Täglicher Nachrichtenüberblick Nachrichten

02-03-2003

Präsident Klaus will Mitarbeiter der Präsidentenkanzlei auswechseln

Der neue tschechische Präsident Vaclav Klaus trifft sich heute mit den bisherigen Mitarbeitern der Präsidentenkanzlei. Er kündigte bereits an, den Posten des Kanzlers neu zu besetzen, und zwar durch seinen bisherigen Berater Jiri Weigl. Des weiteren will er den Präsidentensprecher sowie einige Chefs der wichtigsten Abteilungen seiner neuen Kanzlei auswechseln.

Spidla-Kabinett berät über tschechische Beteiligung an Expo 2005

Die tschechische Regierung befasst sich auf ihrer heutigen Sitzung mit der Finanzierung und dem Konzept der tschechischen Beteiligung an der Expo-Ausstellung in Japan im Jahre 2005. Die Minister diskutieren auch über die Maßnahmen zur Erhaltung der vom Hochwasser beschädigten Dokumente. Behandelt wird des weiteren die Vision der tschechischen Außenpolitik bis zum Jahr 2006.

Bankrotte Union Banka legt Restrukturierungsplan vor

Das bankrotte Bankinstitut Union Banka legt an diesem Montag der Tschechischen Nationalbank seinen Restrukturierungsplan vor. Die Zentralbank soll in einigen Tagen ihre Stellungnahme zu dem Plan veröffentlichen und dann entscheiden, ob sie der Bank die Lizenz entzieht oder ihr noch eine Chance gibt. Details des Restrukturierungsprogramms werden geheim gehalten. Man nimmt an, dass die Bank ihre Filialen wiedereröffnet und die Kundeneinlagen teilweise auszahlt.

Erste Auslandsreise des neuen Präsidenten führt in die Slowakei

Die erste Auslandsreise wird das neue tschechische Staatsoberhaupt Vaclav Klaus in die Slowakei unternehmen. Sobald als möglich will er auch alle 14 Landkreise der Tschechischen Republik besuchen. Dies erklärte Klaus am Sonntag im Fernsehsender Nova. Er erklärte weiter, er wolle sich während seiner Amtszeit mehr im In- als im Ausland aufhalten, sich mit Leuten treffen, gute Laune verbreiten und helfen, die Streitigkeiten auf der politischen Szene beizulegen.

Klaus: Aussöhnungserklärung von 1997 maßgebend für tschechisch-deutsches Verhältnis

Vaclav Klaus lehnt es ab, als Euroskeptiker bezeichnet zu werden. An der Spitze des Staates werde er sich jedoch seinen realistischen Stanpunkt zur Europäischen Union behalten und das föderalistische Modell der europäischen Integration ablehnen, sagte Klaus am Sonntag.

Im Verhältnis zu Deutschland und zu den Sudetendeutschen will der neue tschechische Präsident nicht weiter gehen, als er es als ehemaliger tschechischer Premier mit seiner Unterschrift unter die tschechisch-deutsche Aussöhnungserklärung im Jahre 1997 getan hat. "Für mich gibt es keinen Grund, das zu überschreiten, was ich damals unterzeichnet habe," erklärte Klaus am Sonntag. Ihm zufolge sei es wichtig, die zeitliche Aufeinanderfolge der Ereignisse zu unterstreichen, d.h. dass die Aussiedlung der Deutschen aus der Tschechoslowakei eine Reaktion auf den Naziterror und den Zweiten Weltkrieg gewesen sei.

Klaus: Ich bin von den Vertretern aller Parteien gewählt worden

Präsident Vaclav Klaus ist sich sicher, dass ihm bei der Wahl am Freitag die Gesetzgeber aus allen Parlamentsparteien ihre Stimmen gegeben haben. Klaus wies die Behauptung zurück, dass er nur dank des Votums der Kommunisten gewählt wurde, räumte jedoch ein, dass auch zahlreiche kommunistische Abgeordnete für ihn gestimmt hätten. Er habe der KSCM dafür aber keine Zugeständnisse gemacht, betonte Klaus.

Vizepremier Svoboda: Existenz der Regierung ist nicht gefährdet

Der Vorsitzende der Christlich-demokratischen Volksunion, Außenminister Cyril Svoboda, glaubt nicht, dass der Misserfolg der Regierungskoalition bei der Präsidentenwahl die Existenz der Regierung bedrohen könne. Für das Fungieren der jetzigen Koalitionsregierung der Sozialdemokraten, Christdemokraten und Unionisten ist seiner Meinung nach die Unterstützung des Abgeordnetenhauses entscheidend, in dem die Koalition über die knappe Mehrheit von 101 Stimmen verfügt. Dies äußerte Svoboda am Sonntag in einer Diskussionsrunde des TV-Senders Prima.

Tschechisch-slowakische Anti-ABC-Waffen-Einheit in Kuwait ist komplett

Die letzte Gruppe der slowakischen Anti-ABC-Waffen-Spezialisten ist am Sonntag nach Kuwait geflogen, wo sie sich den tschechischen Soldaten anschließt. "Die Einheit von 69 Soldaten ist bereit, Aufgaben im Rahmen der gemeinsamen tschechisch-slowakischen Einheit im Zusammenhang mit dem Schutz vor Massenvernichtungswaffen und mit der Beseitigung von deren möglichen Folgen zu erfüllen," sagte Katarína Heimschildová vom slowakischen Verteidigungsministerium der Nachrichtenagentur CTK.

"Das Jahr des Teufels" - der beste Film des Jahres 2002

Der beste tschechische Film des Jahres 2002 ist "Rok dabla" ("Das Jahr des Teufels") von Regisseur Petr Zelenka. Dieser wurde am Samstagabend mit dem Preis der tschechischen Filmakademie, dem "Tschechischen Löwen" ausgezeichnet. Einen weiteren Preis erhielt der tschechisch-slowakische Filmregisseur, Drehbuchautor und Kameramann Juraj Jakubisko für sein langjähriges Schaffen zum Nutzen der tschechischen Kinematographie.

Buchmesse "Libri" in Olomouc

70 Buchverleger, Schriftsteller, Kritiker und Literaturtheoretiker aus Mitteleuropa treffen sich in der kommenden Woche auf der Buchmesse Libri im mährischen Olomouc/Olmütz. Die Messe findet vom 6. bis 8. März statt und wird zudem von einem Literaturfestival begleitet.

02-03-2003