Täglicher Nachrichtenüberblick Nachrichten

21-11-2003

Sozialdemokrat Roucek: ODS um Zusammenarbeit mit italienischen Neofaschisten und polnischen Nationalisten bemüht

Die Beobachter der Bürgerdemokraten ODS im Europäischen Parlament sollen sich laut Aussage des sozialdemokratischen Abgeordneten Libor Roucek um eine Zusammenarbeit mit italienischen Neofaschisten und polnischen Nationalisten bemühen. Einer der ODS-Beobachter im Europäischen Parlament, Jan Zahradil, hat diese Anschuldigung zurückgewiesen. Der Sozialdemokrat Roucek sagte bei einer Pressekonferenz am Freitag, dass die ODS-Beobachter zwar mit der Europäischen Volkspartei zusammenarbeiten, sich aber in dieser Fraktion nicht "wohl fühlen würden und daher da bei italienischen Neofaschisten, da bei polnischen Nationalisten auf der Suche seien."

Behandlung von einigen irakischen Kindern beendet

Am Samstag fliegen 8 der 16 irakischen Kinder, die bisher in Tschechien ärztlich behandelt wurden, wieder nach Hause. Am Sonntag werden dann weitere zwei Kinder nach Tschechien geflogen, sagte am Freitag eine Pressesprecherin des Gesundheitsministeriums der Nachrichtenagentur CTK. Die tschechische Regierung hat für das Projekt der ärztlichen Hilfe für irakische Kinder 7 Millionen Kronen bestimmt.

Terroranschläge in Istanbul beeinflussen Tourismus

Nach den Terroranschlägen in Istanbul in den letzten Tagen, bei denen insgesamt 44 Menschen gestorben sind, werden wahrscheinlich weniger tschechische Touristen in die Türkei fahren. Dies sagte der Analytiker Jaromir Beranek am Freitag der Nachrichtenagentur CTK. Aufgrund des höheren Risikos eines Angriffs würden an die 6000 Tschechen im nächsten Jahr dem Land fernbleiben. Dies seien allerdings nur 10% aller Tschechen, die jedes Jahr in die Türkei fahren. Bei den Tschechen spiele das Sicherheitsrisiko eine weniger wichtige Rolle als bei Touristen aus den EU-Ländern, so Beranek.

Gebetshaus in Ostrava mit rassistischer Aufschrift beschädigt

Auf die Mauer des Gebetshauses der Kirche der Böhmischen Brüder im nordmährischen Ostrava wurde von unbekannten Tätern die rassistische Aufschrift "Juden gehören vergast" gesprüht. Der Nachrichtenagentur CTK hat dies am Freitag ein Polizeisprecher gemeldet. Einen ähnlichen Fall haben die Polizisten in Ostrava im Frühjahr ermittelt, als nazistische Symbole auf ein jüdisches Denkmal gesprüht wurden. Damals sagte der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Ostrava, dass hinter den Aufschriften Skinheads aus Ostrava ständen.

Visegrad-Länder sollen in der EU zusammenarbeiten

Die Visegrad-Länder Tschechien, Polen, die Slowakei und Ungarn könnten sich bei der Besetzung von Posten in verschiedenen EU-Organen gegenseitig aushelfen. Dies sagte am Freitag in Warschau der tschechische Premier Vladimir Spidla nach dem Treffen der Ministerpräsidenten der vier Länder gegenüber der tschechischen Nachrichtenagentur CTK. Die Begegnung fand kurz vor der Eröffnung des Arbeitsteils der Verhandlungen der sog. Mitteleuropäischen Initiative auf Ministerpräsidentenebene in der polnischen Hauptstadt statt. Eigenen Angaben zufolge habe Spidla in der Gesprächsrunde die Formulierung eines entsprechenden Vorschlags der Visegrad-Länder initiiert, den diese in der EU gemeinsam durchsetzen sollten. Das Gipfeltreffen der Regierungsvorsitzenden der 17 Staaten der Mitteleuropäischen Initiative hat bereits am Donnerstag in Warschau begonnen.

Busunfall mit 19 Toten: Fahrer zu acht Jahren Haft verurteilt

Der Autobuslenker, der vor acht Monaten einen Unfall mit 19 Toten verursacht hatte, ist am Freitag zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Nach Ansicht eines Gerichts in Cesky Krumlov war der Mann zu schnell gefahren. Zudem hatte er keine Fahrerlaubnis für Busse. Bei dem Unfall waren im März in Südböhmen zudem 34 Tschechen verletzt worden, die aus einem Skiurlaub in österreich zurückkehrten.

Schispringer Jiri Raska wurde zum Schispringer des Jahrhunderts gewählt

Der Schispringer Jiri Raska ist am Freitag zum tschechischen Schispringer des Jahrhunderts gewählt worden. Raska, der 1968 bei den Olympischen Spielen in Grenoble eine goldene und eine silberne Medaille gewonnen hatte, wurde im Rahmen einer Umfrage, die vom tschechischen Schiverband organisiert wurde, gewählt. Die Ergebnisse der Umfrage wurden am Freitag im Prager Karolinum anlässlich des 100sten Jahrestages der Gründung des Verbandes bekannt gegeben. Zweite wurde die Schilangläuferin Katerina Neumannova, dritter ebenfalls ein Schispringer, nämlich Pavel Ploc.

21-11-2003