Täglicher Nachrichtenüberblick Nachrichten

11-05-2005

Tschechischer Präsident wird nach wie vor vom Parlament gewählt

Der tschechische Präsident wird nach wie vor vom Parlament gewählt und nicht per Direktwahl durch die Bürger des Landes. Das Prager Abgeordnetenhaus lehnte heute eine Novelle zum Verfassungsgesetz, die eine Direktwahl vorsah, ab. Des Weiteren sprachen sich die Abgeordneten dafür aus, dass in Tschechien auch weiterhin ein absolutes Verbot von Tierversuchen mit Kosmetika gilt.

Weiterhin uneingeschränkte Ladenöffnungszeiten in Tschechien

In Tschechien gelten weiterhin uneingeschränkte Ladenöffnungszeiten. Einen Gesetzesvorschlag, der ein Verbot des Nachtverkaufs in Supermärkten und des Verkaufs an staatlichen Feiertagen vorsah, wies das tschechische Abgeordnetenhaus heute zurück. Den Vorschlag hatte eine Gruppe sozialdemokratischer und kommunistischer Abgeordneter eingereicht.

Keine Entschädigung für politisch verfolgte Studenten

Studenten und Lehrer aller Schulstufen, denen während des Kommunismus aus politischen Gründen das Studium bzw. die Lehre untersagt waren, werden keine einmalige Entschädigung in Höhe von 100.000 Kronen (rund 3.300 Euro) erhalten. Für eine solche Entschädigung hatten sich Abgeordnete der oppositionellen Bürgerdemokraten (ODS) sowie der in der Regierung vertretenen Christdemokraten (KDU-CSL) ausgesprochen. Das Abgeordnetenhaus lehnte ihren Vorschlag am Mittwoch in erster Lesung ab. Die Entschädigungszahlung hätte mehrere Tausend Studenten und 1500 Lehrer betroffen.

Präsident Klaus gedenkt verfolgter sowjetischer Emigranten

Präsident Vaclav Klaus hat heute in Prag einem Gedenkakt für die russischen, weißrussischen und ukrainischen Emigranten beigewohnt, die unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg von russischen Agenten aus der damaligen Tschechoslowakei nach Sibirien verschleppt worden waren. Es sei traurig, dass die Tschechoslowaken dies damals zugelassen hätten, so Klaus. Dieser Abschnitt der Geschichte dürfe nicht vergessen werden. Nach der russischen Revolution von 1917 waren mehr als 20.000 Angehörige der sog. "Weißen Armee", die im russischen Bürgerkrieg gegen die Bolschewiken kämpfte, in die Tschechoslowakei emigriert. Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg begann in Prag ihre Deportation in sowjetische Straflager.

Fluggesellschaft CSA wird voraussichtlich 2007 privatisiert

Die tschechische Fluggesellschaft ?eské aerolinie plant voraussichtlich für das Jahr 2007 den Gang an den Kapitalmarkt. Die Generalversammlung des Unternehmens soll im Juni über diesen Schritt entscheiden, sagte CSA-Direktor Jaroslav Tvrdik am Mittwoch der Nachrichtenagentur CTK. Bislang stehe jedoch noch nicht fest, zu welchem Anteil das Unternehmen privatisiert werden soll.

Tschechische Eisenbahner treten vorerst nicht in Streik

Die tschechischen Eisenbahner treten vorerst nicht in Streik. Auf einer außerordentlichen Sitzung beschloss die Gewerkschaft der Eisenbahner am Mittwoch, der neuen Leitung der Tschechischen Bahn zunächst 100 Tage Frist zu gewähren. Darüber informierte Gewerkschafschef Jaromir Dusek. Mit einer Streikdrohung will die Gewerkschaft übermäßige Entlassungen verhindern. Bei der Tschechischen Bahn sollen in diesem Jahr 6000 Stellen gestrichen werden. Die Unternehmungsführung bestreitet, dass es sich dabei um einen stärkeren Mitarbeiterabbau handelt als geplant.

Hauptpreis des Festivals "Goldenes Prag" geht an französische "Nachtigall"

Den Hauptpreis des internationalen Fernseh-Musik-Festivals "Goldenes Prag" ging an die französische Sendung "Die Nachtigall", eine moderne Adaption der gleichnamigen Oper von Igor Strawinsky. An dem Wettbewerb hatten 150 Sendungen zum Thema Tanz und Musik aus 30 Ländern teilgenommen.

11-05-2005