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Tagesecho„Der Apfelbaum“ – erstes Kinderbuch zu Vertreibung und Versöhnung

02-11-2010 16:45 | Till Janzer

Selbst ein Kind der Vertreibung, möchte sie heute gerade Kindern ihre Erfahrungen vermitteln. Renate Kolb wurde im Kriegsjahr 1942 im thüringischen Erfurt geboren. Kurz darauf zog die Familie nach Fleißen im Egerland, der Ort heißt heute Plesná. Renate Kolbs Vater starb im Krieg in Russland, 1946 wurde der Rest der Familie aus Fleißen vertrieben und siedelte sich in Bayern an. Aus ihren Erinnerungen hat Renate Kolb das Kinderbuch „Der Apfelbaum“ geschrieben.  mehr...

Kapitel aus der Tschechischen GeschichteAufregender Fund im Rundfunkarchiv: die letzte Ansprache von General Eliáš

23-10-2010 | Till Janzer

Alois Eliáš Fast zweieinhalb Jahre lang war General Alois Eliáš Regierungschef im Protektorat Böhmen und Mähren, also dem von Hitler besetzten tschechischen Staat. Dann kam ihm die Gestapo auf die Schliche, er hatte den Widerstand unterstützt. Eliáš wurde am 1. Oktober 1941 in Prag zum Tode verurteilt und später auch hingerichtet. Nun ist im Archiv des Tschechischen Rundfunks eine Originalaufnahme des Generals aufgetaucht, die nach seiner Verhaftung gemacht wurde. Sie enthält eine erzwungene öffentliche Erklärung von Alois Eliáš. Aber das ist nicht alles. Zudem wurden rund 20 Minuten eines lockeren Gesprächs mitgeschnitten, das wohl in der Prager Gestapo-Zentrale stattfand.  mehr...

TagesechoDrama über die Sudetengebiete: Juraj Herz´ Film „Habermann“ läuft an

07-10-2010 16:38 | Till Janzer

Foto: Bonton Der Film „Habermann“ ist die erste tschechisch-deutsch-österreichische Koproduktion zum Thema Krieg und Vertreibung. Noch vor seinem Kinostart ist der Film im Januar beim Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet worden. So erhielt der in der Slowakei geborene tschechische Regisseur Juraj Herz den Preis für die beste Regie und der Habermann-Darsteller Mark Waschke den Preis als bester Schauspieler. Am Donnerstag läuft der Film nun in Tschechien an, im November kommt er auch in die deutschen Kinos.  mehr...

KultursalonDas Bild des Deutschen im tschechoslowakischen Film nach 1945

03-10-2010 | Patrick Gschwend

Aus dem Film „Wagen nach Wien“ In der tschechoslowakischen Nachkriegs-Kinematographie spielt der Zweite Weltkrieg und seine Vorgeschichte eine enorm große Rolle. Unzählige Filme, gute wie schlechte, wurden zu dem Thema gedreht. Die Ereignisse der Jahre unmittelbar nach der deutschen Niederlage aber blieben lange ein Tabu für die tschechoslowakischen Filmemacher. Dies führte dazu, dass „der Deutsche“ in Spielfilmen – und hier ist das tschechoslowakische Kino ganz sicher kein Einzelfall – vor allem als Nazi in Erscheinung trat. Die Tschechen hingegen wurden als Opfer oder als heldenhafte Widerstandskämpfer dargestellt. In den 60er Jahren aber, und dann wieder in den 80er Jahren und nach der Samtenen Revolution von 1989 mischen sich in diese Schwarz-Weiß-Malerei Grautöne.  mehr...

Kapitel aus der Tschechischen GeschichteKulturelles Erbe der deutschsprachigen Bewohner der böhmischen Länder bekommt eigenes Museum

18-09-2010 | Patrick Gschwend

Blanka Mouralová Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges lebten in Böhmen und Mähren über drei Millionen Deutsche, etwa ein Drittel der Gesamtbevölkerung. Der Rest waren überwiegend Tschechen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die meisten Deutschen vertrieben. Ihre kulturellen Hinterlassenschaften wurden jahrzehntelang verschwiegen oder durch die ideologische Brille dargestellt. Viele – vor allem jüngere Tschechen – wissen deshalb heute kaum noch etwas über die Geschichte der Deutschen in ihrem Land. Ein Museum, das derzeit in Ústí nad Labem / Aussig an der Elbe entsteht, soll das ändern.  mehr...

Kapitel aus der Tschechischen GeschichteWiderstand gegen die Nazis im Protektorat Böhmen und Mähren

11-09-2010 | Jakub Siska

Die Tschechen sind stolz auf die Teilnahme ihrer Soldaten in den ausländischen Armeen während des Zweiten Weltkriegs. Zur Zeit des Kommunismus wurde dieses Geschichtskapitel vernachlässigt, aber seit der Wende 1989 ist dann allgemein bekannt geworden. Der Widerstand vor Ort im Protektorat Böhmen und Mähren während der Besetzung durch Hitler von 1939 bis 1945 steht dagegen immer noch etwas im Schatten der Betrachtung. Dabei war er ebenso bedeutend wie der Widerstand aus dem Ausland. Jakub Šiška nun darüber in einem weiteren Kapitel aus der tschechischen Geschichte.  mehr...

Anno dazumalGeneral Kutlvašr über den Luftkrieg 1943: „Vorbereitung für den Marsch auf Berlin“

31-08-2010 17:49 | Patrick Gschwend

Karel Kutlvašr Karel Kutlvašr ist eine der wichtigsten Personen der tschechoslowakischen Militärgeschichte. Er kämpfte im Ersten Weltkrieg in den tschechoslowakischen Legionen in Sibirien und wurde hinterher mehrfach für heldenhaftes Verhalten ausgezeichnet. Als 33-Jähriger wurde er 1928 zum General befördert. Er war damit einer der jüngsten Generäle in der Geschichte der tschechoslowakischen Armee. Nach der Besetzung der Tschechoslowakei durch Hitlerdeutschland schloss er sich dem Widerstand an. Aus dem englischen Exil informierte Kutlvašr seine Landsleute Anfang 1943 in den tschechischsprachigen Sendungen der BBC über die Entwicklungen im Luftkrieg.  mehr...

Der MedienspiegelTschechische Morde – Deutsch als Fremdsprache – Totalitärismus-Institut

20-08-2010 17:50 | Christian Rühmkorf

Foto: ČTK In den tschechischen Kommentarspalten geht es ausführlich um die in Dobronín / Dobrenz aufgedeckten Morde an Sudetendeutschen nach Kriegsende, es geht um den Wirtschaftsaufschwung in Deutschland, um die Konkurrenz von Deutsch und Englisch in tschechischen Schulen, und kommentiert wird auch der neue Chef des Instituts für das Studium totalitärer Regime, Daniel Herman.  mehr...

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