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TagesechoD-Day-Feierlichkeiten: Auch Tschechen in der Normandie erwartet
Am Sonntag werden in der französischen Normandie Feierlichkeiten zum
Gedenken an die Landung der Alliierten am so genannten D-Day vor 60 Jahren
abgehalten. Für Tschechien nimmt unter anderem Staatspräsident Václav
Klaus an der Veranstaltung teil, es werden jedoch auch Veteranen in der
Normandie erwartet. Mehr von Gerald Schubert:
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TagesechoSechzig Jahre nach dem Krieg: Die Stimmen der Zeitzeugen
Fast sechzig Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs hat die unabhängige
Bürgerinitiative Post Bellum ein ehrgeiziges Projekt in Angriff genommen:
Die Erinnerungen noch lebender Kriegsveteranen aus der ehemaligen
Tschechoslowakei werden als Tondokumente aufgezeichnet, digitalisiert und
so für die Nachwelt erhalten. Und zwar auf dem Server des Tschechischen
Rundfunks. Am Dienstag wurde das Projekt offiziell vorgestellt, Gerald
Schubert war dabei:
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Tschechisch gesagtKrieg und Frieden
Der 8. Mai ist in Tschechien ein Feiertag - der den osvobození - Tag der
Befreiung. Erinnert wird an konec války - das Kriegsende 1945. Vor 1989 wurde nur die osvobození - Befreiung durch die
Rudá armáda - Rote Armee gefeiert, jetzt gedenkt man auch der
spojenecká armáda - Alliierten Armee, die Westböhmen
befreite.
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Kapitel aus der Tschechischen GeschichteDer Zweite Weltkrieg und die Tschechen
Als am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg begann, hatten die Tschechen
bereits ein halbes Jahr deutsche Okkupation hinter sich. Die meisten von
ihnen begrüßten den Kriegsausbruch, denn man erwartete ein schnelles Ende,
einen Sieg der Alliierten und die baldige Wiederentstehung der
Tschechoslowakei. Bis zu dieser sollten allerdings sechs lange Kriegjahre
vergehen. Auch wenn in den Böhmischen Ländern nach Kriegsausbruch keine
Mobilmachung erfolgte, da das Protektorat über keine Armee verfügte,
kämpften tausende von tschechischen Soldaten. Sie alle hatten sich
freiwillig auf Seiten der Alliierten gemeldet. Über 5.000 von ihnen
bezahlten den Kampf für die Freiheit ihrer Heimat mit dem Tod.
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Tagesecho65. Jahrestag der Okkupation der Böhmischen Länder
Vor 65 Jahren, am 15. März 1939, überschritten deutsche Wehrmachtstruppen
die tschechische Grenze und besetzten die Böhmenischen Länder. Am
folgenden Tag wurde die Errichtung des Protektorats Böhmen und Mähren
verkündet. Katrin Bock erinnert an die Ereignisse.
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Schauplatz17. November 1939: Abtransport tschechischer Studenten ins Konzentrationslager
Bücher, so heißt es, haben ihre Schicksale. Daten, so scheint es,
ebenfalls. Der 17. November, der hierzulande meist mit der Samtenen
Revolution des Jahres 1989 in Verbindung gebracht wird, ist in Tschechien
schon seit den Ereignissen des Jahres 1939 ein bedeutendes Datum. Damals,
mehr als ein halbes Jahr nach der Besetzung der sogenannten Rest-Tschechei
durch Hitler-Deutschland und nur wenige Wochen nach Ausbruch des Zweiten
Weltkrieges, haben die Nazis mit äußerster Brutalität auf
Studentendemonstrationen gegen die Besatzer reagiert. Auf der
Demonstration selbst wurde ein junger Student, Jan Opletal, erschossen,
kurz darauf, am 17. November eben, wurden die tschechischen Universitäten
geschlossen, die Studentenheime gestürmt und Hochschüler einfach so, weil
sie eben Hochschüler waren, in Konzentrationslager transportiert. Einen
davon, Josef Kocourek, hat Radio Prag vors Mikrophon gebeten. Hören Sie
dazu den nun folgenden Schauplatz von Gerald Schubert:
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Kapitel aus der Tschechischen GeschichteDas Münchner Abkommen
Im September 1938 stand Europa vor dem Abgrund eines neuen Krieges.
Gespannt schaute man auf Prag und Berlin: würde man sich in der
Sudetenfrage einigen? Paris und London hatten ihren tschechoslowakischen
Verbündeten empfohlen, den Forderungen Hitlers nachzugeben und das
überwiegend von Deutschen besiedelte Grenzgebiet Böhmens und Mährens ohne
Blutvergießen abzutreten. Die Prager Regierung fühlte sich im Stich
gelassen und stand vor einer schweren Entscheidung: allein gegen einen
übermächtigen Gegner oder nachgeben? In dieser Situation unternahm der
britische Premierminister Neville Chamberlain einen letzten
Vermittlungsversuch: eine internationale Konferenz sollte über das
Schicksal der Sudetengebiete entscheiden. Hitler stimmte dem Vorschlag zu,
unter einer Bedingung: keine Teilnahme der Prager Regierung. So trafen
sich am 29. September 1938 der britische Premier Chamberlain, sein
französischer Kollege Eduard Daladier, der italienische Duce Mussolini
sowie Hitler in München.
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