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Kapitel aus der Tschechischen GeschichteDie „bewegte“ Geschichte der Dekanatskirche in Most
Es hört sich unglaublich an, aber es ist wahr. Im Jahr 1975 wurde im
nordböhmischen Most eine fast 500 Jahre alte spätgotische Kirche mehrere
hundert Meter weit versetzt. Die Aktion war spektakulär und wurde
dementsprechend von der kommunistischen Propaganda ausgeschlachtet. So
unglaublich, wie die Versetzung der 10.000 Tonnen schweren Kirche, scheint
auch der Grund dafür zu sein. Doch auch er ist wahr. Um an die
Kohlevorkommen unter der historischen Stadt zu gelangen, ließ das
kommunistische Regime das alte Most kurzerhand wegsprengen. Nur die Kirche
wurde gerettet. mehr...
TagesechoVor 60 Jahren wurde die Widerstandskämpferin Milada Horáková hingerichtet
Am Sonntag gedachte Tschechien der Opfer der kommunistischen Diktatur. Das
Datum war nicht zufällig gewählt. Am 27. Juni 1950, in den frühen
Morgenstunden, wurde die antikommunistische Widerstandskämpferin Milada
Horáková hingerichtet. Die Gedenkfeiern standen daher ganz im Zeichen des
60. Todestages von Horáková.
mehr...
TagesechoBürgerinitiative will kommunistisches Gefängnis in Uherské Hradiště in ein Museum verwandeln
Für Hunderte von Menschen ist der Ort mit ungeheueren Leiden verbunden:
das Gefängnis in der südmährischen Stadt Uherské Hradiště. In den
fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurden dorthin während der
inszenierten politischen Prozesse Verhaftete transportiert und mit
brutalsten Methoden verhört. Das Gefängnisareal wird seit 1962 nicht mehr
genutzt und das historische Baudenkmal aus dem 19. Jahrhundert droht
vollständig zu verfallen. Eine Bürgerinitiative bemüht sich nun darum,
im ehemaligen Gefängnis eine Gedenkstätte einzurichten. Die Initiatoren
haben ihr Vorhaben am Mittwoch in Prag vorgestellt.
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TagesechoKonferenz „Verbrechen des Kommunismus“: Teilnehmer verlangen Errichtung eines internationalen Tribunals
„Verbrechen des Kommunismus“. Unter diesem Titel ging am Freitag eine
internationale Konferenz zu Ende. Der Veranstalter der Konferenz, zu der
unter anderen rund 30 Historiker aus mehreren postkommunistischen Ländern
einschließlich Russlands, aber auch aus Deutschland oder Schweden kamen,
war das Institut für das Studium der totalitären Regime. Mit einer
gemeinsamen Erklärung haben die Teilnehmer an die Resolution des
Europäischen Parlaments vom Vorjahr angeknüpft, mit der die Verbrechen
aller totalitären und autoritären Regime verurteilt wurden.
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