Ähnliche Artikel

HörerforumLangwelle, Kurzwelle, Satellit? Betrachtungen zu Empfangsmöglichkeiten von Radio Prag

04-03-2014 13:25 | Markéta Kachlíková

Foto: Google Street View Wieder einmal sind zwei weitere Wochen vergangen. Es ist also Zeit für einen Blick in den Briefkasten von Radio Prag. Und in Ihren Zuschriften sind die Sende- und Empfangsmöglichkeiten für das deutschsprachige Programm aus Tschechien wieder einmal ein dominierendes Thema.  mehr...

NachrichtenMeinungsumfrage: Hälfte der Tschechen ist für Beibehaltung der Beneš-Dekrete

29-01-2014 20:09 | Martina Schneibergová

Die Hälfte der Tschechen ist für die Beibehaltung der Beneš-Dekrete. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts CVVM vom Dezember hervor. Etwa 50 Prozent der Tschechen haben sich für die Beibehaltung der Nachkriegserlasse von Präsident Edvard Beneš ausgesprochen. 14 Prozent der Befragten sprachen sich für ihre Abschaffung. Mehr als ein Drittel hatte dazu keine Meinung. Die Vertreibung der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg wurde von zwei Fünftel der Tschechen als gerecht bezeichnet, das ist der niedrigste Wert seit 2002. 36 Prozent halten die Vertreibung für ungerecht, vor zwölf Jahren waren es 26 Prozent. In den Meinungen gibt es große Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Wesentlich mehr Zustimmung finden die Dekrete und die Vertreibung bei der älteren Generation über 60 Jahre.  

TagesechoDeutscher Orden beantragt Rückgabe in Nordmähren

14-11-2013 15:46 | Markéta Kachlíková

Burg Bouzov (Foto: Aleš Spurný, Archiv des Tschechischen Rundfunks) Die Burgen Bouzov und Sovinec, das Schloss Bruntál und das Kurbad Karlova Studánka. Das sind nur einige der Immobilien, die im Laufe der Geschichte im Besitz des Deutschen Ritterordens in Mähren waren. 1939 wurden sie zunächst von den Nazis, 1945 dann durch den tschechoslowakischen Staat enteignet. Der Deutsche Orden, Rechtsnachfolger des Deutschen Ritterordens, beantragt nun im Rahmen der Kirchenrestitution die Rückgabe seines ehemaligen Eigentums, einschließlich 13.500 Hektar Wald und Ackerland.  mehr...

Kapitel aus der Tschechischen GeschichteFast vergessen und im eigenen Land vertrieben: mährische Kroaten

09-11-2013 02:01 | Jakub Šiška

Mährische Kroaten (Foto: Offizielle Facebook-Seite der mährischen Kroaten) Vor dem Zweiten Weltkrieg lebten in der Tschechoslowakei viele ethnische Minderheiten. Eine von ihnen war die Kroaten. Sie waren im 16. Jahrhundert nach Südmähren gekommen - auf der Flucht vor den Türken, die den Balkan eingenommen hatten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die kroatischstämmigen Südmähren jedoch aus ihren Heimatorten vertrieben.  mehr...

WirtschaftsmagazinTürkei ist Hauptdarsteller der Maschinenbaumesse in Brünn

09-10-2013 17:10 | Lothar Martin

Foto: Press kit, Archiv MSV In der mährischen Großstadt Brno / Brünn hat am Montag die 55. Internationale Maschinenbaumesse (MSV) begonnen. Die Leistungsschau gilt als die größte ihrer Art in Mitteleuropa und wird deshalb stets als ein aktueller Gradmesser in dieser Branche angesehen. Aber nicht nur in Europa ist die tschechische Wirtschaft derzeit aktiv. Auf dem internationalen East-West Business Forum, das Ende September in Prag stattfand, wurde deutlich: Auch in Afrika wird sich Tschechien immer stärker engagieren.  mehr...

NachrichtenNachkommen von Unternehmer Baťa fordern von Slowakei Entschädigung

13-09-2013 21:29 | Markéta Kachlíková

Die Erben des tschechischen Unternehmers Jan Antonín Baťa haben die Slowakei zur Zahlung einer milliardenschweren Entschädigung aufgefordert. Mit der Entschädigung sollen die Ansprüche der Nachkommen kompensiert werden auf das Eigentum des Vorfahren, das die Slowakei auf der Grundlage der so genannten Beneš-Dekrete konfisziert hat. Der Rechtsvertreter der Verwandten von Baťa, Tomáš Pecina bestätigte, dass die Forderung seiner Mandanten bei einer Entschädigungssumme von einer Milliarde Euro liege. Der Enkel von Jan Antonín Baťa, John Nash, wollte die Forderung nicht kommentieren, erklärte aber, dass weitere Details dazu in der kommenden Woche veröffentlicht würden. Seiner Meinung nach aber sei der Anspruch auf Entschädigung, den er und seine Verwandten gegenüber der Slowakei erheben, rechtlich und moralisch sehr stark legitimiert, sagte Nash der Tageszeitung „Hospodářské noviny“.

Jan Antonín Baťa war der Stiefbruder des einstigen Schuhfabrikanten Tomáš Baťa. Nach dem Tod des Stiefbruders im Jahr 1932 hatte Jan Antonín Baťa die Firma übernommen, bevor er 1941 nach Brasilien ausreiste. In seiner Abwesenheit hat das Nationalgericht der Tschechoslowakei den Unternehmer nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem Verräter und Kollaborateur gestempelt. Daraufhin wurde das Eigentum von Baťa verstaatlicht.  

NachrichtenStaatspräsident Zeman startet Tour durch die tschechischen Kreise

04-09-2013 20:03 | Marco Zimmermann

Staatspräsident Miloš Zeman startet am Mittwoch eine Serie von Besuchen in allen 14 tschechischen Kreisen. Als erstes besuchen Zeman und seine Frau den Kreis Zlín. Insgesamt drei Tage will sich das Präsidentenpaar im Osten des Landes aufhalten. Auf dem Programm stehen neben Gesprächen mit Regionalpolitikern auch Treffen mit Bürgern und Besuche wichtiger Industriebetriebe. In der kommenden Woche will Zeman seine Tour im ostböhmischen Kreis Pardubice fortsetzen und Ende des Monats im Kreis Südmähren.

Die Reisepläne sind allerdings in Kritik geraten. Vor kurzem hatte Zeman erklärt, er wolle für die ihm nahestehende Partei SPOZ keinen Wahlkampf führen. Gerade die Kreise Pardubice und Zlín gelten aber als Bastionen der SPOZ.  

NachrichtenGedenken in Tschechien an Ex-Präsident Beneš

03-09-2013 19:56 | Till Janzer

Politische Vertreter Tschechiens haben an den früheren tschechoslowakischen Staatspräsidenten Edvard Beneš (1884-1948) gedacht. Bei einer Gedenkfeier zu dessen 65. Todestag nannte Premier Jiří Rusnok den Politiker einen „bedeutenden Staatsmann“. Beneš habe sich entschieden für die Erneuerung der Tschechoslowakei nach dem Zweiten Weltkrieg eingesetzt, sagte Rusnok am Dienstag am Staatsgrab im südböhmischen Sezimovo Ústí / Alttabor. Zuvor habe sich das Land dank des Einsatzes der Exil-Regierung unter seiner Leitung aktiv am Widerstand gegen den Nationalsozialismus beteiligt.

Edvard Beneš ist bei vielen Sudetendeutschen umstritten. Die nach ihm benannten präsidialen Dekrete dienten nach dem Zweiten Weltkrieg als Grundlage für die Vertreibung von rund drei Millionen Angehörigen der deutschen Minderheit aus seinem Land. Der Politiker stand von 1935 bis 1948 an der Spitze der damaligen Tschechoslowakei - während der deutschen Besatzung des Landes im Exil in London.  

NachrichtenEuropäisches Parlament lehnt „Klaus-Klausel“ zum Lissabon-Vertrag ab

22-05-2013 21:29 | Martina Schneibergová

Das Europäische Parlament hat am Mittwoch den EU-Ländern empfohlen, die so genannte „Klaus-Klausel“ zum Lissabon-Vertrag nicht mehr zu behandeln. Die vom früheren tschechischen Staatsoberhaupt geforderte Klausel hing mit der Geltung der EU-Grundrechtscharta in Tschechien zusammen. Klaus begründete sie mit der angeblichen Notwendigkeit, die so genannten „Beneš-Dekrete“ zu verteidigen. Der Standpunkt des Europäischen Parlaments ist nicht verbindlich. Die Ablehnung der Ausnahmeregelung zum Lissabon-Vertrag schlug der britische Liberaldemokrat Andrew Duff vor, der Václav Klaus Jahre lang kritisiert. Der Vorschlag wurde von allen fünf großen Fraktionen, von den Christdemokraten bis zu den Linken, unterstützt. Die Entscheidung des Parlaments begrüßte der Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe, der CSU-Europaabgeordnete Bernd Posselt. Er sagte: „Mit der Ablehnung dieser Klausel haben wir ein großes nationalistisches Gespenst verjagt, und zwar dank des gemeinsamen Einsatzes von sudetendeutschen, tschechischen und anderen Politikern. Menschenrechte sind unteilbar, Nationalismus und Unrecht müssen überwunden werden.“ Gegen die Entscheidung von Straßburg waren beispielsweise tschechische Europaabgeordnete von der Demokratischen Bürgerpartei (ODS).  

NachrichtenStaatspräsident Zeman verteidigt Vertreibung der Deutschen

23-04-2013 21:29 | Marco Zimmermann

Miloš Zeman hat in einem Interview für die österreichische Presseagentur Apa die Vertreibung der Deutschen aus der Tschechoslowakei verteidigt. Angesichts der Tatsache, dass 90 Prozent der Deutschen in der Tschechoslowakei durch die Wahl von Konrad Henlein Hochverrat begangen hätten, sei die Vertreibung eine weitaus geringere Bestrafung gewesen, als zum Beispiel die Todesstrafe. Zeman fügte hinzu, er schätze aber jene zehn Prozent von deutschen Sozialdemokraten, Kommunisten und anderen sehr, die sich gegen Hitler gestellt hätten. Weiter erklärte der tschechische Staatspräsident, dass die Beneš-Dekrete keine kollektive Schuldzuweisung enthalten würden.

Der Vorsitzende der Sudetendeutschen Landsmannschaft in Österreich, Gerhard Zeihsel, lehnte dagegen jede Schuld der deutschen Minderheit an der Errichtung des Protektorats Böhmen und Mähren 1939 ab. Außerdem kritisierte er die Aufteilung der Sudetendeutschen in „gut“ und „böse“ als völlig daneben.  

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