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Tagesecho5000 deutsche Weltkriegs-Soldaten finden letzte Ruhe in Cheb

13-11-2008 16:52 | Christian Rühmkorf

Vor zweieinhalb Jahren stießen Reporter einer tschechischen Tageszeitung auf einen ungewöhnlichen Fund. Über 5000 kleine Pappsärge lagerten in einer verlassenen Industriehalle im nordböhmischen Usti nad labem. Es waren die Überreste deutscher Soldaten, die im Zweiten Weltkrieg auf tschechischem Boden starben. Der Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge hatte sie zumeist schon in den 90er Jahren exhumiert, um ihnen auf einem Soldatenfriedhof die letzte Ruhe zu geben. Drei Jahre wurden die sterblichen Überreste zwischengelagert, weil man in Tschechien keinen geeigneten Ort fand, um sie beizusetzen. Am Mittwoch fand die Odyssee in der Grenzstadt Cheb / Eger ihr Ende. Die Beisetzung auf dem städtischen Friedhof hat begonnen. mehr...

Heute am Mikrophon1938: „Bitva o vlny“ – „Die Schlacht um Ätherwellen“

05-10-2008 02:55 | Jitka Mládková

Es gebe Momente, in denen der Rundfunk den Lauf der Geschichte ändere. Das schreibt David Vaughan im Vorwort seines Buches, das dieser Tage aus aktuellem Anlass erschienen ist. „Die Schlacht um die Ätherwellen“ lautet der Titel des Buches, in dem der in Prag lebende britische Journalist die Rolle mehrerer Radiosender in der Zeit der so genannten „Münchner Krise“ beleuchtet. Ihren Höhepunkt erreichte die Krise am 30. September 1938 mit der Unterzeichnung des Münchner Abkommens durch Adolf Hitler, Neville Chamberlain, Edouard Daladier und Benito Mussolini, die damit über das Schicksal der Tschechoslowakei entschieden hatten. Mit David Vaughan und sein Buch hat sich Jitka Mládková unterhalten.  mehr...

TagesechoIm Schatten ihres Mannes: Ausstellung über Emilie Schindler in Prag

29-09-2008 16:35 | Martina Schneibergová

Ausstellung über Emilie Schindler Dank des mehrfach preisgekrönten Spielberg-Films „Schindlers Liste“ ist ihr Mann weltbekannt geworden. Sie tauchte im Film zwar auch auf, aber über ihren Anteil an der Rettung von mehr als 1200 Juden während der Nazi-Zeit weiß die Öffentlichkeit nicht viel. Mehr über Emilie Schindler und ihren Einsatz für die Juden kann man in einer Ausstellung erfahren, die vorige Woche im Haus der nationalen Minderheiten in Prag eröffnet wurde. mehr...

Kapitel aus der Tschechischen GeschichteVor siebzig Jahren wurde das Münchner Abkommen unterzeichnet

27-09-2008 02:55 | Daniel Kortschak

Adolf Hitler beim Unterzeichnen des Münchener Abkommens Zum siebzigsten Mal jährt sich in diesen Tagen die Unterzeichnung des Münchner Abkommens. Mit diesem zwischen Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Italien geschlossenen Vertrag wurde die Tschechoslowakei gezwungen, die so genannten Sudetengebiete an das Deutsche Reich abzutreten.  mehr...

TagesechoKopie des Münchner Abkommens wird neuerdings im Prager Senat aufbewahrt

23-07-2008 15:24 | Lothar Martin

Aleš Knížek (links) und Přemysl Sobotka (Foto: ČTK) Am Dienstag ist zum ersten Male eine Kopie des deutschen Originals des Münchner Abkommens aus dem Jahr 1938 in Prag eingetroffen. Im Kolowrat-Palais, einem heutigen Teilgebäude des tschechischen Senats, ist sie von Historikern an den Senatsvorsitzenden Přemysl Sobotka übergeben worden. Und an diesem geschichtsträchtigen Ort wird sie in Zukunft auch aufbewahrt werden.  mehr...

Kapitel aus der Tschechischen GeschichteLidice, ein Dorf, das in einer Nacht aufhörte zu existieren

14-06-2008 02:55 | Pavel Polák

Lidice Am 10. Juni 1942 verschwand ein Dorf, das zwischen Prag und Kladno liegt. Sein Name wurde zum Symbol der Leiden, die die Tschechen während der deutschen Okkupation zu ertragen hatten. Lidice heißt das Dorf. Seine Zerstörung war die Vergeltung der Deutschen für das Attentat auf den stellvertretenden Reichsprotektor Reinhard Heydrich. Nach Lidice ist unser Mitarbeiter Pavel Polák gefahren, um eine Augenzeugin zu besuchen.  mehr...

Kapitel aus der Tschechischen GeschichteMehr als nur Heydrich: Tschechischer Widerstand am Beispiel Tišnov

03-05-2008 02:55 | Bára Procházková

Wenn man über den tschechischen Widerstand im Zweiten Weltkrieg spricht, denkt man in erster Reihe an die tschechischen Fallschirmspringer, die im Mai 1942 das Attentat auf den stellvertretenden Reichsprotektor von Böhmen und Mähren, Reinhard Heydrich ausgeübt haben. In der Bevölkerung gab es jedoch viele kleine Widerstandgruppen, die sich der deutschen Besatzung entgegengestellt haben. Das Schicksal einer südmährischen Gruppe beschreibt in ihrem neu erschienenen Buch „Die Welt im Frühling verlassen“ die deutsche Schriftstellerin Herma Kennel. Bára Procházková hat mit der Autorin über die Tätigkeit der Gruppe gesprochen.  mehr...

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