Täglicher Nachrichtenüberblick Nachrichten

05-09-2005

Tschechien bietet den USA konkrete Hilfe für Hurrikan-Opfer an

Die Tschechische Regierung hat den USA finanzielle und materielle Hilfe zur Überwindung der durch den Hurrikan Katrina verursachten Schäden angeboten. Man könne binnen einer Woche ein Feldlazarett, ein Anti-Chemiewaffen-Bataillon, Pumpen sowie Militär- und Zivilflugzeuge zur Verfügung stellen. Das gab Premierminister Jiri Paroubek am Montag nach einem Treffen mit dem US-amerikanischen Botschafter William Cabaniss in Prag bekannt. Cabaniss würdigte das Angebot und sagte, die Amerikaner würden sich spätestens bis Ende der Woche entscheiden, welche Hilfsleistungen sie annehmen werden. Die Vereinigten Staaten hatten am Sonntag offiziell um Hilfe für die Opfer des Hurrikans bei der Europäischen Union und bei der NATO ersucht. Die ersten Spendensammlungen sind in Tschechien bereits angelaufen.

Neuer deutscher Botschafter unterstreicht Bedeutung europäischer Themen in den bilateralen Beziehungen

Der neue Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Prag, Helmut Elfenkämper hat die Wichtigkeit europäischer Themen in den gegenseitigen Beziehungen beider Staaten unterstrichen. Im Mittelpunkt sollten heute nicht mehr bilaterale Fragen und die gemeinsame Vergangenheit stehen, sondern die Suche nach gemeinsamen Lösungen für aktuelle Probleme der Europäischen Union, sagte Elfenkämper, der am Montag in Prag vereidigt wurde. Die tschechisch-deutschen Beziehungen seien heute "entschieden besser als jemals zuvor in der Vergangenheit", sagte der Diplomat.

Polnischer Präsident kritisiert EU-Visionen seines tschechischen Amtskollegen

Der polnische Staatspräsident Aleksander Kwasniewski hat den Vorschlag seines tschechischen Amtskollegen Vaclav Klaus kritisiert, die EU in eine «Organisation Europäischer Staaten» umzuwandeln. Europa müsse seine gegenwärtige Krise durch größere Integration überwinden, und nicht durch den Rückzug in Organisationen, sagte er am Montag im südpolnischen Koniakow. Der Vorschlag von Klaus sei ein Schritt zurück, zitierte die Nachrichtenagentur PAP den Präsidenten. Der als «EU-Skeptiker»geltende Klaus hatte im Juli in einem Zeitungsessay eine Umwandlung der EU «vom ideologischen Verband in ein Interessenbündnis» angeregt.. Diese Transformation sei erforderlich, da die bisherigen Grundlagen der EU mit dem Nein der Franzosen und Niederländer zur EU- Verfassung «wie ein Kartenhaus zusammengefallen» seien, so Klaus.

Tschechien bietet den USA konkrete Hilfe für Hurrikan-Opfer an

Die Tschechische Regierung hat den USA Hilfe zur Überwindung der verheerenden Schäden angeboten, die der Hurrikan Katrina in den US-Südstaaten Alabama, Louisiana und Mississippi verursacht hat. So sollen etwa ein Feldlazarett, ein Anti-Chemiewaffen-Bataillon der Tschechischen Armee, Pumpen sowie Militär- und Zivilflugzeuge zur Verfügung gestellt werden. Das gab Premierminister Jiri Paroubek heute Vormittag nach einem Treffen mit dem US-amerikanischen Botschafter William Cabaniss in Prag bekannt. Bis Mitte der Woche soll Klarheit darüber herrschen, welche Hilfsleistungen die Amerikaner annehmen werden. Die Vereinigten Staaten hatten am Sonntag offiziell um Hilfe für die Opfer des Hurrikans bei der Europäischen Union und bei der NATO ersucht. Die ersten Spendensammlungen sind in Tschechien bereits angelaufen.

Präsident Klaus reist nach in Kroatien

Der tschechische Präsident Vaclav Klaus reist am Dienstag zu einem dreitägigen Besuch nach Kroatien. Er wird u.a. mit seinem kroatischen Amtskollegen Stjepan Mesic zusammentreffen. Erwartete Gesprächsthemen sind die Europäische Union, um deren Mitgliedschaft sich Kroatien bemüht, sowie die wirtschaftliche Zusammenarbeit beider Länder. Geplant ist weiter die Unterzeichnung eines Abkommens über gemeinsame Kooperation im Tourismusbereich, hieß es am Montag aus der Präsidentschaftskanzlei. Klaus wird von einer Gruppe von Unternehmern nach Kroatien begleitet.

Keine Steuersenkung wegen erhöhter Benzinpreise

In Tschechien wird es vorerst keine Senkung der Verbrauchssteuern wegen erhöhter Benzinpreise geben. «Das würde nur der Industrie Vorteile bringen, nicht aber den Verbrauchern», sagte Finanzminister Bohuslav Sobotka am Montag. Die Regierung denke aber daran, die Steigerung womöglich über eine Pendlerpauschale teilweise auszugleichen. Auch Wirtschaftswissenschaftler lehnten die von der Prager Opposition ins Spiel gebrachte Steuersenkung ab. «Auf die Ergebnisse, die zudem unkalkulierbar sind, müsste man Monate warten», sagte die Expertin Marketa Sichtarova. In Tschechien waren die Benzinpreise am Wochenende um bis zu zehn Prozent gestiegen.

Tschechien will Euro nicht vor 2010 als Währung einführen

Die Tschechische Republik wird den Euro voraussichtlich nicht vor dem Jahr 2010 als Währung einführen. Nach einem Treffen mit Zentralbank-Chef Zdenek Tuma sagte Regierungschef Jiri Paroubek am Montag, einen früheren Termin halte er nicht für günstig. Tschechien hatte zunächst geplant, den Euro im Laufe der Jahre 2009 und 2010 einzuführen. Vergangene Woche hatte Paroubek Informationen aus dem Finanzministerium als voreilig bezeichnet, nach denen Tschechien im Jahr 2010 der Eurozone beitreten könnte. Die Entscheidung über den Termin läge bei der Regierung und der Zentralbank, und nicht beim Finanzministerium, so Paroubek.

Erste Auslandsreise des irakischen Präsidenten führt möglicherweise nach Tschechien

Der irakische Präsident Dzalal Talabani wird nach Informationen der tschechischen Tageszeitung Mlada fronta dnes möglicherweise im Oktober Tschechien besuchen. Darüber infomierte das Blatt in seiner Montagsausgabe. Tschechien wäre damit das erste Land, dem Talabani als Staatsoberhaupt einen Besuch abstatten würde. Auch der tschechische President Vaclav Klaus hatte einen solchen Besuch in Erwägung gezogen, als er Talabani nach der Massenpanik auf einer Bagdader Brücke am vergangenen Mittwoch in einem Telegramm kondolierte. Verschiedene tschechische Minister waren schon früher häufige Gäste im Irak, zuletzt hatte Ministerpräsident Jiri Paroubek Interese an einem Bagdad-Besuch bekundet.

Tschechische Währung auf Topkurs von 29,10 Kronen/Euro gestiegen

Die tschechische Währung ist heute Vormittag mit einem neuen Top-Wechselkurs im Verhältnis zum Euro gehandelt worden. Mit 29,10 Kronen pro Euro erreichte die Krone den höchsten Wert seit drei Jahren. Möglicherweise könnte der Wechselkurs in den nächsten Tagen sogar die 29-Kronen-Marke unterschreiten, sagte am Montag eine Ökonomin der Gesellschaft Next Finance.

Freundschaftsspiel zwischen Roma und Beamten nach Rangelei abgebrochen

In der mährischen Stadt Olomouc/Olmütz ist ein Fußball-Freundschaftsspiel zwischen Roma und Kommunalbeamten in ein Handgemenge ausgeartet. Die Polizei musste die Begegnung gewaltsam beenden. Das Motto hatte gelautet: «Wir können miteinander reden». Erst den Besatzungen von drei Streifenwagen sei es gelungen, beide Seiten zu trennen. Der Kreis Olmütz setzt dennoch weiter auf die Ausrichtung multikultureller Sportveranstaltungen. Man werde die Beamten zwar wahrscheinlich nicht bestrafen, ihnen jedoch ins Gewissen reden, sagte der Olmützer Bürgermeister am Montag.

05-09-2005