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            <title>Radio Prag - Rubrik Feuilleton</title>
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                <name>Radio Prag</name>
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            <title>Vor 25 Jahren: Wie die Stasi Frömmigkeit bei einem Begräbnis übte</title>
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            <updated>2011-01-22T02:01:00+01:00</updated>
            <summary>
Es war ein Ereignis, das man kaum vergisst - ein Begräbnis, von dem man
nicht traurig nach Hause ging, sondern irgendwie ermuntert und voller
Hoffnung: das Begräbnis des Dichters Jaroslav Seifert vor 25 Jahren, am
21. Januar 1986.
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            <title>Tschechische Führungskräfte</title>
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            <updated>2011-01-15T02:01:00+01:00</updated>
            <summary>
In den letzten Monaten häufen sich wieder die Fälle von Nötigung auf
tschechischen Autobahnen. Für diese Menschen, die ihr Auto vorzugsweise
als Waffe nutzen, hat sich hierzulande die Bezeichnung Autobahn-Pirat
eingebürgert. Das Mobile, das Wilde und Unkultivierte eines klassischen
Piraten dürfte da wohl Pate gestanden haben.
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            <title>Tschau, Prag! Zeit, um Abschied zu nehmen und Bilanz zu ziehen</title>
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            <updated>2011-01-08T02:01:00+01:00</updated>
            <summary>Wie Sie als Hörer unseres Hörerforums und Besucher unserer Internetseiten
ja bereits wissen, stellt Radio Prag mit Ende Januar aus Kostengründen
seine Sendungen über Kurzwelle ein. Zum gleichen Zeitpunkt geht auch
meine
mehr als zweieinhalbjährige Tätigkeit für den Sender zu Ende. Und damit
wird auch ein vorläufiger Schlussstrich gezogen unter jene rund vier
Jahre
meines Lebens, die ich in der tschechischen Hauptstadt verbracht habe –
als Student, Praktikant und Radioredakteur. Zeit also, um Bilanz zu ziehen
über vier abwechslungsreiche Jahre und Zeit, um sich die Frage zu
stellen,
was ich denn so alles vermissen werde an Prag und was weniger.</summary>
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            <title>Weihnachten global lokal</title>
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            <updated>2010-12-18T02:01:00+01:00</updated>
            <summary>
Ganz globalisiert ist das Weihnachtsfest ja noch nicht. Die
Wahrscheinlichkeit weltweit weißer Weihnachten etwa ist gleich null, in
Australien tragen die Weihnachtsmänner ihre roten Mützen vermutlich nur
zum Trotz gegen ihr meteorologisches Außenseiterdasein. Prag hingegen
entspricht zurzeit voll und ganz den gängigen Vorstellungen von der
Adventszeit.
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            <title>Regeln sind Regeln, aber: Ohne Vorbildwirkung keine Nachhaltigkeit</title>
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            <updated>2010-12-11T02:01:00+01:00</updated>
            <summary>
Der Winter hat auch Tschechien fest im Griff. Die eisige Kälte spüren die
meisten Tschechen aber nicht nur draußen, sondern auch schon sehr nah am
Gesäß, da wo das Geld sitzt. Im Portemonnaie. Wegen der hohen Schulden,
die das Staatssäckel drücken, müssen viele von ihnen ab Januar auf Lohn
verzichten.
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            <title>Weihnachten im Matsch</title>
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            <updated>2010-12-04T02:01:00+01:00</updated>
            <summary>
Wer redet in diesen Zeiten - und vor allem in diesem Jahr der Extreme -
nicht vom Wetter? Deshalb will auch Radio Prag etwas zur Diskussion
beitragen.
</summary>
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            <title>Rot-Weiße auf geht’s! Malteser bei Slavia willkommen</title>
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            <updated>2010-11-27T02:01:00+01:00</updated>
            <summary>
Es scheint, dass die ausländischen Reisegruppen eine neue
Touristenattraktion in Prag entdeckt haben: Nein, im Stadtkern erhebt sich
kein neues architektonisches Meisterwerk. Es wurde auch kein xtes
Wachsfiguren- oder Foltermuseum beziehungsweise irgendein anderes obskures
Horrorkabinett in den Gässchen der Altstadt eröffnet. Auch wenn einem als
Prager beim Wort Horrorkabinett im Moment wohl eher die neue Koalition im
Prager Rathaus einfällt: Als Besichtigungsobjekt kommt es auch für einen
wenig anspruchsvollen Touristen kaum in Frage.
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            <title>Ist die Bibel in der heutigen Zeit noch ein ‚praktisches’ Buch?</title>
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            <updated>2010-11-20T02:01:00+01:00</updated>
            <summary>
Der Abend in der Kneipe war lang geworden. Als ich mich am vergangenen
Samstagvormittag auf den Weg zur Arbeit machte, war ich daher spät dran
und… ich muss es zugeben… etwas indisponiert. Das kommt natürlich
sonst nie vor, aber… Nun ja, ich ging also zur Metro-Station, da sah ich
die beiden schon von weitem: der eine um die 15, der andere vielleicht 13
Jahre alt. Typische Teenager mit Frisuren, die unter ihren Altersgenossen
wohl als „cool“ gelten: ein mit Gel sorgfältig konservierter
Gerade-aufgestanden-Look mit verwegen in die Stirn fallenden Strähnen.
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            <title>Freeze den Wenzelsplatz!</title>
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            <updated>2010-11-13T02:01:00+01:00</updated>
            <summary>
Facebook, Twitter und die ganzen anderen virtuelle Kontakthöfe sind in
Tschechien äußerst beliebt. Gerade die Facebook-Foren haben hier Furore
gemacht, als es der jungen Generation darum ging, die Sozialdemokraten mit
ihrem verhassten damaligen Chef Jiří Paroubek an den öffentlichen
Pranger zu stellen. Bei allen Wahlkampfterminen der Sozialdemokraten
erschienen 2009 junge Leute und bewarfen die Politiker mit Eiern.
Verabredet hatten sie sich über Facebook. Donnerstag dieser Woche war die
tschechische Facebook-Comunity wieder am Werk, aber wesentlich
zivilisierter.
</summary>
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            <title>Neue Straßen: Entlastung oder Verkehrserreger?</title>
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            <updated>2010-11-06T02:01:00+01:00</updated>
            <summary>Neue Straßen erzeugen noch mehr Verkehr. Dieses Argument bringen
Umweltschützer und Grüne gerne gegen den weiteren Ausbau des
Straßennetzes vor. Und dieses Argument erzürnt regelmäßig die
Spediteurslobby, Autofahrerklubs und konservative Politiker, die sich von
neuen Straßen Vorteile für die Wirtschaft und eine Befreiung der
Stadtzentren vom Durchgangsverkehr versprechen. In Prag kann man seit der
Eröffnung eines weiteren Teilstückes des Autobahnringes diese konträren
Argumente gut auf die Probe stellen.</summary>
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            <title>Vatschlav und die Beharrlichkeit der Ignoranz</title>
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            <updated>2010-10-30T02:01:00+02:00</updated>
            <summary>
Wo gearbeitet wird, passieren Fehler. Gerade dort, wo es schnell gehen
muss. Also auch im Journalismus. Also auch bei Radio Prag. Schöne Grüße
aus dem Glashaus. Ich will aber gar nicht mit Steinen auf einzelne
Fehlleistungen werfen. Gegenstand meines Interesses sind vielmehr
Grundmuster beharrlicher Ignoranz, die sich mit schöner Regelmäßigkeit
wiederholen, und zwar auf beiden Seiten der deutsch-tschechischen
Sprachgrenze.
</summary>
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            <title>Das Runde muss in 90 Minuten immer wieder ins Eckige</title>
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            <updated>2010-10-23T02:01:00+02:00</updated>
            <summary>
„Der Ball ist rund und das Spiel dauert 90 Minuten.“ Eine
Binsenweisheit, die einst der Fußball-Lehrer aussprach, der den deutschen
Fußball nach dem Weltkrieg wieder salonfähig machte: der ehemalige
Bundestrainer Sepp Herberger. Zwei simple Feststellungen, die auch heute
noch nichts von ihrer Interpretationskraft eingebüßt haben. Vor allem der
tschechische Fußball kann derzeit schon ein Lied davon singen.
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            <title>Was ich so alles gewählt hätte</title>
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            <updated>2010-10-16T02:01:00+02:00</updated>
            <summary>
Eigentlich wollte ich wählen gehen. Als EU-Bürger aus Deutschland darf
ich ja auf kommunaler Ebene auch in Tschechien mitbestimmen. Dachte ich
wenigstens.
</summary>
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            <title>Mit den Rumbakugeln gegen die Taliban</title>
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            <updated>2010-10-09T02:01:00+02:00</updated>
            <summary>
Es scheint, als greife die Armee auf ihre historisch bewährte Taktik
zurück. Dies fiel mir ein, als ich vor ein paar Tagen einen
Zeitungsbericht über eine Verhandlung beim Prager Stadtgericht las. Vor
Gericht sagte ein Oberst aus, der wegen so genannter „schwarzen Fonds“
angeklagt wurde, die vor Jahren in der Armee errichtet worden sind. Die
Armee gab der Aussage zufolge in den vergangenen Jahren Geld auch für
Dinge wie Rumbakugeln, Tamburine, Xylophone, Fibeln oder Damen-T-Shirts
aus. Die Aufzählung von Quittungen für Hunderte Schachteln von
Farbstiften, Trommeln, Plüschtieren, Kinderkalendern oder auch Maniküren
sei, so die Zeitung, endlos gewesen.
</summary>
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            <title>Geld mit Biss</title>
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            <updated>2010-09-25T02:01:00+02:00</updated>
            <summary>
Es gibt in Tschechien noch immer die Krone als Zahlungsmittel. Und zwar in
Banknoten und Münzen, wie in jedem anderen Land der Welt auch. Banknoten
gibt es in sieben verschiedenen Wertigkeiten, von 50-Kronen-Scheinen bis
hin zu 5000er-Scheinen.
</summary>
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            <title>Der Dumme ist immer der Kunde - aber er weiß sich zu wehren</title>
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            <updated>2010-09-18T02:01:00+02:00</updated>
            <summary>Sie wissen bestimmt, dass der Europäischen Union die hohen Gebühren für
Mobilfunkgespräche im Ausland schon lange ein Dorn im Auge sind. Daher
werden diese so genannten Roaming-Kosten seit einigen Jahren schrittweise
von Amts wegen gesenkt. Seit 1. Juli dieses Jahres dürfen die
Telekomanbieter für abgehende Gespräche im Ausland maximal 39 Cent, für
eingehende Telefonate höchstens 15 Cent verrechnen.</summary>
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            <title>Brief für Marta</title>
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            <updated>2010-09-11T02:01:00+02:00</updated>
            <summary>
Im April haben wir unsere neue Sendereihe Buch.cz mit einem Beitrag über
die Reportagensammlung „Gottland“ gestartet. Der polnische Autor
Mariusz Szczygieł erzählt darin bemerkenswerte Geschichten aus Tschechien
und der ehemaligen Tschechoslowakei. Viele davon ziehen sich über Jahre
und Jahrzehnte hin, wie etwa die Geschichte der Sängerin Marta Kubišová.
Szczygiełs Buch wurde zum Verkaufsschlager, dennoch bedauert der Autor
vielleicht gerade, dass es bereits erschienen ist. Diese Woche nämlich
wurde die Geschichte Kubišovás um ein bemerkenswertes Kapitel länger.
</summary>
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            <title>Der bizarre Reiz des Prager Sommers</title>
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            <updated>2010-09-04T02:01:00+02:00</updated>
            <summary>
Das Leben in der Hauptstadt Prag hat einen bizarren Reiz. Und seine eigenen
Gesetze. Denn neben den vier Jahreszeiten, die Kälte, Matsch, Sonne, Wind
und Nässe bringen, unterscheidet der Prager vor allem drei Perioden: die
Arbeits- und Schaffenszeit, die Haupturlaubszeit und die Weihnachtszeit.
Bis zur letzteren Periode dauert es noch etwas und sie ist mit maximal
zwölf Tagen auch die kürzeste. Deswegen ist sie nicht nur schnell zu
Ende, sondern auch sehr speziell.
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            <title>Traumjob: Blumengießerin im Verkehrsministerium</title>
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            <updated>2010-08-28T02:01:00+02:00</updated>
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„Möchtest du nicht Gärtnerin werden?“, fragte mich am
Donnerstagmorgen ein Bekannter am Telefon. Den Sinn der Frage habe ich in
dem Moment nicht begriffen. Denn unter meinen Freunden hat sich längst
herumgesprochen, dass in meinem Haushalt nicht einmal die Wüstenpflanzen
überleben. Mein Bekannter fuhr fort: „Die Gießkanne kannst du doch in
der Hand halten. Guck dir die Zeitung an, wie lukrativ Blumengießerei sein
kann.“ Wirklich, der Mann hatte Recht. Auf der Titelseite der Mladá
fronta Dnes las ich die Schlagzeile: „Das Gießen einer Blume kostete 460
Kronen monatlich, also etwa 18,50 Euro.“
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            <title>Und der Sieger ist …. der Prager ÖPNV</title>
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            <updated>2010-08-21T02:01:00+02:00</updated>
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Die Straßenbahn ächzt den Berg hinauf – und ich überlege, aus welchem
Jahr denn dieses Museumsstück stammt. Ein bisschen haben die Prager
Verkehrsbetriebe das Gefährt noch aufgehübscht, doch so richtig ist es
ihnen nicht gelungen: Die offensichtlich neu installierten Sitze sehen zwar
körperfreundlich geformt aus, aber sie sind komplett aus Holz. Nach einem
kurzen Sitzversuch ziehe ich das Stehen vor.
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