhaus in Ostrava-Poruba geflogen. Seine beiden 35 und 44 Jahre alten Kollegen konnten nur noch tot geborgen werden.

31-03-2003