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FeuilletonMit den Rumbakugeln gegen die Taliban
Es scheint, als greife die Armee auf ihre historisch bewährte Taktik
zurück. Dies fiel mir ein, als ich vor ein paar Tagen einen
Zeitungsbericht über eine Verhandlung beim Prager Stadtgericht las. Vor
Gericht sagte ein Oberst aus, der wegen so genannter „schwarzen Fonds“
angeklagt wurde, die vor Jahren in der Armee errichtet worden sind. Die
Armee gab der Aussage zufolge in den vergangenen Jahren Geld auch für
Dinge wie Rumbakugeln, Tamburine, Xylophone, Fibeln oder Damen-T-Shirts
aus. Die Aufzählung von Quittungen für Hunderte Schachteln von
Farbstiften, Trommeln, Plüschtieren, Kinderkalendern oder auch Maniküren
sei, so die Zeitung, endlos gewesen.
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Reiseland TschechienBunker unter der Prälatur: Zisterzienserkloster Plasy
Etwa 20 Kilometer nördlich von Pilsen liegt Plasy / Plaß. Der Ort ist vor
allem durch das Kloster bekannt geworden, das zu den ältesten Klöstern
Böhmens gehört. In der letzten Zeit war auch in den Medien immer wieder
die Rede von Plasy. Das Prager Nationalmuseum für Technik will im
ehemaligen Klosterareal ein Zentrum für das Architekturerbe errichten und
damit die stark verfallenen Wirtschaftsgebäude retten. Dies bedeutet aber
nicht, dass das Stift heutzutage unzugänglich wäre. Im Gegenteil,
Führungen werden im architektonisch wertvollsten Teil von Plasy von April
bis Oktober angeboten.
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Reiseland TschechienAuf den Spuren der Johanniter und der Dudelsackpfeifer: Die Burg von Strakonice (II)
Die Burg ist eine Dominante der Stadt. Dennoch überrascht einen die
Größe des mittelalterlichen Bauwerks, wenn man dann vor Ort ist. Die Rede
ist von der Burg in der südböhmischen Stadt Strakonice. In einer der
vergangenen Ausgaben der Sendereihe „Reiseland Tschechien“ haben wir
Sie in das Museum des mittleren Otavagebiets eingeladen, das auf der Burg
seinen Sitz hat. Die Führung durch die Burg von Strakonice werden wir nun
in der folgenden Ausgabe von „Reiseland Tschechien“ fortsetzen.
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TagesechoDebatte über Solarstrom wird hitziger und wendet sich gegen ČEZ
Tschechien erlebt einen nie gekannten Boom in der Solarenergie. Während es
2008 nur einige Hundert Photovoltaik-Anlagen im Land gab, waren es Anfang
September bereits über 10.000 Anlagen. Wegen der staatlichen Zuschüsse
für den Solarstrom droht aber, dass der Preis für Elektrizität im
kommenden Jahr in die Höhe schießt. Darüber hatten wir bereits
berichtet. Nun ist es im Streit um die Förderung alternativer Energie noch
hitziger geworden. Denn die Photovoltaik-Branche bezweifelt die Zahlen
über die Teuerung der Energiepreise. Und aus der Regierung wurden neue
Pläne laut.
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Kapitel aus der Tschechischen GeschichteWiderstand gegen die Nazis im Protektorat Böhmen und Mähren
Die Tschechen sind stolz auf die Teilnahme ihrer Soldaten in den
ausländischen Armeen während des Zweiten Weltkriegs. Zur Zeit des
Kommunismus wurde dieses Geschichtskapitel vernachlässigt, aber seit der
Wende 1989 ist dann allgemein bekannt geworden. Der Widerstand vor Ort im
Protektorat Böhmen und Mähren während der Besetzung durch Hitler von
1939 bis 1945 steht dagegen immer noch etwas im Schatten der Betrachtung.
Dabei war er ebenso bedeutend wie der Widerstand aus dem Ausland. Jakub
Šiška nun darüber in einem weiteren Kapitel aus der tschechischen
Geschichte.
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SpezialEinst kommunistische Pilgerstätte und heute? Streit ums Geburtshaus von Jan Hus
In Tschechien ist der 6. Juli ein Feiertag. Es wird an Jan Hus gedacht, den
mittelalterlichen religiösen Reformator, den die katholische Kirche 1415
in Konstanz verbrennen ließ. An diesem Tag findet in seinem
südböhmischen Geburtsstädtchen Husinec traditionell ein ökumenischer
Gottesdienst statt. Politiker aller Couleur lassen sich meist nicht die
Gelegenheit entgehen, dort eine Festrede zu halten. Im Schatten der Feier
stellt sich jedoch die Frage, was mit dem Geburtshaus von Jan Hus in der
Zukunft geschehen soll.
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TagesechoDie Großmacht Großmähren: Auf dem slawischen Bergwall in Mikulčice
Das Großmährische Reich war das erste Staatsgebilde der Westslawen. Es
spielte eine wichtige Rolle in der Geschichte Mittelosteuropas.
Großmähren war ein Vorgänger des frühmittelalterlichen Staates der
böhmischen Premysliden. Den Kern Großmährens bildete das mährische
Gebiet am Fluss Morava / March und das Fürstentum von Nitra. Ein
bedeutendes Zentrum des großmährischen Staates des 9. Jahrhunderts befand
sich auf dem Gebiet unweit der heutigen Gemeinde Mikulčice. Seit den
1950er Jahren werden dort archäologische Untersuchungen durchgeführt.
Diese haben inzwischen außerordentlich umgangreiches Material zu Tage
gebracht, das von den Experten ausgewertet und bearbeitet wird. Die
Ausgrabungen von Mikulčice gehören zu den größten systematischen
Ausgrabungen in Europa. Die Verwalter des Areals, das zum nationalen
Kulturdenkmal erklärt wurde, sowie Regionalpolitiker denken darüber
danach, sich um den Eintrag von Mikulčice in die
Unesco-Weltkulturerbeliste zu bewerben.
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