Täglicher Nachrichtenüberblick Nachrichten

19-12-2005

Neue tschechische Botschaft in der Republik Moldau eröffnet

Der tschechische Außenminister Cyril Svoboda hat am Montag in der moldawischen Hauptstadt Chisinau eine neue tschechische Botschaft eröffnet. Die tschechische Regierung wolle damit die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen mit der Republik Moldau verbessern. Es handele sich dabei eine strategische Entscheidung, da Tschechien die Zahl seiner diplomatischen Vertretungen insgesamt verkleinern wolle, sagte Svoboda in Chisinau. Im Moment betreibt Tschechien weltweit 91 Vertretungen. Tschechien ist das 16. Land, das in der Republik Moldau eine eigene Botschaft hat. Die Europäische Union möchte gute Beziehungen mit Moldawien aufbauen, denn nach dem EU-Beitritt von Rumänien und Bulgarien in 2007 wird das Land zu einem unmittelbaren EU-Nachbarn.

Antimonopolbehörde vermittelt bezüglich des Mautsystems in Tschechien

Das tschechische Amt für den Wettbewerbsschutz hat am Donnerstag ein Verwaltungsverfahren wegen der Entscheidung des Verkehrsministeriums bezüglich des neuen Mautsystems eingeleitet. Darüber informierte der Sprecher der Antimonopolbehörde am Montag. Damit reagierte die Behörde auf mehrere Beschwerden von Firmen, die im Auswahlverfahren für die Einführung des Mautsystems nicht erfolgreich gewesen sind. Das mehrstufige Auswahlverfahren für das Mautsystem in Tschechien hat nach der Entscheidung des Verkehrsministeriums die Firma Kapsch gewonnen, die auch in Österreich mit ihrer Mikrowellen-Technologie das Mautsystem aufgebaut hat. In Tschechien soll das neuen Mautsystem 2007 eingeführt werden.

Scharon erleidet Schlaganfall - Paroubek sagt Israel-Reise ab

Wegen der plötzlichen Erkrankung des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon hat Tschechiens Premier Jiri Paroubek am Montag in letzter Minute seine geplante Israel-Reise abgesagt. Ein Treffen mit Scharon, das derzeit ausgeschlossen ist, wäre einer der wichtigsten Programmpunkte des Besuchs gewesen. Ariel Scharon war gestern nach einem leichten Schlaganfall ins Krankenhaus gebracht worden. Letzten Meldungen zufolge ist sein Zustand zwar stabil, er bleibt jedoch vorerst unter ärztlicher Beobachtung. Wie das Prager Regierungsamt mitteilt, wird ein neuer Termin für Paroubeks Reise nach Israel gesucht.

Ehemaliger Premier Gross hat beim Kauf seiner Wohnung keine Straftat verübt

Der ehemalige tschechische Premier Stanislav Gross (CSSD) hat beim Kauf seiner Wohnung in Prag keine Straftat begangen. Die Polizei habe deshalb das Verfahren gestoppt, sagte der Staatsanwalt für Prag 5, Julius Lachnitt, am Montag. Die Unklarheiten bezüglich der Finanzierung der Wohnung von Gross und die Unternehmertätigkeiten seiner Ehefrau hatten im Frühjahr 2005 zu einer Regierungskrise und zur Amtsniederlegung des Premiers geführt. Der Sozialdemokrat Gross konnte nicht erklären, wie er 1999 den Kauf seiner Wohnung finanziert hat.

Niznansky in München freigesprochen

Der 88-jährige Ladislav Niznansky, der wegen Kriegsverbrechen in der Slowakei angeklagt wurde, wurde am Montag in München freigesprochen. Das Gerichtsverfahren wurde mit der Feststellung abgeschlossen, dass Niznansky an den Massakern im Januar und Februar 1945 in der Mittelslowakei nicht aktiv beteiligt war. Die Staatsanwaltschaft, die eine lebenslängliche Strafe verlangt hat, hat Berufung eingelegt. Das Gericht hat sich auf Zeugenaussagen sowie auf die Ergebnisse eines Gerichtsverfahrens von 1962 berufen. Bereits 1962 war Niznansky in der Tschechoslowakei in Abwesenheit zum Tode verurteilt worden, das Verfahren wurde jedoch angeblich von der kommunistischen Justiz manipuliert. Seit 1996 hat Niznansky die deutsche Staatsbürgerschaft.

Tschechische Hilfsorganisation plant den Bau von zwei Schulen in Äthiopien

Die tschechische Hilfsorganisation "Clovek v tisni" (Mensch in Not) wird im kommenden Jahr zwei neue Schulgebäude im Süden von Äthiopien aufbauen. In diesem Jahr ist es gemeinsam mit der Jugendorganisation Junak gelungen, 1,75 Millionen Kronen (rund 58.000 Euro) für dieses Projekt zu sammeln, sagte der Koordinator für Äthiopien Ondrej Zapletal am Montag. In Äthiopien wurde 2005 bereits eine Schule mit tschechischen finanziellen Mitteln eröffnet. Die Hilfsorganisation hat Äthiopien ausgewählt, weil dort nur rund die Hälfte der Kinder eine Schulbildung genießt und Analphabetismus sehr weit verbreitet ist.

Erfolg der Reality-Shows in Tschechien eher bescheiden

Die beiden ersten tschechischen Reality-Shows Big Brother und VyVoleni (übersetzt etwa "Die Auserwählten") sind mit dem Finale vom Sonntag sowie vom Sonntag vergangener Woche abgeschlossen. Seit Ende August wurden die Mitglieder der Fernseh-WGs von Kameras beobachtet. Obwohl es sich bei Big Brother (TV NOVA) um ein international bekanntes Format handelt, war die Show VyVoleni des Konkurrenzsenders Prima, gemessen an den Einschaltquoten, erfolgreicher. Gemeinsam ist beiden Sendern, dass sie vom Rundfunk- und Fernsehrat wegen obszöner Aufnahmen zu Geldstrafen in Millionenhöhe verurteilt wurden.

Gorilla Moja im Prager Zoo ist ein Männchen

Der erste Gorilla, der in Tschechien geboren wurde, ist ein Männchen. Ein Jahr nach der Geburt im Prager Zoo haben dies DNA-Tests bestätigt. Der Gorilla lebt mit seinen Eltern ohne direkten Menschenkontakt im Pavillon, es war bis dato nicht möglich, das Geschlecht des Primatenbabys festzustellen. Die Zoo-Mitarbeiter sprachen bis jetzt von einem Weibchen und gaben ihm bei der Geburt den Namen "Moja", was der oder die "erste" bedeutet. Die Pfleger konnten Moja nicht direkt untersuchen, es mussten also DNA-Proben vom Flaschenhals benutzter Flaschen sowie von der Haut des Affen entnommen werden.

Tschechien erwarten neue Schneefälle

Die Situation nach einem Wochenende mit Schneefällen und Windstürmen hat sich in Tschechien am Montag beruhigt. Die Meteorologen warnen jedoch vor neuen Schneefällen in der Nacht zu Dienstag. Am vergangenen Wochenende wurde die Republik von Windstössen bis zu 140 km/h sowie von Schneefällen gelähmt. Die Polizei musste mehr als 2.000 Autounfälle untersuchen, 13 Personen kamen dabei ums Leben. Die Energieversorger haben die Schäden bis zu 15 Millionen Kronen (etwa 500.000 Euro) beziffert. Einige Haushalte sind nach wie vor ohne Stromversorgung.

Wetter

In Tschechien ist es am Dienstag überwiegend bewölkt mit Schneefällen. Die Tagestemperaturen liegen zwischen -1 und 3 Grad.

19-12-2005