Ähnliche Artikel

SchauplatzSuche nach gemeinsamer Vergangenheit – tschechisch-österreichisches Geschichtsbuch

08-09-2014 16:27 | Sophie Menasse

Foto: ČT24 Vergangene Woche trafen sich 14 Historiker und Historikerinnen aus Tschechien und Österreich, um das Projekt eines gemeinsamen Geschichtsbuchs zu besprechen. Die Idee gibt es schon seit einigen Jahren. Jetzt endlich scheint sich das Vorhaben zu konkretisieren. Das Buch, in dem die gemeinsame Geschichte aus zwei Perspektiven beleuchtet wird, soll in drei Jahren erscheinen.  mehr...

TagesechoSeehofer und Sobotka - Prager Treffen in freundschaftlicher Atmosphäre

04-07-2014 15:16 | Till Janzer

Foto: ČTK Vor dreieinhalb Jahren brach das Eis zwischen München und Prag. Damals besuchte der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer erstmals offiziell die Tschechische Republik. Die Verständigung zwischen Seehofer und dem damaligen konservativen Premier Petr Nečas klappte gut. Mittlerweile ist in Prag aber der Sozialdemokrat Bohuslav Sobotka an der Regierung.  mehr...

SchauplatzFrist für Rückgabe des Kircheneigentums läuft ab – dabei sind viele Fälle noch ungelöst

30-06-2014 16:46 | Till Janzer

Foto: Miaow Miaow, CC BY 2.0 Während des Kommunismus sind die Kirchen und Glaubensgemeinschaften enteignet worden. Erst im vergangenen Jahr trat eine Regelung in Kraft, nach der der Staat 56 Prozent des Eigentums zurückgibt und für den Rest eine Entschädigungssumme zahlt. Alle Anträge auf Rückgabe des Eigentums an den Staat sollten eigentlich bis zu diesem Montag geklärt worden sein. Doch viele der weit über 100.000 Fälle sind noch nicht gelöst - auch wenn zum Beispiel das Staatliche Denkmalschutzamt vergangene Woche entschieden hat, den Katholiken die besonders wertvolle Wallfahrtskirche Zelená Hora zurückzugeben.  mehr...

NachrichtenSenatspräsident Štěch verurteilt Äußerungen aus Bayern zu Beneš-Dekreten

14-06-2014 17:39 | Marco Zimmermann

Der Vorsitzende des tschechischen Senats, der Sozialdemokrat Milan Štěch, hat bei der Gedenkfeier in Lidice die Äußerungen der bayerischen Sozialministerin Emilia Müller verurteilt. Müller hatte auf dem Sudetendeutschen Tag in Augsburg gesagt, die Beneš-Dekrete gehörten nicht in einen europäischen Rechtsstaat. Štěch erklärte am Samstag, dass Gegenteil sei der Fall. Eine solche Äußerung könne er nicht einfach gleichgültig übergehen, genauso wenig, wie die Gesten von Bundespräsident Joachim Gauck in Tschechien wertgeschätzt würden, so Štěch weiter.

Jiří Dienstbier, Minister für Menschenrechte erklärte nach Štěchs Rede, sie sei eine Reaktion auf konkrete Äußerungen gewesen. Dienstbier selbst wollte lieber die andere Seite der tschechisch-deutschen Beziehungen hervorheben. Demnach habe eine ganze Reihe deutscher Politiker, mit dem Bundespräsidenten an der Spitze, eine mit den Tschechen übereinstimmende Sicht auf die Vergangenheit. 

NachrichtenPremier Sobotka will Beneš-Dekrete nicht antasten

08-06-2014 16:07 | Till Janzer

Premier Bohuslav Sobotka hat Forderungen der Sudetendeutschen nach einer Aufhebung der Beneš-Dekrete zurückgewiesen. Die tschechische Regierung sehe „keinen Anlass, die Dekrete in irgendeiner Weise anzuzweifeln und eine Debatte über diese Frage zu eröffnen“, sagte Sobotka nach einem Bericht der Presseagentur ČTK vom Sonntag. Die Dekrete bildeten nach dem Zweiten Weltkrieg unter anderem die Grundlage für die Vertreibung von rund drei Millionen Deutschen aus der damaligen Tschechoslowakei.

Bohuslav Sobotka verwies auf die Deutsch-Tschechische Erklärung von 1997. Es bestehe „kein Grund dafür, durch die Vergangenheit unsere derzeit ausgezeichneten Beziehungen sowohl mit Deutschland als auch mit Bayern zu belasten“, betonte der Sozialdemokrat. Der Sudetendeutsche Sprecher Bernd Posselt hatte am Sonntag beim Pfingsttreffen in Augsburg gefordert, dass Tschechien die Beneš-Dekrete aufheben solle. 

Das Politgespräch„Gauck hätte deutlicher werden können“ – Journalistin Rakušanová über Besuch des Bundespräsidenten

12-05-2014 16:50 | Till Janzer

Joachim Gauck (Foto: ČTK) Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck war in der vergangenen Woche auf Einladung seines Amtskollegen Miloš Zeman zu einem Staatsbesuch in Tschechien. Auch für die tschechischen Beobachter war dies ein Großereignis. Ludmila Rakušanová ist Journalistin, lebte ab 1968 in München im Exil und verfolgt schon seit vielen Jahrzehnten die Entwicklungen in den tschechisch-deutschen Beziehungen. Im folgenden Gespräch kommentiert den Besuch von Gauck.  mehr...

HörerforumLangwelle, Kurzwelle, Satellit? Betrachtungen zu Empfangsmöglichkeiten von Radio Prag

04-03-2014 13:25 | Markéta Kachlíková

Foto: Google Street View Wieder einmal sind zwei weitere Wochen vergangen. Es ist also Zeit für einen Blick in den Briefkasten von Radio Prag. Und in Ihren Zuschriften sind die Sende- und Empfangsmöglichkeiten für das deutschsprachige Programm aus Tschechien wieder einmal ein dominierendes Thema.  mehr...

NachrichtenMeinungsumfrage: Hälfte der Tschechen ist für Beibehaltung der Beneš-Dekrete

29-01-2014 20:09 | Martina Schneibergová

Die Hälfte der Tschechen ist für die Beibehaltung der Beneš-Dekrete. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts CVVM vom Dezember hervor. Etwa 50 Prozent der Tschechen haben sich für die Beibehaltung der Nachkriegserlasse von Präsident Edvard Beneš ausgesprochen. 14 Prozent der Befragten sprachen sich für ihre Abschaffung. Mehr als ein Drittel hatte dazu keine Meinung. Die Vertreibung der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg wurde von zwei Fünftel der Tschechen als gerecht bezeichnet, das ist der niedrigste Wert seit 2002. 36 Prozent halten die Vertreibung für ungerecht, vor zwölf Jahren waren es 26 Prozent. In den Meinungen gibt es große Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Wesentlich mehr Zustimmung finden die Dekrete und die Vertreibung bei der älteren Generation über 60 Jahre.  

TagesechoDeutscher Orden beantragt Rückgabe in Nordmähren

14-11-2013 15:46 | Markéta Kachlíková

Burg Bouzov (Foto: Aleš Spurný, Archiv des Tschechischen Rundfunks) Die Burgen Bouzov und Sovinec, das Schloss Bruntál und das Kurbad Karlova Studánka. Das sind nur einige der Immobilien, die im Laufe der Geschichte im Besitz des Deutschen Ritterordens in Mähren waren. 1939 wurden sie zunächst von den Nazis, 1945 dann durch den tschechoslowakischen Staat enteignet. Der Deutsche Orden, Rechtsnachfolger des Deutschen Ritterordens, beantragt nun im Rahmen der Kirchenrestitution die Rückgabe seines ehemaligen Eigentums, einschließlich 13.500 Hektar Wald und Ackerland.  mehr...

Kapitel aus der Tschechischen GeschichteFast vergessen und im eigenen Land vertrieben: mährische Kroaten

09-11-2013 02:01 | Jakub Šiška

Mährische Kroaten (Foto: Offizielle Facebook-Seite der mährischen Kroaten) Vor dem Zweiten Weltkrieg lebten in der Tschechoslowakei viele ethnische Minderheiten. Eine von ihnen war die Kroaten. Sie waren im 16. Jahrhundert nach Südmähren gekommen - auf der Flucht vor den Türken, die den Balkan eingenommen hatten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die kroatischstämmigen Südmähren jedoch aus ihren Heimatorten vertrieben.  mehr...

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