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Tagesecho5000 deutsche Weltkriegs-Soldaten finden letzte Ruhe in Cheb
Vor zweieinhalb Jahren stießen Reporter einer tschechischen Tageszeitung
auf einen ungewöhnlichen Fund. Über 5000 kleine Pappsärge lagerten in
einer verlassenen Industriehalle im nordböhmischen Usti nad labem. Es
waren die Überreste deutscher Soldaten, die im Zweiten Weltkrieg auf
tschechischem Boden starben. Der Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge
hatte sie zumeist schon in den 90er Jahren exhumiert, um ihnen auf einem
Soldatenfriedhof die letzte Ruhe zu geben. Drei Jahre wurden die
sterblichen Überreste zwischengelagert, weil man in Tschechien keinen
geeigneten Ort fand, um sie beizusetzen. Am Mittwoch fand die Odyssee in
der Grenzstadt Cheb / Eger ihr Ende. Die Beisetzung auf dem städtischen
Friedhof hat begonnen. mehr...
Heute am Mikrophon1938: „Bitva o vlny“ – „Die Schlacht um Ätherwellen“
Es gebe Momente, in denen der Rundfunk den Lauf der Geschichte ändere. Das
schreibt David Vaughan im Vorwort seines Buches, das dieser Tage aus
aktuellem Anlass erschienen ist. „Die Schlacht um die Ätherwellen“
lautet der Titel des Buches, in dem der in Prag lebende britische
Journalist die Rolle mehrerer Radiosender in der Zeit der so genannten
„Münchner Krise“ beleuchtet. Ihren Höhepunkt erreichte die Krise am
30. September 1938 mit der Unterzeichnung des Münchner Abkommens durch
Adolf Hitler, Neville Chamberlain, Edouard Daladier und Benito Mussolini,
die damit über das Schicksal der Tschechoslowakei entschieden hatten. Mit
David Vaughan und sein Buch hat sich Jitka Mládková unterhalten.
mehr...
TagesechoIm Schatten ihres Mannes: Ausstellung über Emilie Schindler in Prag
Dank des mehrfach preisgekrönten Spielberg-Films „Schindlers Liste“
ist
ihr Mann weltbekannt geworden. Sie tauchte im Film zwar auch auf, aber
über ihren Anteil an der Rettung von mehr als 1200 Juden während der
Nazi-Zeit weiß die Öffentlichkeit nicht viel. Mehr über Emilie
Schindler
und ihren Einsatz für die Juden kann man in einer Ausstellung erfahren,
die vorige Woche im Haus der nationalen Minderheiten in Prag eröffnet
wurde. mehr...
Kapitel aus der Tschechischen GeschichteVor siebzig Jahren wurde das Münchner Abkommen unterzeichnet
Zum siebzigsten Mal jährt sich in diesen Tagen die Unterzeichnung des
Münchner Abkommens. Mit diesem zwischen Deutschland, Großbritannien,
Frankreich und Italien geschlossenen Vertrag wurde die Tschechoslowakei
gezwungen, die so genannten Sudetengebiete an das Deutsche Reich
abzutreten.
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TagesechoKopie des Münchner Abkommens wird neuerdings im Prager Senat aufbewahrt
Am Dienstag ist zum ersten Male eine Kopie des deutschen Originals des
Münchner Abkommens aus dem Jahr 1938 in Prag eingetroffen. Im
Kolowrat-Palais, einem heutigen Teilgebäude des tschechischen Senats, ist
sie von Historikern an den Senatsvorsitzenden Přemysl Sobotka übergeben
worden. Und an diesem geschichtsträchtigen Ort wird sie in Zukunft auch
aufbewahrt werden.
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Kapitel aus der Tschechischen GeschichteLidice, ein Dorf, das in einer Nacht aufhörte zu existieren
Am 10. Juni 1942 verschwand ein Dorf, das zwischen Prag und Kladno liegt.
Sein Name wurde zum Symbol der Leiden, die die Tschechen während der
deutschen Okkupation zu ertragen hatten. Lidice heißt das Dorf. Seine
Zerstörung war die Vergeltung der Deutschen für das Attentat auf den
stellvertretenden Reichsprotektor Reinhard Heydrich. Nach Lidice ist unser
Mitarbeiter Pavel Polák gefahren, um eine Augenzeugin zu besuchen.
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Kapitel aus der Tschechischen GeschichteMehr als nur Heydrich: Tschechischer Widerstand am Beispiel Tišnov
Wenn man über den tschechischen Widerstand im Zweiten Weltkrieg spricht,
denkt man in erster Reihe an die tschechischen Fallschirmspringer, die im
Mai 1942 das Attentat auf den stellvertretenden Reichsprotektor von Böhmen
und Mähren, Reinhard Heydrich ausgeübt haben. In der Bevölkerung gab es
jedoch viele kleine Widerstandgruppen, die sich der deutschen Besatzung
entgegengestellt haben. Das Schicksal einer südmährischen Gruppe
beschreibt in ihrem neu erschienenen Buch „Die Welt im Frühling
verlassen“ die deutsche Schriftstellerin Herma Kennel. Bára
Procházková hat mit der Autorin über die Tätigkeit der Gruppe
gesprochen.
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