Täglicher Nachrichtenüberblick Nachrichten

08-10-2005

Tschechien ist bereit den vom Erdbeben betroffenen Ländern Asiens zu helfen

Tschechien ist bereit, den asiatischen Ländern zu helfen, die am Samstag von einem starken Erdbeben heimgesucht wurden. Konkrete Forderungen werden von den betroffenen Ländern erwartet, mit deren Behörden tschechische Diplomaten in Kontakt sind. Tschechien könnte Spezialisten mit Suchhunden sowie weitere Rettungsteams entsenden, die Erfahrungen mit Fahndung nach verschütteten Menschen haben. Außerdem wird materielle Hilfe angeboten. Das sagten am Samstag Premier Jiri Paroubek und Außenminister Cyril Svoboda.

Tschechische Rettungsteams bereiten sich auf Abreise nach Asien vor

Tschechische Rettungsteams sind bereit, in die von einem starken Erdbeben betroffenen Regionen Asiens, abzureisen. Sie warten nur auf ein offizielles Ersuchen um Hilfe von den dortigen Behörden. Die Feuerwehrleute können mit ihrem Rettungs- und Fahndungsteam binnen 24 Stunden auf die Abreise vorbereitet sein. Auch die Mitarbeiter von der Hilfsorganisation Hand for Help bieten ihre Hilfe an. Nach Worten eines Sprechers der Feuerwehr weiß man noch nicht, was die pakistanische Regierung braucht, ob ein spezielles Rettungsteam oder eher eine Lebensmittelhilfe. Einige tschechische Hilfsorganisationen - wie der Caritasverband oder ADRA haben vor, Spendensammlungen für die Erdbebenopfer durchzuführen.

Vom Erdbeben wurden keine tschechische Bürger betroffen

Vom Erdbeben, von dem am Samstagmorgen Nordpakistan, Indien und Ostafghanistan heimgesucht wurden, wurde wahrscheinlich kein tschechischer Bürger betroffen. Dies geht aus den Informationen hervor, die die Nachrichtenagentur CTK von tschechischen Diplomaten erhielt. Auch die in Afghanistan stationierten tschechischen Soldaten sind in Ordnung, sagte der Generalstabschef der Tschechischen Armee, Pavel Stefka, der am Samstag zu Besuch bei den tschechischen Soldaten im Kosovo weilte. Die telefonische Verbindung mit Afghanistan ist jedoch den Diplomaten zufolge sehr schlecht.

Premier Paroubek verspricht Hilfe dem Landkreis Usti nad Labem

Der tschechische Ministerpräsident Jiri Paroubek, der Spitzenkandidat der Sozialdemokraten in den Parlamentswahlen im Landkreis Usti nad Labem/Aussig sein will, hat am Samstag im nordböhmischen Teplice/Teplitz erklärt, dass es unter der sozialdemokratischen Regierung gelang, 13.500 neue Arbeitsplätze im Aussiger Landkreis zu schaffen. Die Zahl der Arbeitslosen ist aber nicht bedeutend gesunken - heute leben dort etwa 67.000 Arbeitslose, vor vier Jahren waren es mehr als 70.000. Die Arbeitslosenrate bewegt sich im Landkreis um 15,5 Prozent. Paroubek beschrieb, wie er sich die Hilfe für den Landkreis vorstellt, falls die Sozialdemokraten im nächsten Jahr bei den Parlamentswahlen siegen würden.

Umweltminister Ambrozek ist gegen Erweiterung der Braunkohlenförderung

Umweltminister Libor Ambrozek hat am Freitag die Bewohner der nordböhmischen Gemeinden unterstützt, die gegen eine Erweiterung der Braunkohlenförderung protestieren. Während einer Diskussion in Litvinov/Leuthendorf erklärte Ambrozek, das Ministerium werde sich für die Beibehaltung der ökologischen Limite für die Braunkohlenförderung mindestens bis 2030 einsetzen. Dem Minister zufolge wurden die erwähnten Limite 1991 festgelegt, damit sich die Region weiter entwickeln konnte.

Lazarusorden hat neue Mitglieder

Der Internationale Militärische und Hospitalische Orden des Heiligen Lazarus von Jerusalem hat in Böhmen einige neue junge Mitglieder. Nach der Aufnahmezeremonie, die am Samstag in der Basilika auf dem Prager Strahov stattfand, ist die Zahl der Ordensmitglieder auf einige Dutzende gestiegen. Zu der feierlichen Zeremonie ist der Großmeister des Ordens, der französische Prinz Charles-Philippe d´Orleans, Herzog von Anjou, nach Prag gekommen. Der Lazarusorden unterstützt in Tschechien unter anderem einige Hospize, kümmert sich um Kinder im Kinderheim in Hora sv. Kateriny bei Most und um Sehgestörte in Plzen. Zu den jüngsten Aktivitäten des Ordens gehört die Ausbildung eines mit Hunden arbeitenden Rettungs- und Fahndungsteams.

107.000 Euro wurden beim Benefizkonzert für Kinder aus New Orleans gesammelt

Bei einem Benefizkonzert wurden am Freitagabend in Prag fast 3.200.000 Kronen (ca. 107.000 Euro) für die Hilfe für Kinder aus New Orleans gesammelt, die vom Hurrikan Katrina betroffen wurden. Geld können die Menschen immer noch auch per SMS spenden. Der Erlös der Sammlung, die von der Hilfsorganisation ADRA organisiert wird, wird einer in Louisiana tätigen Organisation zugute kommen, die Kindern und Jugendlichen hilft, die obdachlos sind. Der ADRA zufolge hat die Organisation in ihrer Datei etwa 6.000 Kinder, die durch den Hurrikan Katrina um die Wohnung gekommen sind.

08-10-2005