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Tagesecho„Der Apfelbaum“ – erstes Kinderbuch zu Vertreibung und Versöhnung
Selbst ein Kind der Vertreibung, möchte sie heute gerade Kindern ihre
Erfahrungen vermitteln. Renate Kolb wurde im Kriegsjahr 1942 im
thüringischen Erfurt geboren. Kurz darauf zog die Familie nach Fleißen im
Egerland, der Ort heißt heute Plesná. Renate Kolbs Vater starb im Krieg
in Russland, 1946 wurde der Rest der Familie aus Fleißen vertrieben und
siedelte sich in Bayern an. Aus ihren Erinnerungen hat Renate Kolb das
Kinderbuch „Der Apfelbaum“ geschrieben.
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Kapitel aus der Tschechischen GeschichteAufregender Fund im Rundfunkarchiv: die letzte Ansprache von General Eliáš
Fast zweieinhalb Jahre lang war General Alois Eliáš Regierungschef im
Protektorat Böhmen und Mähren, also dem von Hitler besetzten
tschechischen Staat. Dann kam ihm die Gestapo auf die Schliche, er hatte
den Widerstand unterstützt. Eliáš wurde am 1. Oktober 1941 in Prag zum
Tode verurteilt und später auch hingerichtet. Nun ist im Archiv des
Tschechischen Rundfunks eine Originalaufnahme des Generals aufgetaucht, die
nach seiner Verhaftung gemacht wurde. Sie enthält eine erzwungene
öffentliche Erklärung von Alois Eliáš. Aber das ist nicht alles. Zudem
wurden rund 20 Minuten eines lockeren Gesprächs mitgeschnitten, das wohl
in der Prager Gestapo-Zentrale stattfand.
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TagesechoDrama über die Sudetengebiete: Juraj Herz´ Film „Habermann“ läuft an
Der Film „Habermann“ ist die erste tschechisch-deutsch-österreichische
Koproduktion zum Thema Krieg und Vertreibung. Noch vor seinem Kinostart ist
der Film im Januar beim Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet worden. So
erhielt der in der Slowakei geborene tschechische Regisseur Juraj Herz den
Preis für die beste Regie und der Habermann-Darsteller Mark Waschke den
Preis als bester Schauspieler. Am Donnerstag läuft der Film nun in
Tschechien an, im November kommt er auch in die deutschen Kinos.
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KultursalonDas Bild des Deutschen im tschechoslowakischen Film nach 1945
In der tschechoslowakischen Nachkriegs-Kinematographie spielt der Zweite
Weltkrieg und seine Vorgeschichte eine enorm große Rolle. Unzählige
Filme, gute wie schlechte, wurden zu dem Thema gedreht. Die Ereignisse der
Jahre unmittelbar nach der deutschen Niederlage aber blieben lange ein Tabu
für die tschechoslowakischen Filmemacher. Dies führte dazu, dass „der
Deutsche“ in Spielfilmen – und hier ist das tschechoslowakische Kino
ganz sicher kein Einzelfall – vor allem als Nazi in Erscheinung trat. Die
Tschechen hingegen wurden als Opfer oder als heldenhafte
Widerstandskämpfer dargestellt. In den 60er Jahren aber, und dann wieder
in den 80er Jahren und nach der Samtenen Revolution von 1989 mischen sich
in diese Schwarz-Weiß-Malerei Grautöne.
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Kapitel aus der Tschechischen GeschichteKulturelles Erbe der deutschsprachigen Bewohner der böhmischen Länder bekommt eigenes Museum
Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges lebten in Böhmen und Mähren über drei
Millionen Deutsche, etwa ein Drittel der Gesamtbevölkerung. Der Rest waren
überwiegend Tschechen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die meisten
Deutschen vertrieben. Ihre kulturellen Hinterlassenschaften wurden
jahrzehntelang verschwiegen oder durch die ideologische Brille dargestellt.
Viele – vor allem jüngere Tschechen – wissen deshalb heute kaum noch
etwas über die Geschichte der Deutschen in ihrem Land. Ein Museum, das
derzeit in Ústí nad Labem / Aussig an der Elbe entsteht, soll das
ändern.
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Kapitel aus der Tschechischen GeschichteWiderstand gegen die Nazis im Protektorat Böhmen und Mähren
Die Tschechen sind stolz auf die Teilnahme ihrer Soldaten in den
ausländischen Armeen während des Zweiten Weltkriegs. Zur Zeit des
Kommunismus wurde dieses Geschichtskapitel vernachlässigt, aber seit der
Wende 1989 ist dann allgemein bekannt geworden. Der Widerstand vor Ort im
Protektorat Böhmen und Mähren während der Besetzung durch Hitler von
1939 bis 1945 steht dagegen immer noch etwas im Schatten der Betrachtung.
Dabei war er ebenso bedeutend wie der Widerstand aus dem Ausland. Jakub
Šiška nun darüber in einem weiteren Kapitel aus der tschechischen
Geschichte.
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Anno dazumalGeneral Kutlvašr über den Luftkrieg 1943: „Vorbereitung für den Marsch auf Berlin“
Karel Kutlvašr ist eine der wichtigsten Personen der tschechoslowakischen
Militärgeschichte. Er kämpfte im Ersten Weltkrieg in den
tschechoslowakischen Legionen in Sibirien und wurde hinterher mehrfach für
heldenhaftes Verhalten ausgezeichnet. Als 33-Jähriger wurde er 1928 zum
General befördert. Er war damit einer der jüngsten Generäle in der
Geschichte der tschechoslowakischen Armee. Nach der Besetzung der
Tschechoslowakei durch Hitlerdeutschland schloss er sich dem Widerstand an.
Aus dem englischen Exil informierte Kutlvašr seine Landsleute Anfang 1943
in den tschechischsprachigen Sendungen der BBC über die Entwicklungen im
Luftkrieg.
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Der MedienspiegelTschechische Morde – Deutsch als Fremdsprache – Totalitärismus-Institut
In den tschechischen Kommentarspalten geht es ausführlich um die in
Dobronín / Dobrenz aufgedeckten Morde an Sudetendeutschen nach Kriegsende,
es geht um den Wirtschaftsaufschwung in Deutschland, um die Konkurrenz von
Deutsch und Englisch in tschechischen Schulen, und kommentiert wird auch
der neue Chef des Instituts für das Studium totalitärer Regime, Daniel
Herman.
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