Täglicher Nachrichtenüberblick Nachrichten

23-03-2003

Sozialdemokraten in der Vysocina gegen Verbot der Zusammenarbeit mit Kommunisten

Die Sozialdemokraten in der Vysocina (Böhmisch-Mährische Höhe) fordern die Aufhebung des sog. Bohuminer Beschlusses, in dem die Sozialdemokratische Partei 1998 eine Zusammenarbeit mit den Kommunisten ausgeschlossen hatte. Dieser Beschluss sei zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine unnötige Barriere, hieß es. Zwar sollte es keine Regierungskoalition mit den Kommunisten geben, aber man könne sich eine Situation vorstellen, in der man die Kommunistische Partei um Unterstützung bitten müsse, sagte am Sonntag der Vorsitzende des Bezirksverbandes der Sozialdemokraten in der Vysocina, Zdenek Chlad.

Armee: Tschechien drohen keine Terroranschläge

Nach jüngsten Informationen aus den Reihen der tschechischen Armee drohen Tschechien nach wie vor keine Terroranschläge. Auch am Sonntag habe sich die Sicherheitslage in Zusammenhang mit dem Irak-Krieg nicht verändert, informierte Generalstabschef Pavel Stefka auf einer Pressekonferenz. In Prag sind nach wie vor 300 Soldaten gemeinsam mit der Polizei zur Bewachung wichtiger Objekte im Einsatz, weitere 320 in Mittelböhmen.

Souckova schließt Kandidatur für Parteivorsitz nicht aus

Die Vizevorsitzende der Sozialdemokratischen Partei (CSSD), Marie Souckova, schließt nicht aus, auf dem Parteitag der CSSD in der kommenden Woche für den Parteivorsitz zu kandidieren. Im privaten Fernsehsender NOVA sagte Souckova am Sonntag, dass einige Organisationen mit diesem Vorschlag an sie herangetreten seien. Im Moment sei sie noch nicht entschlossen, so Souckova, man solle jedoch niemals nie sagen. Vergangene Woche hatte Souckova angekündigt, dass sie sich auf dem Parteitag wieder um den Posten der Vizevorsitzenden bewerben wolle. Einziger offizieller Kandidat für den Parteivorsitz ist der gegenwärtige Parteichef, Premierminister Vladimir Spidla.

Verheugen: Äußerungen von Klaus zu Benes-Dekreten waren sehr hilfreich

EU-Erweiterungskommissar Günther Verheugen hat sich zufrieden darüber gezeigt, dass der neue tschechische Präsident Vaclav Klaus mit seinen Äußerungen in der vergangenen Woche versucht habe, den Streit um die Gültigkeit der sog. Benes-Dekrete zu neutralisieren. Es habe die Gefahr bestanden, dass das Europäische Parlament bei der Abstimmung über den EU-Beitritt der Tschechischen Republik eine Warnung hinsichtlich der Dekrete aussprechen werde. Er sei sehr froh, so Verheugen gegenüber der Nachrichtenagentur CTK, dass diese Gefahr vermieden worden sei. Die Worte von Präsident Klaus seien sehr hilfreich gewesen. Ein einfacher Satz habe genügt, so der EU-Erweiterungskommissar.

Tschechische Behörden warnen nach Erpressung vor Anschlägen

In einem Aufsehen erregenden Erpressungsfall befürchten die Behörden an diesem Montag Anschläge auf öffentliche Einrichtungen. "Es ist Zeit, den Menschen die Wahrheit zu sagen", teilte der Vorsitzende des Bezirks Olomouc (Olmütz), Jan Brezina, am Sonntag mit. Die Polizei habe zwar nach den Anweisungen des Erpressers, der seit Wochen die Regierung unter Druck setze, aus einem Hubschrauber zehn Millionen Kronen (etwa 320 000 Euro) abgeworfen, sagte Brezina. Der Unbekannte, der Anschläge für den 24. März angedroht habe, holte das Geld aber nicht ab. "Die Menschen im Raum Olomouc sollten an diesem Montag frequentierte Orte meiden", warnte Brezina.

Polizei musste wegen Bombendrohung wiederholt Prager Hauptbahnhof räumen

Die Prager Polizei musste am Sonntag wegen anonymer Bombendrohungen dreimal den Prager Hauptbahnhof räumen. Sprengstoff wurde jedoch nicht gefunden. IN der vergangenen Woche musste der Bahnhof bereits mehrfach aufgrund anonymer Drohungen geschlossen werden. In keinem der Fälle hatte die Polizei explosive Stoffe gefunden.

23-03-2003