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KultursalonJan Faktor, Jáchym Topol, Pavel Kohout – erste Bestenliste für Nachwendeliteratur
Auf Initiative des Adalbert-Stifter-Vereins in München ist in diesem Jahr
eine Bestenliste böhmischer und mährischer Erzählliteratur erstanden. Ob
Prager Frühling, ein Krimi zu Zeiten der letzten Tage des
Nationalsozialismus oder bekannte Kinderliteratur: Auf der Bestenliste ist
alles vertreten. mehr...
Tagesecho„Potpourri tschechischer Kultur“ - in Dresden beginnen grenzüberschreitende Kulturtage
Die Tschechisch-Deutschen Kulturtage bringen bereits seit 13 Jahren Kultur
aus beiden Ländern in den Raum Dresden und Ústí nad Labem / Aussig.
Veranstaltet werden sie von der Brücke/Most-Stiftung. Der neue Jahrgang
startet am Mittwoch. Einen Vorgeschmack auf das Programm gibt der
Projektleiter Reinhard Heßlöhl von der Brücke/Most-Stiftung. Das
Interview mit ihm führte Lena Drummer. mehr...
Kultursalon„Versteckspiel und offenes Geheimnis“ – Prof. Demetz über seinen Jugendfreund, den Dichter H. W. Kolben
Vergangene Woche wurde im Prager Literaturhaus deutschsprachiger Autoren
ein Sammelband mit Gedichten des Prager Dichters Hans Werner Kolben
vorgestellt. Der Dichter stammte aus der Industriellenfamilie Kolben. Das
Familienunternehmen ist heute jedem hierzulande unter dem Namen ČKD
bekannt. Der junge Kolben wurde im Jahr 1942 wegen dem „Nichttragen des
Judensterns“ denunziert und starb im Februar 1945 im KZ Kaufering an
Flecktyphus. Hans Werner Kolben begann bereits in Prag, Gedichte zu
schreiben, und setzte dies in Theresienstadt fort. Gerettet werden konnte
sein schmales Werk, weil seine Mutter als Bakteriologin das KZ überlebte
und die Gedichte versteckt hatte. Die treibende Kraft hinter der
Veröffentlichung der Gedichte Kolbens war sein Jugendfreund Peter Demetz,
ebenfalls 1922 in Prag geboren. Er überlebte die Nazi-Zeit und emigrierte
1948 in die USA, wo er ein bekannter Schriftsteller und
Germanistikprofessor wurde. Nach der Lesung sprach Professor Demetz mit
Radio Prag über seinen Jugendfreund Kolben. mehr...
KultursalonJahr der deutschen Sprache auf den Prager Radiowellen
Das italienische Jahr, das französische, das spanische und das britische
Jahr. Den Hörerinnen und Hörern des Kultursenders des Tschechischen
Rundfunks, der Station Vltava, sind diese Sendungen ein Begriff. Die
Tradition der auf eine Sprache und Kultur bezogenen Ausstrahlungen wird
2011 mit dem „Jahr der deutschen Sprache“ fortgesetzt.
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Kultursalon„Es gibt noch Schätze zu heben" – Literaturwissenschaftler Zimmermann über den Prager Autor H. G. Adler
H. G. Adler, einer der wichtigsten deutschsprachigen Prager Autoren aus der
Generation nach Franz Kafka und Max Brod, ist der Öffentlichkeit bis heute
weitgehend unbekannt. Dabei hat er neben Romanen und Gedichten auch ein
Standardwerk über das Konzentrationslager Theresienstadt verfasst, das bis
heute kontrovers diskutiert wird. In diesem Jahr wäre H. G. Adler 100 Jahre
alt geworden. Eine internationale Adler-Konferenz beschäftigte sich diese
Woche mit Werk und Wirkung dieses nahezu vergessenen Autors. Veranstaltet
wurde die Konferenz vom Prager Literaturhaus deutschsprachiger Autoren und
dem Goethe-Institut Prag; Initiator war Prof. Dr. Hans Dieter Zimmermann
aus Berlin. Mit ihm hat Silja Schultheis gesprochen.
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TagesechoIn den Startlöchern: Am 29. Oktober beginnen die Tschechisch-Deutschen Kulturtage
An allen Ecken und Enden wird gespart. Das bekommt in den meisten Fällen
zuerst die Kultur zu spüren. Und dennoch haben sich die Organisatoren der
Tschechisch-Deutschen Kulturtage nicht ins Bockshorn jagen lassen und ein
umfangreiches Programm auf die Beine gestellt. Über das diesjährige
Kulturfestival, das am 29. Oktober beginnt, sprach Christian Rühmkorf mit
Frauke Wetzel von der Brücke-Most-Stiftung.
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TagesechoVáclav Havel ist neuer Träger des internationalen Franz-Kafka-Literaturpreises
Der frühere Dissident und spätere Staatspräsident, vor allem aber
Dramatiker und Schriftsteller, Václav Havel, wird mit einem weiteren
prestigeträchtigen Preis ausgezeichnet. Diesmal muss er aber nicht ins
Ausland reisen. Ende Oktober dieses Jahres wird er den
Franz-Kafka-Literaturpreis übernehmen, den die Franz-Kafka-Gesellschaft
mit Sitz in Prag seit zehn Jahren verleiht.
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KultursalonIn Dresden heißt es Abschied nehmen: Tschechisches Zentrum wird geschlossen
Es war der Anfang vom Ende des Tschechischen Zentrums in Dresden. Am
vierten Februar öffnete das Tschechische Zentrum in Dresden zum letzten
Mal seine Türen für die Öffentlichkeit, bevor es zum 31. März ganz
geschlossen wird. Zu dieser Trauerfeier war das Haus voller Gäste, so voll
wie vielleicht nie in seiner Geschichte. Aber das vergleichsweise mäßige
Interesse an tschechischer Kultur hat dem Zentrum nicht den Kopf gekostet,
sondern vielmehr die Finanzkrise. Unsere Reporterin Iris Riedel war bei der
Beerdigung dabei und hat sich für unseren Kultursalon umgehört, wie es
nach zwölf Jahre Tschechisches Zentrum in Dresden weitergehen wird.
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TagesechoTschechische Kulturtage in Dresden
Dresden, das sind nicht nur Frauenkirche und Zwinger. Ebenso zum Dresdener
Inventar gehören fast schon die Tschechischen Kulturtage. Dieses Jahr
finden sie zum 11. Mal statt. Was die Organisatoren in dieser Saison für
die Besucher bereithalten, darüber hat Iris Riedel mit Frauke Wetzel von
der Brücke/Most-Stiftung gesprochen.
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KultursalonZu Unrecht vergessen: Lesung deutschsprachiger Autoren in Prag
Franz Kafka, Max Brod oder Lenka Reinerová – diese deutschsprachigen
Prager Schriftsteller sind den meisten Deutschen und Tschechen ein
Begriff.
Doch sie sind längst nicht die einzigen Vertreter der deutschsprachigen
Literatur in Prag. Im Rahmen des Symposiums „Praha-Prag: Eine geteilte
Geschichte 1930-1948“ veranstaltete das Prager Literaturhaus
deutschsprachiger Autoren vergangenen Sonntag eine Lesung aus Texten von
deutsch-tschechischen Autoren. Hier standen nicht nur die bekannten,
sondern vor allem die vergessenen Schriftsteller, Dichter und Journalisten
im Vordergrund. mehr...
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