Täglicher Nachrichtenüberblick Nachrichten

19-01-2003

Freiheitsunion - Demokratische Union bleibt in der Regierung

Die Freiheitsunion - Demokratische Union bleibt auch weiterhin in der Koalitionsregierung mit den Sozialdemokraten und den Christdemokraten. Mit einer Stimmenmehrheit haben darüber am Sonntag die Delegierten der kleinsten Regierungspartei entschieden. Die Unionisten haben somit den Vorschlag eines Parteimitglieds abgelehnt, spätestens nach der Bekanntgabe der Ergebnisse des EU-Referendums im Juni, die Regierung zu verlassen. Chefs der weiteren Regierungskoalitionsparteien, Vladimir Spidla und Cyril Svoboda, begrüßen den Ausgang dieser Abstimmung. Des weiteren wurde zum neuen Vorsitzenden der Partei der Vizepremier Petr Mares gewählt, der schon im ersten Wahlgang über den Senatoren Robert Kolar gesiegt hat.

Zeman: Klaus kann besiegt werden

Der Kandidat der Bürgerdemokraten für die Präsidentschaftswahlen, Vaclav Klaus, kann seinem Gegenkandidaten, Milos Zeman, zufolge, besiegt werden, wenn die Sozialdemokratie einheitlich abstimmen wird. Dies sagte am Sonntag Milos Zeman, der am Tag davor von den Sozialdemokraten nominiert wurde, vor Journalisten. "Klaus haben wir schon dreimal besiegt. Er ist ein schwieriger Gegner, aber dies beweist, dass er besiegbar ist," sagte des weiteren Zeman. Die zweite Wahlrunde der Präsidentschaftswahlen findet am kommenden Freitag statt.

Vaclav Havel wird Oswaldo Paya empfangen

Der tschechische Präsident Vaclav Havel wird am Mittwoch auf der Prager Burg den kubanischen Dissidenten Oswaldo Paya empfangen. Der Nachrichtenagentur CTK teilte dies der Pressesprecher des Präsidenten Ladislav Spacek mit. Paya kommt nach Prag auf Einladung der humanitären Gesellschaft Mensch in Not und wird hier auch mit anderen Politikern zusammentreffen. Paya ist einer der Initiatoren des sog. Varela Projekts, dessen Ziel die Durchsetzung des Referendums über demokratische Veränderungen auf Kuba ist. Havel unterstützte bereits mehrmals die kubanische Opposition im Kampf gegen Castros Regime.

Orthodoxe Kirche in Tschechien hat ihren ersten Roma Priester

Der Erzbischof Krystof hat am Sonntag in der Pilsener Sankt Anna Kirche den ersten Roma Priester in der Geschichte der tschechischen orthodoxen Kirche geweiht. Die Zeremonie hat vier Stunden gedauert, nichtsdestotrotz war die Kirche voll, meldete am Sonntag die Nachrichtenagentur CTK. Zur Weihung des neuen Priesters David Dudas ist nach Plzen eine zahlreiche Gruppe von Roma aus ganz Tschechien gekommen. Der Priester will in der Dreifaltigkeitskirche in Rokycany im Februar mit regelmäßigen Gottesdiensten beginnen. Die Dreifaltigkeitskirche hatte die römisch-katholische Kirche an die Orthodoxen übergeben, seit zwei Jahren wird sie von Roma renoviert.

Fernadoption in Bangladesch: 452 Adoptiveltern aus Tschechien

Für die Fernadoption eines Kindes in Bangladesch haben sich in Tschechien bereits 452 Menschen entschieden. Mit einem Betrag zwischen 17 und 37 Euro im Monat ermöglichen sie den Kindern, zumindest teilweise ihre Lebensbedingungen zu verbessern, beispielsweise die Schule zu besuchen. Über die Fernadoption sprach am Sonntag im südmährischen Zlin tschechischer Arzt Milan Moskala, der sich um ihre Gründung eingesetzt hat.

19-01-2003