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TagesechoPetr Polakovič auf den Spuren deutschböhmischer Auswanderer in Brasilien
Im Dorf Náhlov bei Ralsko in Nordböhmen gibt es seit einiger Zeit ein
Museum der Auswanderung nach Brasilien. Es dokumentiert den Weg Tausender
Deutschböhmen, die vor allem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
ihre Heimat verließen, um in Lateinamerika eine neue Heimat zu finden.
Initiator des Museums ist Petr Polakovič. Seit einigen Jahren bemüht er
sich schon, die tschechische Öffentlichkeit mit diesem Teil der
deutschböhmischen Geschichte bekannt zu machen. Anfang des Jahres hat Petr
Polakovič nun ein Buch über Böhmerwäldler in Brasilien herausgegeben.
Martina Schneibergová hat mit ihm über das Buch und die Auswanderung
gesprochen. mehr...
Kapitel aus der Tschechischen Geschichte90 Jahre Groß-Prag: 1922 entstand die moderne Großstadt
Viele Leute kennen Prag als eine Stadt, die bereits seit dem Mittelalter
existiert. In Reiseführern wird oft auf die facettenreiche Geschichte der
Stadt im Laufe der Jahrhunderte hingewiesen. Das moderne Prag aber, so wie
es heute aussieht, gibt es offiziell erst seit 1922, also seit genau 90
Jahren. Damals kam es zu einer Verwaltungsreform, die aus der Agglomeration
Prag das vereinigte Groß-Prag machte. mehr...
Spaziergang durch PragHeilige Agnes – Prinzessin und Ordensschwester
Im letzten Jahr waren es 800 Jahre seit ihrer Geburt. Die
Přemysliden-Prinzessin Agnes war eine der herausragenden
Frauenpersönlichkeiten im mittelalterlichen Böhmen. Bekannt geworden ist
sie durch ihre karitative Tätigkeit, vor allem als Stifterin eines Spitals
und eines Klosters. Erst ein paar Tage vor dem Ausbruch der Samtenen
Revolution wurde Agens von Böhmen heilig gesprochen. Verehrt wurde sie
aber schon Jahrhunderte zuvor. Anlässlich ihres 800. Jubiläums wurde im
Prager Agneskloster Ende des vergangenen Jahres eine Ausstellung eröffnet. mehr...
Kapitel aus der Tschechischen GeschichteTriumphale Rückkehr - der Weg zum tschechischen Kult um Edvard Beneš
Edvard Beneš, der ehemalige tschechoslowakische Staatspräsident, ist Held
und Reizfigur zugleich. Es kommt nur darauf an, wen man fragt. Vor einigen
Wochen haben wir hier in unseren Sendungen bereits über die
sudetendeutsche Wahrnehmung von Beneš gesprochen. Nun beleuchten wir das
Bild, das sich die tschechoslowakischen Bürger von ihrem Präsidenten
gemacht haben- und zwar in der Zeit ab dem Münchner Abkommen von 1938, als
Beneš abdankte, und vor allem während seiner triumphalen Rückkehr in die
Nachkriegs-Tschechoslowakei. mehr...
Tagesecho„Kennen wir uns?“ – Studie untersucht Verhältnis zwischen Visegrad-Staaten
Wie gut kennen sich die Länder der Visegrad-Gruppe untereinander? Dieser
Frage ging eine Studie nach, die vergangene Woche im Rahmen einer Konferenz
in Prag vorgestellt wurde. Die Visegrad-Staaten, also Polen, Ungarn,
Tschechien und die Slowakei bemühen sich seit 1991 um mehr Zusammenarbeit.
Doch hat diese Kooperation auch zu einer gesellschaftlichen Annäherung
geführt? mehr...
Kapitel aus der Tschechischen GeschichteAlbrecht von Waldstein - Ideal und Wirklichkeit in der Geschichte
Was macht Albrecht von Waldstein (oder
Wallenstein) zu einem der umstrittensten und zugleich am meisten beachteten
Persönlichkeiten des 17. Jahrhunderts? Bereits zu seiner Zeit stritten
sich die Geister, ob er nun ein genialer Heerführer oder hinterlistiger
Verräter war. mehr...
Das PolitgesprächHorst Seehofer in Prag – Weniger Vergangenheit, mehr Zukunft
Zwei Tage lang weilte Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer vergangene
Woche in Tschechien. Er machte somit sein Versprechen wahr, das er vor fast
genau einem Jahr bei seiner ersten Prager Visite gab: nämlich bald wieder
zu kommen. Die über viele Jahre dauernde Eiszeit zwischen den beiden
Nachbarländern wegen der Schirmherrschaft Bayerns über die
Sudetendeutschen scheint endgültig gebrochen. Die Politik holt nun in
großen Schritten nach, was die Unternehmen beider Länder mit ihren
intensiven Beziehungen und ihrer guten Vernetzung schon seit Jahren
praktizieren. mehr...
Kapitel aus der Tschechischen GeschichteDie „bewegte“ Geschichte der Dekanatskirche in Most
Es hört sich unglaublich an, aber es ist wahr. Im Jahr 1975 wurde im
nordböhmischen Most eine fast 500 Jahre alte spätgotische Kirche mehrere
hundert Meter weit versetzt. Die Aktion war spektakulär und wurde
dementsprechend von der kommunistischen Propaganda ausgeschlachtet. So
unglaublich, wie die Versetzung der 10.000 Tonnen schweren Kirche, scheint
auch der Grund dafür zu sein. Doch auch er ist wahr. Um an die
Kohlevorkommen unter der historischen Stadt zu gelangen, ließ das
kommunistische Regime das alte Most kurzerhand wegsprengen. Nur die Kirche
wurde gerettet. mehr...
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